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Renten-Schock für MillionenFünf Millionen Babyboomern droht eine Rente unter 800 Euro

Altersarmut

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Eine alte Frau sucht in einem Mülleimer nach Pfandflaschen. Die Altersarmut wird nach Einschätzung des Pestel-Instituts in den kommenden Jahren zunehmen, wenn die Bundesregierung keine Gegenmaßnahmen ergreift. (Symbolbild)

Neue Studie warnt: Millionen Babyboomern droht Altersarmut

Eine düstere Prognose erschüttert die Babyboomer-Generation. Millionen von euch, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, könnten in die Armutsfalle tappen. Eine neue Studie zeichnet ein dramatisches Bild.

Für rund fünf Millionen Babyboomer wird der Ruhestand wohl alles andere als golden. Eine Kalkulation des Pestel-Instituts zeigt, dass sie nach ihrem Arbeitsleben nur eine Mini-Rente von unter 800 Euro im Monat bekommen werden. Das sind erschreckende 40 Prozent der etwa 12,9 Millionen Menschen, deren Renteneintritt in der kommenden Dekade ansteht.

Die Studie wurde von der Gewerkschaft IG Bau in Auftrag gegeben. Deren Vorsitzender Robert Feiger schlägt Alarm und warnt vor explodierenden Sozialausgaben: „Mit so einer Niedrigrente werden viele Betroffene dauerhaft auf Hilfe vom Staat angewiesen sein.“

Miete wird zur Armutsfalle für Babyboomer

Besonders die Miete könnte für viele zum unüberwindbaren Problem werden und einen Großteil der Babyboomer in die sogenannte „Wohnarmut“ drängen. Dieses Phänomen ist vor allem aus teuren Großstädten wie München und Frankfurt bekannt: Nach der Verrentung wird die eigene Wohnung plötzlich unbezahlbar.

Die Betroffenen müssen sich dann günstigere Wohnungen suchen, oft weit außerhalb ihres gewohnten Umfelds und Freundeskreises. Offizielle Statistiken dazu gibt es zwar nicht, doch Berichte über solche Schicksale tauchen immer wieder in den Medien auf.

Nicht nur Frauen von niedrigen Renten betroffen

Matthias Günther, der Leiter des Pestel-Instituts, stellt klar, dass von den niedrigen Renten sowohl Frauen als auch viele Männer betroffen sein werden. Als Gründe nennt der Ökonom Teilzeitjobs, Phasen der Arbeitslosigkeit oder auch jahrelange Beschäftigung im Niedriglohnsektor.

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden sich auch nicht auf andere Einkünfte verlassen können. „Niedrigverdiener haben häufig weder privat vorgesorgt noch Anspruch auf eine Betriebsrente“, so Günther. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen, wie eine Grundrente, die deutlich über der Grundsicherung liegt, droht die Altersarmut weiter zu steigen.

„Arm im Alter heißt arm bis zum Tod“

Dann folgt die schockierende Konsequenz, die Günther auf den Punkt bringt: „Und arm im Alter heißt arm bis zum Tod.“ Ein Satz, der Gänsehaut macht.

Schon jetzt zeigt sich der Trend: Der Anteil der Rentnerinnen und Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, ist laut IG Bau-Chef Feiger in den letzten 15 Jahren von 2,5 auf 4,3 Prozent gestiegen. Die Schere zwischen der Rente und den immer weiter steigenden Wohnkosten gehe für die kommende Rentnergeneration immer weiter auseinander.

Deshalb hat der Gewerkschaftschef eine klare Forderung: „Die Rente muss im unteren Bereich steigen. Hohe Renten können im Gegenzug sinken.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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