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Merz' harte AbrechnungCDU-Chef gesteht Schwächen: Zu viel Streit, zu wenig Ergebnisse

104. Deutscher Katholikentag

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Friedrich Merz (CDU) räumt ein, dass die schwarz-rote Koalition aus seiner Sicht weniger streiten könnte.

Merz teilt aus – und bezeichnet sich schon als Kanzler.

Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, hat sich auf dem Katholikentag in Würzburg kein Blatt vor den Mund genommen. Er übte heftige Kritik an der politischen Streitkultur hierzulande. Seine Bemerkungen waren eine unmissverständliche Spitze gegen das Dauer-Gerangel in der amtierenden Regierung, auch wenn er die Ampel nicht explizit erwähnte.

Zwar sei Auseinandersetzung ein Teil der Demokratie, so Merz: „Zur Demokratie gehört Streit“. Im selben Atemzug formulierte er jedoch eine klare Einschränkung: „Aber der Streit muss zu Ergebnissen führen. Und vielleicht streiten wir im Augenblick zu viel und bringen zu wenig Ergebnisse. Das mag sein.“

CDU-Chef rechnet ab: Nur Zoff, keine Resultate?

Der CDU-Chef hat eine simple Botschaft: Toleranz beginnt erst, wenn man die eigene Position verlässt. Er fordert, dass in Deutschland wieder mehr aufeinander gehört wird. Statt sich in endlosen Konflikten zu verhaken, solle man andere Ansichten anerkennen und zusammenarbeiten. Für Merz muss gezeigt werden, dass Kompromisse in der politischen Mitte machbar sind.

Zugleich verteidigte Merz die Demokratie als Staatsform vehement. „In der Diktatur geht's schneller, aber meistens falsch“, so seine Worte. „Und deswegen lassen Sie uns mal gemeinsam mit unserer Demokratie versöhnen. Wir haben hier etwas Großartiges geschaffen.“

Hoppla! Spricht hier schon der nächste Kanzler?

Die Bundesrepublik genieße eine Stabilität, die in der europäischen Historie beispiellos sei. Doch dann folgte die Aussage, die alle im Saal stutzig machte. Bei der Frage, wie diese Stabilität gesichert werden könne, beschrieb Merz seine Rolle mit einem erstaunlichen Satz: „Und diese Stabilität nach innen wie nach außen zu bewahren, das ist für mich die wichtigste Aufgabe, die ich empfinde als Bundeskanzler.“ War das nur ein Fauxpas? Oder meldet da jemand ganz unverblümt seine Ansprüche an? (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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