Die Gluthitze lockt die Leute ans Wasser – doch für neun von ihnen wurde die Abkühlung zur tödlichen Falle.
Tödliche AbkühlungNeun Tote bei Bade-Tragödien – Experte warnt vor Kälteschock

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Drei Rettungskräfte mit Ausrüstung.
Die Sonne knallt vom Himmel, die Thermometer explodieren und alle wollen nur noch eins: eine Erfrischung. Aber für mindestens neun Menschen im Vereinigten Königreich wurde der Sprung ins kalte Nass zur Todesfalle in den vergangenen Tagen. Eine entsetzliche Welle von Wasser-Tragödien überrollt die Insel und hinterlässt Fassungslosigkeit.
Besonders tragisch: Unter den Verunglückten sind viele junge Leute. Aus einem See bei Northwich zogen Einsatzkräfte den leblosen Körper eines 17 Jahre alten Jugendlichen. Bei unterschiedlichen Unglücken verloren zudem eine Jugendliche und fünf weitere Jungs in Yorkshire, Warwickshire, Hampshire, Lincolnshire sowie Lancashire ihr Leben. Ein Mann um die 60 verlor in Cornwall sein Leben bei dem Versuch, zwei Angehörige aus den Fluten zu ziehen. Das berichtet „the Guardian“.
Eiskaltes Wasser: Die tödliche Gefahr des Schocks
Experten warnen nun eindringlich. Das größte Risiko, von vielen nicht ernst genommen, ist der Kälteschock. Dr. Heather Massey von der Universität Portsmouth erläutert die Problematik: „Leider ist das etwas, was wir jedes Jahr sehen.“ Während die Temperaturen an Land in die Höhe schnellen, bleiben Gewässer wie Flüsse, Seen oder auch Talsperren extrem kalt.
„Wenn man eine Zeit lang in der Sonne war, ist die Haut richtig heiß“, führt Massey aus. Der Körper erleidet einen Schock, wenn man dann ins kalte Nass springt: „Der schnelle Abfall der Hauttemperatur löst unwillkürliches Keuchen, schnelles Atmen und einen starken Anstieg der Herzfrequenz aus.“ Eine fatale Folge ist möglich, insbesondere wenn man unter der Wasseroberfläche versucht, Luft zu holen.
Was tun, wenn jemand in Gefahr ist?
Wie kann man sich schützen? Die Expertin Massey empfiehlt, sich allmählich ins Nass zu begeben, um dem Körper Zeit zur Anpassung an die Kälte zu geben. Die heftigste Reaktion des Körpers erfolgt innerhalb der ersten 30 Sekunden. Für den Fall eines unerwarteten Sturzes ins Wasser liefert die Kampagne „Float to Live“ (Schweben, um zu leben) den lebensrettenden Hinweis: Man soll sich auf den Rücken drehen, den Kopf so weit zurücklegen, dass die Ohren unter Wasser sind, und dann die Atmung normalisieren.
Und was, wenn eine andere Person in Schwierigkeiten gerät? Dafür gibt es eine einfache Devise: Alarmieren, beruhigen, werfen. Als Erstes muss der Notruf bei der Küstenwache oder Feuerwehr abgesetzt werden. Anschließend sollte man der Person zurufen, sie möge sich auf den Rücken drehen und nicht in Panik geraten. Zuletzt sollte man ihr einen schwimmfähigen Gegenstand zuwerfen – wie einen Rettungsring oder einen Ball –, an dem sie sich festklammern kann, bis die Rettungskräfte da sind.
Gavin Ellis vom National Fire Chiefs Council richtet einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: „Keine Familie sollte die Zerstörung erleben müssen, einen geliebten Menschen im Wasser zu verlieren.“ Er bittet Erziehungsberechtigte darum, mit ihrem Nachwuchs ehrlich über die Gefahren zu reden. Er schließt mit den Worten: „Diese Vorfälle können sehr schnell passieren, aber viele sind vermeidbar.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
