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Ferien-Albtraum in der SchweizBehörden schließen 13 Camping-Anlagen – „Alle haben Angst“

Warnschild Lawinengefahr und winterliche Landschaft

Copyright: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Warnschild Lawinengefahr und winterliche Landschaft.

Hiobsbotschaft für Zelt-Fans! Ämter verfügen die Schließung von 13 Anlagen.

Eine böse Überraschung für zahlreiche Feriengäste: Im Kanton Wallis in der Schweiz müssen 13 Camping-Anlagen unverzüglich ihren Betrieb beenden. Zu diesem radikalen Schritt werden die Inhaber durch eine Verfügung der verantwortlichen Baukommission gezwungen. Als Anlass für die abrupte Schließung wird eine beträchtliche Gefahr für die Besucher durch potenzielle Lawinen und Überschwemmungen angeführt.

Die Inhaber stehen vor dem Ruin. „Alle haben Angst“, erklärt William Jerjen, der ebenfalls betroffen ist, die Situation dem „Walliser Boten“. Für Pim Beijen ist die Anordnung ebenfalls ein harter Treffer, er nannte sie dem Portal „20 Minuten“ gegenüber einen Schock „aus heiterem Himmel“. Er bangt um seine Existenz, nachdem er erst vor zwei Jahren mehr als drei Millionen Euro in die Anlage investiert hatte. Der finanzielle Verlust werde „riesig“. Das berichtet „FOCUS online“.

Ämter schlagen Alarm: „Menschenleben bedroht“

Die Inhaber können zwar Widerspruch gegen die Verfügung einlegen, doch die Anlagen müssen bis zu einem finalen Urteil geschlossen bleiben. Wer sich widersetzt, riskiert ein empfindliches Bußgeld von umgerechnet wenigstens 11.000 Euro. Die Ämter stufen das Risiko als dringlich ein. Angeblich wurde schon im Dezember 2025 in einer Mitteilung auf die bedrohliche Situation aufmerksam gemacht. Darin stand, die Lage verlange ein umgehendes Handeln, „da Menschenleben bedroht sein können“.

In der Schweiz ist dieses Risiko omnipräsent. Eine Untersuchung von Forschenden, publiziert im Fachmagazin „Natural Hazards and Earth System Sciences“, bestätigt die hohe Anfälligkeit des Landes für solche Naturereignisse. Erst im Mai 2025 vernichtete eine massive Schlammlawine im Gebirgsort Blatten die Lebensgrundlage von 300 Personen, als Gestein und Eisbrocken mit Geschwindigkeiten, die 200 km/h erreichten, talabwärts rasten und 90 Prozent der Ortschaft verschütteten.

Die Bedrohung ist damit aber nicht vorbei: Momentan versetzt eine gewaltige Spalte in einer Ortschaft im Wallis die Menschen in Furcht. Diese Kluft misst schon circa 250 Meter in der Länge, hat eine Breite von bis zu einem Meter und dehnt sich jeden Tag um einige Millimeter aus. Fachleute sind alarmiert und geben eine Warnung vor einer drohenden, gewaltigen Rutschung heraus. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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