Am Horizont zeichnet sich ein Wetter-Phänomen ab. Welche Folgen hat das für uns?
Wetter-Hammer für 2026Experte warnt vor Extrem-Sommer mit Hitze und Unwettern

Copyright: IMAGO / Steinach
Zwei Wegweiser mit La Nina und El Nino
Im Jahr 2026 entwickelt sich über dem Pazifischen Ozean eine besondere Situation: Ein El Niño steht bevor. Fachleute halten es sogar für möglich, dass sich daraus eine extreme Form, ein sogenannter Super-El-Niño, entwickelt. Dieses außergewöhnliche und sehr intensive Wetterphänomen hat das Potenzial, den Sommer hier in Deutschland kräftig auf den Kopf zu stellen.
Die Temperaturen im Pazifik klettern spürbar nach oben, nachdem eine Phase mit vergleichsweise kühlem Wasser, die als La Niña bezeichnet wird, zu Ende ging. Der Wetterexperte Jan Schenk ist überzeugt: „Ich glaube, es ist gesetzt. Wir werden ein El Niño bekommen.“ Unklar bleibt lediglich, welche Stärke es erreichen wird. Laut Schenk beträgt die Möglichkeit eines Super-El-Niño weniger als 20 Prozent. Das berichtet „FOCUS online“.
Erst Backofen-Hitze, dann Gewitter-Walze?
Die extremste Form dieses Phänomens ist der Super-El-Niño. Ein derartiges Extremwetter gab es zuletzt im Jahr 1997, und 2015 war ebenfalls ein Jahr, das von einem besonders kräftigen El Niño geprägt war. Jahre wie diese sind berüchtigt für ihre teilweise drastischen Folgen für das globale Wettergeschehen.
Auch für Europa bleibt ein kräftiger El Niño nicht ohne Konsequenzen. „Ein Super-El-Niño wird die Temperatur noch mal mehr erhöhen“, erläutert Schenk. Dies könnte bewirken, dass sich ein beständiges Hochdruckgebiet über einigen Teilen von Europa etabliert. „Es ist wahrscheinlich, dass sich so was wie eine Hitzeglocke bildet über Europa“, meint der Fachmann. Das könnte für uns in Deutschland wochenlang eine bleierne, schwere Hitze zur Folge haben.
Schlimme Erinnerung: Die Oderflut 1997
Anschließend ist aber ein kompletter Wetterumschwung möglich. „Dieses El Niño wird die zweite Hälfte vom Sommer ziemlich durcheinanderwirbeln“, sagt Schenk voraus. Die Ursache dafür: Eine mögliche Instabilität des Jetstreams, der dann abrupt erneut Kaltluftmassen in Richtung Europa transportieren könnte.
Das Risiko für schwere Unwetter wächst, wenn diese Kaltluft auf die stark erwärmte Landoberfläche prallt. „Dann werden wir relativ viele Gewitter bekommen“, so Schenk. Zusammen mit einem außergewöhnlich warmen Mittelmeerwasser könnten sich daraus auch massive Niederschläge entwickeln.
Ein Blick zurück verdeutlicht das mögliche Ausmaß der Gefahr: Die verheerende Oderflut aus dem Jahr 1997 ereignete sich während eines intensiven El Niño. Eines ist klar: Falls sich 2026 wirklich ein Super-El-Niño ausbildet, dürfte er den Sommer bei uns bestimmen – zunächst durch große Wärme, gefolgt von einem erhöhten Risiko für Unwetter und extreme Regenfälle. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

