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Wetter-Apokalypse auf den KanarenRegenmengen wie seit Menschengedenken nicht

Mehrere Personen auf einem Steg bei Nacht

Copyright: IMAGO / Lagencia

Mehrere Personen auf einem Steg bei Nacht.

Kein blauer Himmel, keine Entspannung am Meer: Das Tiefdruckgebiet „Therese“ sorgt für Ausnahmezustand und sintflutartigen Regen auf den Ferieninseln.

Ein Albtraum für Touristen auf den Kanarischen Inseln! Das Tiefdruckgebiet „Therese“ ist angekommen und stiftet gewaltiges Durcheinander. Es wird erwartet, dass die Schlechtwetterfront bis mindestens zum Ende der Woche über die populäre Inselgruppe zieht. Auf Teneriffa herrscht bereits Stillstand: Der Teide-Nationalpark sowie das Teno-Gebirge wurden von den Verantwortlichen gesperrt. Das Sportevent „Tenerife Bluetrail“ wurde ebenfalls abgesagt.

Für Teneriffa, La Palma, El Hierro sowie Gran Canaria sind schon Unwetterwarnungen aktiv, die vor starkem Wind und gewaltigen Wellen warnen. Bereits am Mittwoch fegten Böen mit Geschwindigkeiten von mehr als 70 km/h über die westlich gelegenen Inseln. Gleichzeitig baute sich der Atlantik zu Wellen von bis zu fünf Metern Höhe auf. Das berichtet „t-online“.

Extrem-Vorhersage: Regenmengen bis 400 Liter denkbar

Doch das ist erst der Anfang: Die Situation spitzt sich ab Donnerstag dramatisch zu. Aemet, der offizielle Wetterdienst, rief für einige Inselteile die Warnstufe zwei aufgrund von heftigem Regen aus. In den Gipfelregionen und in exponierten Lagen sind dann Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h möglich. Zusätzlich zieht eine neue Kaltfront heran, die örtlich starke Regengüsse und Gewitter im Gepäck hat.

Die Vorhersagen sind alarmierend: Auf La Palma und an den Süd- sowie Westküsten der gebirgigeren Inseln rechnet man mit Regenmengen von 20 bis 30 Litern je Quadratmeter in bloß 60 Minuten. Binnen zwölf Stunden könnten es 40 bis 60 Liter werden. Der Wetterdienst Aemet schließt in einigen Gebieten Gesamtmengen von mehr als 200 Litern je Quadratmeter nicht aus. In höheren Lagen könnte es obendrein schneien.

Angesichts der Vorhersagen wählt der Wetter-Fachmann Jörg Kachelmann klare Worte: „Es wird womöglich Regenmengen geben, wie sie seit Menschengedenken nicht gefallen sind.“ All das soll in einem sehr kurzen Zeitraum passieren. Auch der Meteorologe Dominik Jung unterstreicht die heikle Situation. Er führt aus, dass manche Wetter-Simulationen für die Bergregionen auf La Palma oder den westlichen Teil von Teneriffa sogar extreme Werte von 300 bis 400 Litern je Quadratmeter anzeigen. Er relativiert jedoch, dass es sich hierbei um die schlimmstmöglichen Szenarien handle. Es sei noch ungewiss, ob diese gewaltigen Wassermassen tatsächlich niedergehen, weil die verschiedenen Modelle noch voneinander abweichen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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