Rente mit 67? In anderen Ländern wird bis 70 gearbeitet.
Arbeiten bis 70Großer Renten-Vergleich: So schneidet Deutschland ab

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Während viele Deutsche derzeit vor dem 64. Lebensjahr aus dem Berufsleben ausscheiden, arbeiten Menschen in anderen Ländern oft bis weit über 67 hinaus.
Das offizielle Alter für den Ruhestand in Deutschland wird stufenweise bis zum Jahr 2031 auf 67 Jahre angehoben. Im Jahr 2024 betrug das mittlere Eintrittsalter laut der Deutschen Rentenversicherung 64,7 Jahre. Aber wie handhaben das andere Nationen? Ein Blick über die Grenzen offenbart gewaltige Abweichungen.
In Frankreich verabschieden sich die Menschen häufig schon zu Beginn ihrer 60er aus dem Berufsleben, was im Vergleich zu vielen anderen in Europa sehr zeitig ist. Eine kontroverse Gesetzesänderung hebt das offizielle Rentenalter zwar von 62 auf 64 Jahre an – ein Schritt, der im ganzen Land für Demonstrationen sorgte. Wer jedoch eine Pension ohne Kürzungen beziehen will, muss in der Regel bis 67 warten.
Österreich: Zeitiger Ruhestand, aber mehr Abgaben
Auch in Österreich treten viele Menschen relativ zeitig aus dem Erwerbsleben aus. Die dortigen Pensionen sind dabei häufig üppiger als die Renten in Deutschland. Der Grund dafür: Sämtliche Berufstätige, inklusive der Selbstständigen, zahlen in das System ein – und das mit größeren Anteilen als bei uns. Für Männer liegt das offizielle Rentenalter aktuell bei 65 Jahren. Bei den Frauen wird die Grenze bis 2033 stufenweise von circa 61 auf die gleichen 65 Jahre angehoben.
Unsere Nachbarn in den Niederlanden bleiben oft bis Mitte 60 im Job. Aktuell beträgt das offizielle Rentenalter dort 67 Jahre und ist zukünftig an die statistische Lebenserwartung gebunden. Von großer Bedeutung sind in diesem Modell die kapitalgedeckten Betriebsrenten.
Skandinavien-Check: Malochen bis 70 und noch länger?
In Schweden liegt der durchschnittliche Renteneintritt bei etwa 65 Jahren, doch zahlreiche Menschen entscheiden sich freiwillig für eine längere Berufstätigkeit. Abhängig vom Geburtsjahr kann man schon mit 63 oder 64 in den Ruhestand gehen. Das Rentensystem ist auf lange Sicht an die Lebenserwartung geknüpft und verknüpft die staatliche Rente mit einem obligatorischen Fonds-Modell.
Dänemark gilt als Pionier, wenn es um eine lange Lebensarbeitszeit geht. Schon heute sind viele Dänen bis ungefähr 67 berufstätig. Zukünftig soll das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre und sogar noch weiter anwachsen, weil es direkt an die Lebenserwartung angepasst wird.
Blick nach Asien: Arbeiten bis zum Umfallen – oft aus purer Not
In Asien zeichnet sich eine noch krassere Situation ab. Zahlreiche Japaner sind beruflich aktiv, obwohl sie die 65 Jahre längst überschritten haben. Offiziell liegt die Altersgrenze zwar bei 65, aber der Staat schafft Anreize für eine Weiterbeschäftigung bis 70 Jahre und darüber hinaus.
In Südkorea ist die Lage besonders dramatisch. Die Leute treten dort verhältnismäßig spät den Ruhestand an – teilweise erst mit Ende 60 – und sind häufig gezwungen, im Job zu bleiben. Die Ursache ist erschütternd: geringe Pensionsansprüche und Armut im Alter. Aktuell liegt die offizielle Altersgrenze für einige bei 63, sie soll jedoch bis 2033 auf 65 Jahre ansteigen. (dpa/red)
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