Im ausgetrockneten Flussbett der Donau machten Anwohner des bulgarischen Dorfes Ryahowo einen Sensationsfund.
Tausende Jahre altSensationsfund in ausgetrocknetem Flussbett

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Die Donau (hier in Regensburg) ist derzeit an vielen Orten auf einem niedrigen Pegelstand. In Bulgarien führte das zu einem Sensationsfund.
Die extrem niedrigen Pegelstände der Donau haben in Bulgarien einen Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts freigelegt.
Die Knochenteile hätten „sehr wahrscheinlich“ einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des Regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow. Sie wurden in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden.
Sensationsfund in ausgetrocknetem Flussbett
Nenow geht davon aus, dass das Tier zu seinem Todeszeitpunkt noch jung war. Neben den Zähnen wurden ihm zufolge Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor.
Für Archäologen sei es ein Glücksfund: Die Knochen seien gut erhalten. Anders als andere Mammutüberreste seien sie zudem an ein und derselben Stelle gefunden worden. Es sei also davon auszugehen, dass sie zu einem einzigen Tier gehörten, sagte Nenow. Wie alt die Knochen sind, lässt sich bisher nicht sagen. Mammuts gelten seit rund 4.000 Jahren als ausgestorben.
Ein Anwohner des Dorfes Ryahowo hatte die Knochen am Mittwoch zufällig entdeckt, bevor sie am Donnerstag ins Museum gebracht wurden.
Die Donau hat wegen fehlender Niederschläge und aufeinanderfolgender Hitzewellen seit Mai in einigen Abschnitten Rekordtiefstände erreicht. In Rumänien wurden wegen der niedrigen Pegelstände und des deshalb fehlenden Kühlwassers zwei Atomreaktoren vom Netz genommen. (afp)
