Sport, Eis und eiskalter Aperol – wir sind durch die Stadt gezogen und haben das ultimative Sommergefühl gesucht.
„Da macht sich Urlaubsfeeling breit“So genießen die Kölner das Mega-Wetter an Pfingsten

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Ben (39), Paolo (25), Pascal (32) und Denise (34) beim Beachvolleyball auf den Plätzen an der Kölner Uniwiese.
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Das war mehr als nur ein Vorgeschmack auf den Sommer in Köln: Pünktlich zu den Pfingsttagen schnellten die Temperaturen rauf, und die Menschen strömten ins Freie. Wir haben uns umgesehen und fanden glückliche Kölner am Rheinufer, in den Eisdielen und im Grüngürtel.
Dabei ist der Höhepunkt noch gar nicht erreicht. Am Dienstag erwarten die Meteorologen mit bis zu 32 Grad den bisherigen Höchststand auf dem Thermometer. Erst ab Mittwoch soll es dann wieder etwas abkühlen.
Kölner halten sich ans Badeverbot an „Rodenkirchener Riviera“
Die Freibäder in der Stadt sind gut besucht, doch Abkühlung finden die Kölner und Kölnerinnen auch an anderen Orten. Wuselig geht es etwa auf dem Wasserspielplatz im Bereich der Venloer Straße zu. Viele Familien sind da, manche ausgerüstet mit Sonnenschirmen und Zelten für den nötigen Schatten.
Der „Splash-Park“ ist das größte öffentliche Wasserspielangebot. Hier können die Kinder die wassersprühenden Figuren und Fontänen ganz einfach per Knopfdruck einschalten. Hotspots sind auch die Brunnen der Stadt. Ganz beliebt ist das Paolozzi-Wasserspiel an der Rheinpromenade. Betreten ausdrücklich erlaubt!

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Der „Splash-Park“ an der Venloer Straße erfreute sich großer Beliebtheit.
Vorsichtiger muss man da schon an der „Rodenkirchener Riviera“ sein. „Nur bis zu den Knöcheln rein“, heißt hier die Ansage für die Kinder am Rheinufer, wenn überhaupt. Nach den vielen Badetoten in der Vergangenheit hatte die Stadt Köln zuletzt Bußgelder von bis 1000 Euro festgesetzt. Die Stadt kündigte an, dass ab sofort stärker kontrolliert wird und auch konsequent Knöllchen ausgestellt werden.
Zumindest bei unserem Besuch wird das strikte Badeverbot im Rhein eingehalten. Viele liegen einfach in Bikini und Badehose auf ihren Handtüchern und brutzeln vor sich hin – wie übrigens auch ein paar Kilometer weiter ein paar Sonnenanbeter auf der Freitreppe des Rheinboulevards.

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Nur bis zu den Knöcheln: Diese Besucher der Rodenkirchener Riviera hielten sich an das Badeverbot.
Sportlich wird es an den Uniwiesen im inneren Grüngürtel. Ben (39), Paolo (25), Pascal (32) und Denise (34) spielen gemeinsam Beachvolleyball. „Wir spielen öfter hier“, berichtet Pascal, „sobald das Wetter besser wird, buchen wir einen Platz; und bei diesem Wetter ist es natürlich super, da macht sich richtig Urlaubsfeeling breit.“ Denise gibt zu: „Mir ist es schon fast zu heiß, an die Temperaturen muss ich mich erst mal gewöhnen.“ Auf dem Gelände von Unisport werden an diesem Nachmittag auch Padel-Tennis und Fußball gespielt.
Köln: In Sülz gibt’s die Schoko-Chilli-Eis
„Jetzt ein Eis“, denken sich an diesem Pfingstmontag auch viele Kölner und Kölnerinnen, stürmen die Eisdielen dieser Stadt. Die Manufaktur „Keiserlich“ in Sülz etwa lockt an diesem Tag mit so außergewöhnlichen Sorten wie Piña Colada (alkoholfrei), White Chocolate Lemon oder Acerola. „Sehr vollmundig schokoladig mit einem ordentlich scharfen Abgang“, sagt ein Kunde, der sich gerade ein Waffelhörnchen mit einer Kugel Schoko-Chilli schmecken lässt.
Bei „Schmelz & Bohne“ in der Kettengasse bildet sich am Nachmittag eine Schlange. „So lecker“, freuen sich die Freundinnen Belgin (33) und Betül (32) über ihr Spaghettieis (eins davon mit Pistazie). „Ich habe mich die letzten Tage gefühlt nur von Eis ernährt“, sagt Betül und lacht.

