Ein Senior wurde zum Betteln gezwungen und ausgebeutet.
Perfide Tier-MascheBande versklavt Rentner für miesen Betrug

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Symbolbild: Nahaufnahme eines deutschen Polizeiautos mit „POLIZEI“-Schriftzug und Emblem seitlich.
Ein unfassbarer Skandal um Ausbeutung und Betrug erschüttert ganz Spanien. Die Guardia Civil hat in Bizkaia einen 80-jährigen Mann befreit, der von einem kriminellen Familienclan gefangen gehalten wurde. Die Verbrecher hatten den Rentner nach dem Tod seiner Frau kontaktiert und ihn schrittweise völlig unter ihre Kontrolle gebracht, sie haben sogar seine Rente einkassiert.
Die Beamten fanden den Mann in einem entsetzlichen Zustand vor: Er war verwahrlost, hatte kaum genug zu essen und war sozial komplett abgeschottet. Wurde er nicht gezwungen, auf der Straße zu betteln, hielt ihn die Bande in einem Zimmer gefangen. Aber das ist noch nicht die ganze Geschichte: Die Verbrecher nutzten seine Identität für ihre Zwecke, um eine Vielzahl von Bankkonten zu eröffnen und das Geld aus ihren Gaunereien zu waschen. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Die Polizei konnte im Zuge der Operation „Magna-Vallis“ die komplette Bande hochnehmen. Festnahmen gab es für 18 Personen in Bizkaia und eine weitere in Burgos. Gegen drei zusätzliche Personen wird strafrechtlich ermittelt. Mit gefälschten Anzeigen für Haustiere im Internet hatte die Gruppe mehr als 121 Menschen in ganz Spanien reingelegt, auch auf den Balearen gab es Geschädigte. Obendrein kamen zehn Fälle von gestohlener Identität ans Licht.
Ins Rollen kam alles im Februar 2025, als eine Person, die betrogen wurde, zur Polizei ging. Sie hatte 280 Euro für einen kleinen Hund überwiesen, der aber niemals geliefert wurde. Das Vorgehen der Kriminellen folgte stets dem gleichen Muster: Mit billigen Angeboten für die Adoption oder den Erwerb von Haustieren wurden Leute geködert. Danach verlangten sie ständig mehr Geld, zum Beispiel für Impfungen, den Transport oder Ausstattungsgegenstände.
Um die Herkunft des Geldes zu vertuschen, nutzte die Bande die „Smurfing“-Methode, bei der hohe Beträge in zahlreiche kleine Zahlungen zerstückelt werden. Die Fahnder spürten 57 Bankkonten und 23 Telefonnummern auf, welche mittlerweile durch eine richterliche Anordnung blockiert sind. Der Schaden, der bisher festgestellt wurde, liegt bei mehr als 36.000 Euro. Ein Teil der Beute sowie zu Unrecht bezogene Sozialgelder wurde von der Bande in Kryptowährungen angelegt, deren aktueller Wert auf circa 55.000 Euro beziffert wird.
Die Liste der Vorwürfe gegen die Festgenommenen ist lang: bandenmäßiger Betrug, Geldwäsche, Identitätsdiebstahl, Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel und Misshandlung. Die Guardia Civil gibt eine klare Warnung heraus: Seien Sie misstrauisch bei extrem billigen Tier-Anzeigen online und leisten Sie auf keinen Fall Vorauszahlungen. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, denn es wird nach zusätzlichen Geschädigten gefahndet. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
