Iran-Konflikt eskaliert: USA und Iran beschießen sich.
Schlag und GegenschlagIran und USA bombardieren sich – Kuwait meldet Raketen-Alarm

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Kuwait meldet erneut Beschuss durch Drohnen und Raketen. (Symbolbild)
Kein Frieden in Sicht: Die Verhandlungen im Iran-Konflikt stecken in einer Sackgasse, stattdessen fliegen wieder die Raketen. Die USA bombardierten am Wochenende die Provinz Hormusgan im Süden des Landes. Die Reaktion aus dem Iran ließ nicht lange auf sich warten: Am Morgen schlugen die Revolutionsgarden zurück. Laut eigenen Aussagen feuerte die Elitemilitäreinheit auf eine Basis, die von amerikanischen Truppen für ihre Attacke genutzt worden war. Über den genauen Standort schweigt man sich aus.
Die amerikanische Armee gab an, Ziele wie Radarstationen und Steuerungszentren für Drohnen im Iran angegriffen zu haben. Dies sei eine Reaktion darauf gewesen, dass Teheran zuvor angeblich eine US-Drohne des Typs MQ-1 abgeschossen hatte. Der Vorfall soll sich über internationalem Seegebiet ereignet haben. Auf der Social-Media-Plattform X bezeichnete das zuständige US-Regionalkommando Centcom die Angriffe als „Selbstverteidigungsschlägen“.
Kuwait im Visier: Luftalarm ausgelöst
Die Angst wächst, dass der Konflikt völlig außer Kontrolle gerät. Am Morgen heulten in Kuwait die Sirenen: Das Golfemirat schlug wegen feindlicher Attacken aus der Luft Alarm. Die Armee machte keine Angaben dazu, wer hinter den Angriffen mit Drohnen und Raketen steckte oder was getroffen werden sollte. Die Menschen wurden ermahnt, den Anordnungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten. Brisant: Die USA betreiben in Kuwait bedeutende Militärbasen, nur einen Katzensprung vom Iran entfernt.
In den sozialen Netzwerken kursierten Berichte von Usern über Raketenfeuer aus der iranischen Provinz Chusestan. Ein Clip, dessen Authentizität zunächst nicht bestätigt werden konnte, zeigt angeblich den Abschuss einer ballistischen Rakete. Auf den Bildern ist eine lange, weiße Rauchfahne am Firmament zu erkennen.
Trumps irre Botschaft: „Alles wird gut“
Inmitten der zunehmend angespannten Situation schaltet sich Donald Trump (79) ein. Der republikanische Politiker bat um Unterstützung für seine Gesprächsführung mit Teheran. An seine Kritiker richtete er die Aufforderung, sich doch einfach mal locker zu machen. Auf seinem eigenen Netzwerk Truth Social postete er: „Am Ende wird alles gut ausgehen – das tut es immer!“.
Unterdessen wird hinter den Kulissen seit Tagen fieberhaft um eine Einigung gerungen, die seit dem 8. April bestehende Feuerpause zu verlängern. Doch die Realität sieht anders aus: Die gegenseitigen Angriffe hören nicht auf.
Irans Bevölkerung leidet: Zukunftsangst und explodierende Preise
Während die politische Führung in Teheran mit Washington verhandelt, kämpfen die Menschen im Iran mit existenziellen Sorgen. Seit Wochen berichten Bürgerinnen und Bürger von einer enormen Teuerungswelle. Die Kosten für Nahrungsmittel, Wohnungen und sogar der Kaffee im Restaurant sind explodiert. Das zwingt viele Iraner dazu, den Gürtel enger zu schnallen und sich auf das Allernotwendigste zu beschränken.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghau, richtete scharfe Worte an die EU und warf ihr „selektive moralische Empörung“ vor. Die Attacken auf Basen, von denen aus illegale Angriffe gegen den Iran gestartet würden, seien eine „rechtmäßige Ausübung des Rechts auf Selbstverteidigung“, erklärte der Sprecher über den Dienst X. Hintergrund ist die vorherige Verurteilung der iranischen Attacken auf Kuwait durch die Europäische Union.
Justiz greift durch: Erneut Demonstranten hingerichtet
Abseits der militärischen Auseinandersetzungen geht das Regime mit unerbittlicher Härte gegen die eigene Bevölkerung vor. Zwei Männer namens Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki wurden hingerichtet. Ihre Exekution steht im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar. Die Anklage lautete unter anderem, sie hätten bei den Massendemonstrationen ein Gotteshaus angezündet.
Auslöser der Unruhen war Ende Dezember die katastrophale wirtschaftliche Lage. Die Demonstrationen weiteten sich rasch zu einem Aufbegehren gegen die autoritäre Staatsführung aus. Das Regime schlug die Protestbewegung brutal nieder, was Tausende Menschen das Leben kostete. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) berichtet, dass seither mindestens 17 Protestierende exekutiert wurden. Die Organisation kommentierte: „Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen (...) ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit“. (dpa/red)
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