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Alarm beim VerfassungsschutzEnergie-Riesen im Visier – diese drei Gefahren drohen jetzt

Polizei beim Stromausfall Berlin

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Durch den Brandanschlag Anfang des Jahres gab es bei winterlichen Temperaturen einen mehrtägigen Stromausfall im Südwesten Berlins. (Archivfoto)

Die Spionageabwehr schlägt Alarm: Angriffe und Sabotage drohen.

Deutschlands Energieriesen stehen vor einer ernsten Bedrohung! Ein Appell zu vorbeugenden Schritten wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) an die Chefetagen der deutschen Energiekonzerne gerichtet. Drei spezifische Bedrohungslagen werden in einer Sicherheitsmitteilung skizziert, die an Branchenverbände und staatliche Stellen versandt wurde.

Im Fokus stehen Attacken mit linksextremistischem Hintergrund, digitale Angriffe aus anderen Ländern sowie die lauernde Bedrohung durch ökonomische Verflechtungen. Es besteht die erhebliche Befürchtung, dass Deutschlands Versorgungssicherheit beeinträchtigt und das staatliche Vertrauen erschüttert werden könnte.

Bundesamt für Verfassungsschutz

Copyright: Oliver Berg/dpa

Das Bundesamt für Verfassungsschutz gibt in unregelmäßigen Abständen aktuelle Sicherheitshinweise an Wirtschaftsverbände. (Symbolbild)

Energie-Netze im Fadenkreuz von Linksextremisten

Dem BfV zufolge werden „gewaltorientierte linksextremistische Akteure auch weiterhin Energieinfrastrukturen ins Visier nehmen“. Wie konkret diese Bedrohung ist, verdeutlichte eine Attacke im Januar in Berlin.

Konzerne geraten besonders ins Zentrum der Aufmerksamkeit, weil sie als Stützen des als unterdrückend wahrgenommenen „repressiven kapitalistischen Systems“ angesehen werden. Laut einer Meldung der dpa veröffentlichte die Initiative „Switch Off“ eine Aufstellung von Energieanbietern und Industriekonzernen, denen eine Verantwortung für die globale Erwärmung zugeschrieben wird. Der Verfassungsschutz schlussfolgert, dass diese dadurch „klar ersichtlich zu Zielen von Straftaten erklärt“ werden.

Digitale Bedrohung aus Russland: „Niedrigschwellige Angriffsversuche“

Von digitalen Attacken geht ein weiteres erhebliches Risiko aus. Die Spionageabwehr bezieht sich dabei auf Vorfälle in Polen. Dort zielten Angriffe mit bösartiger Software, unter anderem durch die Gruppe „Berserk Bear“, auf Firmen der Sektoren Energie, Wasser, IT sowie Telekommunikation. Es wird angenommen, dass hinter derartigen Attacken staatlich gelenkte russische Drahtzieher stecken.

Die Bewertung ist eindeutig: „Russland besitzt die Fähigkeiten und den Willen, entsprechende Aktivitäten gegen EU-Mitgliedsstaaten und Nato-Bündnispartner zu richten.“ Obwohl im Vorjahr lediglich „niedrigschwellige Angriffsversuche“ registriert wurden, existiert die Gefährdung weiter. Derzeit gibt es jedoch keine Informationen über spezifische Aktionen, die merkliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten.

Was Firmen jetzt tun sollten: Die Ratschläge der Behörde

Investments aus dem Ausland werden ebenfalls als Wagnis eingestuft. Zwar mag eine einzelne Beteiligung harmlos erscheinen, aber eine Anhäufung derartiger Engagements könnte auf mittlere und lange Sicht „die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden“.

Die Behörde empfiehlt den Firmen deshalb die Etablierung eines umfassenden Risikomanagements. Personal in besonders exponierten Positionen sollte wiederholt über die Bedrohungen durch fremde Geheimdienste aufgeklärt und trainiert werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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