Louvre-Raub wird verfilmt, doch die Beute ist weg.
Der Louvre-Coup im KinoDer spektakuläre 88-Millionen-Raub wird jetzt verfilmt

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Erst lieferte der Louvre-Raub Stoff für ein Enthüllungsbuch, jetzt wird der Einbruch auch verfilmt.(Archivbild)
Ein Coup, der Paris den Atem raubte – und jetzt wird er zur Hollywood-Story. Der unglaubliche Diebstahl im Louvre wird verfilmt, sowohl als Kinohit als auch als Doku. Das größte Rätsel aber bleibt: Die Millionen-Beute ist wie vom Erdboden verschluckt.
Die filmreife Umsetzung des atemberaubenden Kunstdiebstahls, der sich im letzten Oktober im Louvre in Paris ereignete, ist beschlossene Sache. Eine Ankündigung des Verlags Flammarion aus der französischen Hauptstadt bestätigt die Pläne für einen Kinofilm mit Romain Gavras auf dem Regiestuhl und zusätzlich eine mehrteilige Dokumentation. Die Grundlage für beide Vorhaben bildet das frische Enthüllungswerk dreier Reporter.
Die Reporter Jean-Michel Décugis, Jérémie Pham-Lê und Nicolas Torrent schildern in ihrem Buch „Main basse sur le Louvre“ (was so viel heißt wie: Griff auf den Louvre) den genauen Ablauf des hollywoodreifen Einbruchs. Die Rechte für die Verfilmung sind auch schon weg: Iconoclast sicherte sich den Stoff für den Kinofilm, während Misfits die Doku-Serie produzieren wird.
88-Millionen-Euro-Schatz: Bis heute wie vom Erdboden verschluckt
Bei dem Diebstahl ergaunerten die vier mittlerweile festgenommenen Verdächtigen Kronjuwelen, deren Wert auf rund 88 Millionen Euro geschätzt wird. Doch das unglaubliche Detail, das alle ratlos macht: Von dem millionenschweren Schatz gibt es bis heute absolut kein Lebenszeichen.
Weltweit sorgte der Vorfall für Aufsehen und entfachte eine hitzige Diskussion über die Sicherheit in dem Museum. In der Konsequenz dieses Skandals nahm die damalige Leiterin des Museums ihren Hut.
Der LKW-Trick: So frech stiegen die Diebe in den Louvre ein
Das Vorgehen der Diebe war gleichermaßen frech und durchdacht. Direkt am Museum stellten die vermummten Täter einen Lastwagen ab, der mit einer Hebebühne versehen war. Zwei ihrer Komplizen hielten auf Motorrollern an der Straße Schmiere, während die anderen beiden mit der Plattform zu einem Balkon in der ersten Etage hochfuhren.
Über ein Fenster verschafften sie sich von dort aus Zutritt zum Museum und schreckten auch nicht davor zurück, Angestellte zu bedrohen. Die gesamte Aktion war nach nur wenigen Minuten vorbei. Für die Regie ist Romain Gavras verantwortlich, der Sohn der Regie-Ikone Constantin Costa-Gavras, der sich mit Werken wie „Notre jour viendra“ und „Athena“ einen Namen machte. Details wie der Filmtitel, die Schauspieler oder der Starttermin sind allerdings noch geheim. (dpa/red)
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