Abo

Schwerste Energiekrise drohtEU warnt vor der „wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten“

Dan Jorgensen

Copyright: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Energie-Kommissar Dan Jorgensen: die «schwerste Energiekrise aller Zeiten». (Archivbild)

EU schlägt Alarm: Droht die schwerste Energiekrise?

Aus Brüssel kommt eine beunruhigende Nachricht, die jeden angeht. Dan Jørgensen, der Energiekommissar der EU, redet von der „wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten“, die auf den Globus zurollt. Das ist eine Ansage, die sitzt.

Ursache für die dramatische Bewertung ist die Eskalation im Nahen Osten. „Seit Ausbruch des Konflikts haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben – ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten“, erläuterte Jørgensen in der belgischen Hauptstadt. Eine enorme Summe, die die kritische Situation unterstreicht.

Nahost-Konflikt blockiert entscheidende Handelsroute

Im Mittelpunkt des Problems befindet sich die Straße von Hormus, ein zentraler Seeweg für den weltweiten Handel mit Energie. Rund ein Fünftel des global gehandelten Öls sowie Flüssiggases passiert üblicherweise dieses Nadelöhr.

Seit dem Start der Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und dem Iran ist die Situation dort aber extrem heikel. Durch Bedrohungen und Attacken hat Teheran den Schiffsverkehr so gut wie lahmgelegt. Zeitgleich verhängte Washington eine Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Obendrein wurden in den letzten Monaten Produktionsanlagen für Energie in diversen Golfstaaten bei iranischen Attacken in Mitleidenschaft gezogen.

EU rüstet sich für drohende Lieferausfälle

Jørgensens Voraussage lautet, dass es selbst nach einem Kriegsende wohl Jahre in Anspruch nehmen wird, bis die Gasförderung in der Gegend wieder regulär läuft. Die EU stellt sich deshalb auf den Ernstfall ein: drohende Lieferausfälle, speziell bei Kerosin.

Eine frisch eingerichtete Beobachtungsstelle der EU erfasst schon jetzt Informationen über die verfügbaren Kerosin-Reserven. So soll zügig festgestellt werden, falls politische Schritte zur Koordination und Neuverteilung erforderlich sind. „Wir hoffen, dass es nicht zu einer Situation kommt, in der dies notwendig wird, aber wir bereiten uns darauf vor“, äußerte sich der Politiker. Das könnte im schlimmsten Fall auch die nächste Urlaubsreise platzen lassen.

Erst kürzlich hat Russlands Attacke auf die Ukraine 2022 eine ernste Energiekrise in Europa verursacht. Seinerzeit gab es beträchtliche Lieferengpässe und explodierende Kosten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

IAB - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

KI-Revolution ist da

Neue Studie: Nutzung in Betrieben hat sich verfünffacht