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Eon-Chef schlägt AlarmKompletter Schutz der Stromnetze vor Angriffen ist nicht möglich

Verkohle Kabel in einem Umspannwerk

Copyright: Marijan Murat/dpa

«Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen», sagt Eon-Chef Leonhard Birnbaum im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eon ist Deutschlands größter Stromnetzbetreiber.

Eon-Chef: Absolute Sicherheit für Stromnetz unmöglich.

Absolute Sicherheit für unsere Stromleitungen gibt es nicht. Diese deutliche Botschaft kommt direkt vom Boss des größten deutschen Netzbetreibers Eon. Eine Aussage, die jeden wachrütteln sollte.

Dass die Stromnetze vollständig vor Attacken geschützt werden können, hält Eon-Chef Leonhard Birnbaum für ausgeschlossen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er in einem Interview: „Wir können unsere Anlagen sicherer, aber nicht komplett unangreifbar machen“. Eine klare Ansage vom Chef des Essener Energie-Riesen.

Er führte weiter aus: „Wir können es schwerer machen, und wir können uns besser dafür aufstellen, schnell wiederherzustellen, wenn der Schaden geschehen ist“. Dennoch machte er eine entscheidende Einschränkung: „Aber wir können Angriffe nicht unmöglich machen.“ Zur Einordnung: Eon ist für fast ein Drittel des deutschen Stromnetzes verantwortlich, was einer Länge von circa 700.000 Kilometern entspricht.

Warum das Stromnetz nie ganz sicher sein kann: Der Einbruchs-Vergleich

Um die Situation zu verdeutlichen, nutzte Birnbaum einen Vergleich, den jeder sofort versteht. Die Absicherung von Stromnetzen gegen Angriffe sei ähnlich unrealistisch wie der Versuch, ein Wohnhaus absolut einbruchsicher zu gestalten.

Wörtlich sagte der Eon-Chef dazu: „Wenn Sie zur Polizei gehen und fragen: Was soll ich machen? Dann sagt man Ihnen: Machen Sie es Einbrechern schwer. Die sagen nie: Machen Sie es unmöglich, weil: Das geht gar nicht. So ist das bei uns auch.“

Brandanschläge in Deutschland: So real ist die Gefahr

Wie konkret die Bedrohung ist, zeigen Vorfälle aus der unmittelbaren Vergangenheit. Erst in der vergangenen Woche wurde ein Umspannwerk in Reutlingen durch ein Feuer außer Gefecht gesetzt. Die Ermittler haben einen klaren Verdacht: Brandstiftung.

Auch die Hauptstadt war schon Ziel von Brandstiftungen, die auf die Energieversorgung abzielten. Im September des Vorjahres waren zwei Strommasten das Ziel der Angriffe, im Januar traf es Kabel auf einer Kabelbrücke. Die Folge für die Bevölkerung war in beiden Situationen hart: Die vollständige Wiederherstellung der Stromzufuhr nahm mehrere Tage in Anspruch. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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