Prinz Andrew: Polizei ermittelt wegen neuer Sex-Vorwürfe
Neuer Ärger für AndrewPolizei prüft jetzt auch Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens

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Der jüngere Bruder von König Charles III. wurde im Februar zwischenzeitlich festgenommen. (Archivbild)
Die Causa Prinz Andrew (66) eskaliert weiter. Eine Frau soll 2010 für sexuelle Handlungen nach Windsor gebracht worden sein. Jetzt ermittelt die Polizei in diese Richtung.
Die Thames Valley Police hat in einer Erklärung bestätigt, dass sie in den ausgedehnten Untersuchungen gegen den jüngeren Bruder des britischen Monarchen Charles III. (77) verschiedene Spuren verfolgt. Dabei gerät auch mögliches sexuelles Fehlverhalten in den Fokus. Andrew war im Februar im Kontext des Skandals um den US-Verbrecher Jeffrey Epstein bereits vorläufig festgenommen worden.
Die Ermittler überprüfen konkret Hinweise, wonach „eine Frau im Jahr 2010 zu sexuellen Zwecken zu einer Adresse in Windsor gebracht worden sein soll“. Die Behörde hat laut der Mitteilung bereits die Rechtsvertretung der Frau kontaktiert. Man wolle versichern, dass eine eventuelle Anzeige mit höchster Sorgfalt und Sensibilität gehandhabt würde.
Vorwurf: Fehlverhalten im öffentlichen Amt
Zusätzlich steht Andrew im Verdacht, während seiner Zeit als Handelsbeauftragter für die britische Regierung brisante Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben. Der 66-Jährige wurde aus diesem Grund schon aus seiner offiziellen Funktion im Königshaus entfernt und all seine Titel und Ehrungen wurden ihm aberkannt.
Der Straftatbestand des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt könne allerdings „verschiedene Formen annehmen“, so die Aussage von Assistant Chief Constable Oliver Wright. Britische Medien legen nahe, dass dieser Tatbestand auch mögliches sexuelles Fehlverhalten einschließt – ein Detail, das die Ermittlungen in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Die Polizei befragt momentan diverse Zeugen und sichtet „eine große Menge an Informationen“, fügte Wright hinzu. „Wir sind entschlossen, alle plausiblen Ermittlungsansätze gründlich zu verfolgen, wohin auch immer sie führen mögen.“
Sorge der Ermittler und die Epstein-Verbindung
Laut Berichten britischer Medien wächst bei den Ermittlern die Besorgnis, die Öffentlichkeit könne den Eindruck bekommen, es gehe ausschließlich um die Weitergabe von Informationen. Der juristische Sachverhalt sei aber deutlich weitreichender.

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Die Polizei sieht sich mit komplexen und langwierigen Ermittlungen konfrontiert. (Archivbild)
Prinz Andrew pflegte eine enge Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der Multimillionär, der 2019 im Gefängnis verstarb, unterhielt jahrelang einen pädophilen Missbrauchs-Zirkel, dem unzählige junge Frauen und Mädchen zum Opfer fielen.
Eines dieser Opfer, die mittlerweile verstorbene Virginia Giuffre, beschuldigte Andrew des mehrfachen sexuellen Missbrauchs, teils als sie noch minderjährig war. Der Ex-Prinz hat diese Anschuldigungen immer zurückgewiesen, doch eine Zivilklage von Giuffre in den USA wurde mit einem Vergleich in Millionenhöhe beendet. (dpa/red)
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