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Er fand es „lustig“Vater soll Baby mit Laubbläser traktiert haben – Kind stirbt

Polizei fährt zu einem Tatort.

Copyright: IMAGO/Maximilian Koch

Ein Vater aus Florida muss sich wegen Mordes an seinem sechs Monate alten Sohn verantworten. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Ein Vater aus Florida muss sich wegen Mordes an seinem sechs Monate alten Sohn verantworten. Die Ermittler werfen ihm schwere Gewalt vor.

Ein Vater aus Florida ist wegen des Todes seines sechs Monate alten Sohnes wegen Mordes angeklagt worden. James W. (38) aus Ocala soll für den Tod des Babys im August 2024 verantwortlich sein, wie das US-Magazin „People“ unter Berufung auf Gerichtsunterlagen und lokale Medien berichtet.

W. befand sich bereits wegen Vorwürfen der Kindesmisshandlung in Haft. Auslöser der Ermittlungen war unter anderem ein Video, das ihn dabei zeigen soll, wie er seinen Sohn mit einem Laubbläser anbläst. Den Ermittlern zufolge soll der Vater erklärt haben, er habe dies getan, weil er es lustig gefunden habe.

Florida: Baby starb nach schweren Verletzungen

Im Sommer 2024 waren Rettungskräfte zum Haus von W. gerufen worden, nachdem ein Säugling als nicht ansprechbar gemeldet worden war. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht und zunächst künstlich am Leben gehalten. Wenige Tage später starb er.

Nach Angaben der Ermittler stellten Ärzte als Todesursache stumpfe Gewalteinwirkung durch heftiges Schütteln fest. Die Behörden gehen davon aus, dass die Verletzungen nicht mit einem Unfall erklärbar sind.

Neue Aussagen führten zu Mordanklage

Nach seiner Festnahme wegen Kindesmisshandlung im April dieses Jahres wurde W. erneut befragt. Dabei sollen seine Aussagen nach Angaben der Ermittler im Widerspruch zu früheren Angaben gestanden haben.

„Wir konnten mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und ihn schließlich wegen Mordes anklagen“, teilte das Büro des Sheriffs von Marion County mit.

Zunächst war gegen W. wegen Mordes ohne vorherige Planung ermittelt worden. Ende Juli änderte die Staatsanwaltschaft die Anklage jedoch und erhob den Vorwurf des Mordes ersten Grades mit Vorsatz.

W. bleibt in Haft. Der nächste Gerichtstermin im Zusammenhang mit der Mordanklage ist für September angesetzt. Sein Anwalt äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen.

Bei einer Verurteilung wegen Mordes ersten Grades drohen dem 38-Jährigen in Florida die härtesten Strafen des Bundesstaates. Nach dem Strafgesetz Floridas sind dafür eine lebenslange Haft ohne Aussicht auf Bewährung oder die Todesstrafe möglich. Welche Strafe die Staatsanwaltschaft fordert, hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. (jag)

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