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Angst vor SabotageEU weitet Marine-Einsatz aus – auch wegen Russlands Flotte

Fregatte «Hessen»

Copyright: Sina Schuldt/dpa

Deutschland stellt derzeit kein Schiff für die Operation «Aspides» - von Februar bis April 2024 war allerdings die Fregatte «Hessen» im Einsatz. (Archivbild)

Die EU-Marine im Roten Meer bekommt einen brisanten neuen Auftrag. Es geht nicht mehr nur um Piraten. Eine unsichtbare Gefahr rückt in den Fokus – und die Spur führt direkt nach Moskau.

Die Europäische Union verstärkt ihre Marine-Operationen. Einsatzgebiet: das Rote Meer und der westliche Indische Ozean. Eine Beteiligung an der Sicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus ist aber vorerst vom Tisch. Im Mittelpunkt stehen die beiden Missionen „Aspides“ und „Atalanta“, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Die Operation „Aspides“ startete Mitte 2024. Ihr Ziel: Handelsschiffe vor den Attacken der militant-islamistischen Huthi im Jemen zu bewahren. „Atalanta“ läuft hingegen schon seit 2008. Diese Mission wurde ursprünglich für den Kampf gegen Piraterie in der Region ins Leben gerufen.

Neue Aufgaben für die EU-Marine

Das Mandat der Einsätze wurde nun entscheidend erweitert. Die Schiffe und Flugzeuge sollen künftig auch Daten über verdächtige Aktivitäten bei kritischer Unterwasser-Infrastruktur sammeln. Zudem sind Trainings für die Seestreitkräfte von Dschibuti und eine Zusammenarbeit mit der Küstenwache des Jemen vorgesehen. Deutschland ist zwar an „Aspides“ beteiligt, hat aber aktuell kein Schiff vor Ort. Das Mandat für „Atalanta“ lief bereits im April 2022 aus.

Der wahre Grund: Putins Schattenflotte im Visier

Diplomaten in Brüssel stellten am Montag klar: Die Ausweitung hat nichts mit Forderungen von US-Präsident Donald Trump zu tun. Der eigentliche Anlass ist laut Informationen aus Brüssel ein ganz anderer. Es geht um eine bessere Beobachtung der russischen Schattenflotte. Über diese umgeht Moskau seit Jahren den Öl-Preisdeckel, den westliche Verbündete der Ukraine eingeführt haben. Der schwere Verdacht steht im Raum: Die Flotte könnte auch für Sabotageaktionen gegen die Infrastruktur unter Wasser genutzt werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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