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Neue Corona-Studie macht Hoffnung Wer diese zwei Kriterien erfüllt, könnte „superimmun“ sein

Ein Mann erhält in Berlin am 3. Januar seine Corona-Impfung. Eine US-Studie legt nahe, dass eine Kombination aus Impfung und Infektion einen besonders starken Immunschutz aufbaut.

Ein Mann erhält in Berlin am 3. Januar seine Corona-Impfung. Eine US-Studie legt nahe, dass eine Kombination aus Impfung und Infektion einen besonders starken Immunschutz aufbaut.

Ergebnisse einer neuen Studie von US-Forschenden legen jetzt nahe: Wer zwei Kriterien erfüllt, könnte eine „Superimmunität“ aufbauen – besitzt also einen besonders guten Immunschutz. 

Könnte dies der Weg aus der Pandemie sein? Zumindest sehen die US-Forschenden der Oregon Health & Science University die weltweit vermehrte Anzahl an Durchbruchsinfektionen durch die Omikron-Variante als eine Möglichkeit für das Ende. 

Wer also geimpft ist und sich trotzdem mit dem Coronavirus infiziert oder aber genesen ist und sich dann impft, der entwickelt laut Studie eine „Superimmunität“.

In der Corona-Pandemie stecken sich jetzt Tag für Tag Zigtausende an, Omikron sorgt für tägliche Höchstwerte bei den Neuinfektionen – zuletzt hat die Zahl erstmals über 200.000 gelegen. Häufig treten auch Durchbruchsinfektionen auf, sie führen vor allem bei alten Menschen häufiger als bei Jüngeren zu einer schweren Erkrankung. 

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Studie: Impfung und Infektion bringen „Superimmunität“

Wer geimpft ist und sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 ansteckt, könnte einen besonders guten Immunschutz haben, das zumindest legt das Ergebnis der Studie aus den USA nahe. Dabei sei es egal, ob die Impfung zuerst erfolgte oder im Anschluss an eine Infektion gemacht wurde, berichten US-Forschende im Fachmagazin „Science Immunology“.

Vor diesem Hintergrund sehen sie jede Durchbruchsinfektion, die auftritt, als einen Schritt in Richtung Pandemie-Ende. 

Die Forschenden haben für die Studie die Immunität von 104 Menschen untersucht. 42 von ihnen waren vollständig geimpft und nicht infiziert, 31 Menschen waren genesen und anschließend geimpft. Ebenso viele hatten eine Durchbruchsinfektion nach einer vorangegangenen Impfung. Verimpft wurde größtenteils der mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna. 

Corona-Studie: Kombination von Impfung und Infektion verbessert Schutz

Die Forschenden haben anschließend Blutproben von den Probanden entnommen und untersucht, wie gut die im Serum enthaltenen Antikörper und anderen Immunstoffe auf drei Corona-Varianten ansprechen: Alpha, Beta und Delta. Die Studie wurde während der Delta-Welle im vergangenen Jahr durchgeführt.

Das Ergebnis: Die Kombination von Impfung und Infektion verbesserte den Immunschutz erheblich – unabhängig von der Reihenfolge. Probanden, die sowohl infiziert als auch geimpft waren, hatten demnach einen höheren Antikörperspiegel im Blut. Sie konnten den Erreger besser neutralisieren, die Immunantwort sei in diesem Fall „sehr, sehr stark.“ Das Ergebnis wird zudem durch die jüngsten Daten der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC untermauert.

Studie: Ist „Superimmunität“ der erste Schritt zum Ende der Pandemie?

Geimpfte, die eine Durchbruchsinfektion hatten, produzierten bis zu 1000 Prozent wirksamere Antikörper im Vergleich zu denen, die nach einer Biontech-Impfung gebildet werden. „Nicht nur die Menge der Antikörper ist hoch – auch die Fähigkeit, verschiedene Varianten kreuzneutralisieren zu können, ist bemerkenswert hoch“, sagte Fikadu Tafesse, Mitautor der Studie, gegenüber „Business Insider“

Eine Ansteckung allein vermittle nur einen recht kurzfristigen Immunschutz. Eine Impfung hingegen schütze vor schweren Verläufen und Tod, nur sie verleihe in Kombination mit einer Infektion die „Superimmunität“.

Ein Silberstreif am Horizont? Es werde noch einige Zeit dauern, die durch Omikron ausgelöste Immunität zu verfolgen, so Tafesse. Viele Experten, betonen, dass Omikron oder eine neue Art der Immunität längst nicht das Ende der Pandemie bedeuten. Zwar könnten einige Menschen deutlich besser als andere geschützt sein – allerdings kann jederzeit eine neue Variante auftauchen. 

Zuletzt ist etwa die neue Variante BA.2 von Omikron aufgetaucht, die eine noch höhere Übertragbarkeit haben könnte als der derzeit in Deutschland vorherrschende Subtyp. Auf Basis neuer Daten aus Dänemark nehmen Experten wie Virologe Christian Drosten an, dass BA.2 möglicherweise eine gesteigerte Übertragungsfähigkeit haben könnte.

Auch für Drosten ist die „ideale Immunisierung“ der vollständige Impfschutz durch drei Impfdosen, auf deren Boden man sich dann einmal oder auch häufiger mit dem Virus infiziere und dadurch solch eine starke Immunität entwickle, „ohne dabei schwere Verläufe in Kauf nehmen zu müssen“, so der Virologe. Wer dies durchgemacht habe, „der ist dann irgendwann wirklich über Jahre belastbar, immun und wird sich nicht wieder reinfizieren.“ (mg)

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