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Die Freundinnen Belgim (33,l.) und Betül (32) genießen ihr Spaghettieis in der Kettengasse.
Nach und nach füllt sich auch der Biergarten direkt am Aachener Weiher. „Die Stimmung bei den Gästen ist einfach sommerlich gut“, freut sich der bekannte Kölner Gastronom Josef Rayes. Zwar werde etwas weniger Bier konsumiert, dafür sei das Kultgetränk Aperol Spritz bei seinen Gästen immer noch angesagt, sagt der Geschäftsführer. Bei den Temperaturen von um die 30 Grad greifen die Gäste auch gerne auf Mineralwasser und generell nichtalkoholische Getränke zurück. Gut angenommen würden auch Mixgetränke aus alkoholfreiem Bier und Frucht.

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Service-Mitarbeiterin Alisah serviert Getränke im Biergarten am Aachener Weiher.
So sehr die Stadt bei Sonnenschein pulsiert, so sehr viele Menschen sich freuen und Kraft tanken: Es gibt auch die Kehrseite – (vor allem ältere) Kölnerinnen und Kölner, die unter den hohen Temperaturen leiden. Für die nächste Hitzewelle bietet das Gesundheitsamt auch in diesem Jahr wieder das kostenlose Hitzetelefon an – ein Angebot, das laut Stadt in den vergangenen Jahren auf große Resonanz gestoßen ist. Eine Anmeldung ist online oder unter 0221 22134347 möglich. Es erfolgt ein Erstgespräch und ein möglicher Eintrag ins Hitzeregister. Bei Hitzewarnungen meldet sich ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei den Teilnehmern und erkundigt sich nach dem aktuellen Befinden.
Tipps zur Abkühlung von der Stadt Köln
Die Stadt Köln verweist in dem Zusammenhang auch auf ihr Hitzeportal im Internet und gibt Tipps gegen Beschwerden bei Hitze. So soll man etwa die Mittagshitze meiden und kühle Orte aufsuchen – eine Karte gibt es online. Man soll stündlich ein Glas Wasser trinken, auch ohne Durstgefühl, da der Wasserverlust über die Haut an heißen Tagen erheblich ansteigt. Zudem nur kleine Portionen und leichte Kost essen. Auch das Eincremen der Haut mit Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor wird empfohlen, um sich vor Sonnenbrand und Hautkrebs zu bewahren.
Einen Aktionstag zum Thema „Hitze im Veedel“ hat die Stadt Köln am 11. Juni geplant, dem bundesweiten Hitzeaktionstag. Auf dem Neptunplatz in Ehrenfeld können sich Interessierte zu den Themen Klimawandel, Hitze und Gesundheit informieren. Auch sind „Hitzespaziergänge“ zu kühlen Orten im Veedel geplant. Zur direkten Abkühlung hatte die Stadt bereits das Projekt „Cooling Cologne“ ins Leben gerufen. Mit Schläuchen, die feinen Wassernebel versprühen, werden hierbei an bestimmten Tagen besonders hitzebelastete Bereiche am Severinskirchplatz, Rudolfplatz oder Chlodwigplatz abgekühlt, damit sich die Kölner und Besucher der Stadt erfrischen können.
