Abo

Ärger trotz Preis-StoppFahrgästen reicht das nicht – sie fordern eine Preissenkung

Verzicht der Deutschen Bahn auf Fahrpreiserhöhungen

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Bahnchefin Palla setzt ein Signal: Die Fahrpreise bleiben bis auf weiteres stabil. (Archivbild)

Keine Preiserhöhung bei der Bahn – doch das reicht nicht.

Eine gute Nachricht für Reisende der Deutschen Bahn: Für die kommenden zwölf Monate wird es keine Anhebung der Tarife im Fernverkehr geben. „Vom 1. Mai an halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil“, versprach die Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla gegenüber der „Bild am Sonntag“. Laut dpa-Informationen war schon die gewöhnliche Preisanpassung im vorigen Dezember nicht umgesetzt worden. Doch die Zusage erntet nicht nur Beifall.

Dem Fahrgastverband Pro Bahn geht dieser Schritt allerdings nicht weit genug. „Die Bahn muss die Preise senken. Zumindest für einen bestimmten Zeitraum“, forderte der Ehrenvorsitzende Detlef Neuß in der „Rheinischen Post“. Seine knallharte Begründung: Angesichts der Tatsache, dass Züge fast immer unpünktlich seien und viele Verbindungen gestrichen würden, sei die bloße Zusage stabiler Tarife unzureichend.

Fahrgastverband fordert Preissenkung

Neuß gab außerdem zu bedenken, dass die Fahrkarten im Fernverkehr abhängig von der Verbindung und der Nachfrage ohnehin kostspieliger werden. „Wir haben da keine Fixpreise“, stellte der Ehrenvorsitzende klar. „Inwieweit sich darauf der Verzicht auf eine Preiserhöhung auswirken wird, bleibt offen.“

Zustimmung für Pallas Vorhaben kam hingegen vom Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Bundestages, Tarek Al-Wazir (Grüne). Er nannte die Ankündigung gegenüber der „Rheinischen Post“ „richtig und wichtig“. „Stabile Preise machen Bahnfahren gerade jetzt attraktiv, weil aufgrund der gestiegenen Sprit- und Kerosinpreise Autofahren und Fliegen teurer wird.“ Dadurch positioniere sich die Bahn weiterhin als eine kostengünstige und umweltschonende Alternative für die Bevölkerung.

Bahnchefins Versprechen: „Fahren, Fahren, Fahren“

Wegen der unzähligen Verspätungen steht der Konzern immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Vor sechs Monaten hatte Palla einen Neustart für das Staatsunternehmen angekündigt. Die Vorstandschefin formulierte damals die neue Marschroute: „Oberste Priorität hat jetzt: Fahren, Fahren, Fahren und dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland sich das Reisen weiter leisten können.“

In der Vergangenheit hatte das Unternehmen seine Fernverkehrstarife turnusmäßig zur Umstellung des Fahrplans Mitte Dezember angehoben. Dies wurde hauptsächlich mit erhöhten Kosten für Personal und Energie gerechtfertigt. Die letzte Anpassung erfolgte Ende 2024, als die sogenannten Flexpreise im Durchschnitt um 5,9 Prozent stiegen.

Dieser Preisstopp gilt allerdings nur für den von der Bahn eigenwirtschaftlich betriebenen Fernverkehr mit ICE, Intercity und Eurocity. Für die Tarife in Regionalzügen sind meist die Verkehrsverbünde zuständig. Eine Vielzahl von ihnen hat die Kosten für Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten zum Jahreswechsel bereits merklich angehoben. Ebenso wurde das deutschlandweit nutzbare Deutschlandticket für den Nah- und Regionalverkehr kostspieliger. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Toter und Verletzte auf Krim nach ukrainischen Angriffen

Drohnen-Krieg eskaliert

Toter auf der Krim, Verletzte nach Angriff auf Düngemittelwerk