Ein Sonntagsausflug wird zum Albtraum: Zwei Unbekannte haben sich mitten in der Innenstadt in das Auto einer Kölner Familie gesetzt – und darin Crack geraucht. Direkt neben dem Kindersitz.
PolizeieinsatzSchock-Szene in Köln: Im eigenen Auto, neben dem Kindersitz

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Mareike (36) und Eric Heydenreich (42) und das Auto, in dem fremde Menschen Crack konsumierten.

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Es sollte ein schöner Familienausflug werden. Stattdessen erlebten Mareike (36) und Eric Heydenreich (42) am Sonntagmittag (14. Juni) einen Schock, den sie so schnell nicht vergessen werden.
Zwei wildfremde Personen hatten sich in den Renault der Familie gesetzt – und darin Crack geraucht. Auf dem Rücksitz: der Kindersitz ihres Kindes (2).
Kölner City: Im Familienauto konsumierten Fremde Crack
Gegen 12.40 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Ihr Fahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt auf der Neven-DuMont-Straße in der Kölner Innenstadt – und war nicht abgeschlossen. Einen Fehler, den Mareike offen zugibt. Doch was die Familie vorfand, macht sie fassungslos.
„Heute mussten wir feststellen, dass in unser Auto eingedrungen wurde – offenbar nicht einmal, um etwas Wertvolles zu stehlen, sondern um darin Crack zu rauchen“, sagt Mareike gegenüber EXPRESS.de. „Besonders erschütternd ist der Gedanke, dass auf der Rückbank der Kindersitz unseres Kindes steht. Dort, wo wir unsere Familie sicher von A nach B bringen, haben fremde Menschen Drogen konsumiert und Verwüstung hinterlassen.“
Polizei, Ordnungsamt und der KVB-Sicherheitsdienst rückten mit sechs Mann an. Die beiden Personen wurden auf frischer Tat ertappt und aus dem Fahrzeug geholt und erhielten einen Platzverweis. Die Kölner Polizei bestätigte den Einsatz gegenüber EXPRESS.de.
Für Mareike Heydenreich ist der Vorfall mehr als ein Einzelerlebnis – er ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
„Die Hemmschwellen scheinen komplett zu verschwinden. Dass man als Familie zu seinem Auto kommt und feststellen muss, dass Fremde es als Ort für Drogenkonsum missbraucht haben, hätten wir uns vor einigen Jahren nicht vorstellen können.“
Und weiter: „Wenn selbst der Familienwagen mit Kindersitz kein geschützter Ort mehr ist, läuft etwas gewaltig schief.“
Die 36-Jährige stellt auch eine klare Frage: „Wo bleibt der Drogenkonsumraum?“ Eine Forderung, die in Köln seit Jahren diskutiert wird. Die Stadt plant ein Suchthilfezentrum am Perlengraben, das unter anderem einen Drogenkonsumraum umfassen soll, um den öffentlichen Konsum einzudämmen.
Familie denkt darüber nach, Köln zu verlassen
So weit ist es für die Heydenreichs gekommen: Sie denken ernsthaft darüber nach, Köln zu verlassen. „Wir haben lange gehofft, dass sich die Situation verbessert, doch stattdessen erleben wir immer neue Tiefpunkte“, sagt Mareike. „Als Familie müssen wir uns die Frage stellen, ob dies noch das Umfeld ist, in dem wir leben und unser Kind aufwachsen sehen möchten.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Kölner Familien von solchen Erlebnissen berichten. Ein Kölner Vater musste kürzlich mit seinem dreijährigen Sohn durch eine Crack-Wolke laufen – auch das hat EXPRESS.de berichtet.
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