Grünen-Chef teilt bei Atalay aus: Er spricht in der Siegmund-Debatte vom „Grusel-Porno“ und enthüllt einen Schock-Moment im Wahlkampf.
„Mann hat auch einmal ausgeholt“Grünen-Chef packt über Attacke im Wahlkampf aus

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Felix Banaszak, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat im Gespräch mit Pinar Atalay die Berichterstattung der Medien zur AfD scharf angegriffen. (Archivbild)
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Harte Worte im Fernsehen! Felix Banaszak, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat im Gespräch mit Pinar Atalay die Berichterstattung der Medien zur AfD scharf angegriffen. Er sprach außerdem über gefährliche Situationen während des Wahlkampfs.
Besonders ein Cover des Magazins „Der Spiegel“ war Banaszak ein Dorn im Auge. Es zeigte Ulrich Siegmund, den Top-Kandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, und betitelte ihn als „gefährlichsten Mann Deutschlands“.
Diese zugespitzte Darstellung fand Banaszak völlig daneben. Sein Urteil fiel vernichtend aus: „Ich bin von diesem Titelbild überhaupt nicht überzeugt, weil es überhaupt nicht den Effekt hat, den man gerade bräuchte. Das ist Grusel-Porno. Das holt niemanden ab.“ Von dem Titel halte er gar nichts, sagte er, betonte aber zugleich, man dürfe die Gefahr nicht kleinreden.
Banaszak: Titel über „Gefährlichsten Mann Deutschlands“ geht voll daneben
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Siegmund selbst habe die Publicity für sich ausgeschlachtet und das Titelbild für seine Fans unterschrieben. Banaszak findet für dieses „lustige Schauspiel“ und die Art der Nutzung nur Verachtung.
Der Grünen-Chef machte klar, dass die wahre Bedrohung nicht von der bürgerlichen Fassade mancher Top-Politiker ausgehe. „Ihr Spitzenkandidat ist auf den ersten Blick ein Typ, der bei den Leuten jetzt diese Angst nicht auslöst.“
Hinter diesem Auftreten verbergen sich aber ganz andere Gestalten aus dem Umfeld der Partei. Er nannte als Beispiel jenen Mann, „der mit einem Baseballschläger auf einen 14-Jährigen losgegangen ist, der Wahlplakate abgerissen hat. Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von solchen Menschen regiert wird.“
Grünen-Chef über brenzlige Situation im Wahlkampf
Der Politiker sprach dann über seine eigenen, beunruhigenden Erfahrungen. Im Studio wurde ein Video abgespielt, das zeigte, wie ein Passant ihn auf der Straße anging. „Das hört sich jetzt mehr nach Heldengeschichte an, als es war. Um mich muss sich ja niemand Sorgen machen. Aber das war eine durchaus angespannte Situation. Der Mann hat auch einmal ausgeholt, und es hätte auch schiefgehen können.“
Trotz solcher Vorfälle will er weiterhin den direkten Draht zu den Menschen suchen: „Ich habe mich ja bewusst entschieden, dass ich keinen Wahlkampf mache, wo ich von einer großen Bühne in Distanz zu den Leuten herunterrede, sondern wo ich in die direkte Begegnung gehe.“
In Regionen, wo die AfD in Umfragen stark ist, könne es dadurch auch mal konfrontativer zugehen. Veranstaltungen wie der Christopher Street Day in Neustrelitz seien für ihn zuletzt nur noch mit Bodyguards machbar gewesen. (jag)

