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Pyro-Wahnsinn und RandaleTote und Verletzte in Silvesternacht

Aktualisiert

Die Silvesternacht hat mehrere Tote und Verletzte in Deutschland gefordert. Eine erste Bilanz.

Der Jahreswechsel in Deutschland ist nicht überall friedlich geblieben. Nach einer ersten Bilanz kam es bundesweit zu zahlreichen Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. In Berlin gab es Hunderte Festnahmen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren landesweit im Großeinsatz. Mindestens zwei Menschen starben durch Pyrotechnik, viele wurden verletzt.

In Bielefeld kamen zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben. In der Nähe von Rostock verlor ein 14-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.

Schwere Handverletzungen mit Amputationen – auch Kinder unter Opfern

Noch keinen Überblick gibt es, wie viele Menschen bundesweit verletzt wurden. Das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn meldete 25 Patienten „mit zum Teil schweren Handverletzungen mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand“.

Und: „Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat.“ Es wurde mit steigenden Zahlen gerechnet.

In Deutschland war die Polizei nach Angriffen auf Einsatzkräfte in den vergangenen Silvesternächten verstärkt vor allem in Städten unterwegs. Allein in Berlin waren 4.300 Polizisten im Einsatz. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warnte: „Der Spaß endet, wenn Menschen angegriffen werden.“

In Berlin verlief die Silvesternacht nach einer ersten Einschätzung der Polizei nicht ganz so problematisch wie in den vergangenen Jahren. Allerdings sei die Polizei immer wieder mit Böllern und Raketen angegriffen worden, sagte ein Sprecher. 21 Polizisten seien durch Knalltraumata nach dem Beschuss mit Böllern oder Gegenwehr von Verdächtigen leicht verletzt worden. Die Polizei nahm rund 400 Verdächtige kurzzeitig fest. Und auch am Silvesterabend und in der Nacht sei noch kiloweise illegale Pyrotechnik beschlagnahmt worden.

In Hamburg wurden nach bisherigen Erkenntnissen zehn Polizisten verletzt. Sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, wie die Polizei mitteilte. Wie schwer die Polizisten verletzt wurden, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

In Leipzig wurde die Polizei ebenfalls mit Pyrotechnik angegriffen. Auf die Einsatzkräfte wurden diverse Böller geworfen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Polizisten errichteten unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen. Auch in der Leipziger Innenstadt gab es diverse Feuer, wie dpa-Reporter berichten.

Neujahr 2026: Hier gab's die größten Partys

In der Hauptstadt Berlin feierten Tausende Menschen nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni gut gelaunt bei der offiziellen Freiluftparty der Hauptstadt. 25.000 Tickets hatten zur Verfügung gestanden.

Bei einer großen Silvesterparty auf der Ludwigstraße in München feierten nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hinein. Es sei alles ganz friedlich gewesen, sagte Katrin Strauch von der Veranstaltungsagentur Gral. „Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts.“

Anders als in den Vorjahren kam die ZDF-Silvestershow mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner diesmal aus der Hafencity in Hamburg und nicht aus Berlin. In der ARD präsentierte Florian Silbereisen zum zweiten Mal eine Silvestershow aus München.

Insgesamt 26 Stunden dauert es, bis der ganze Globus in das neue Jahr gerutscht ist. Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa im Pazifik auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüßt - zwölf Stunden nach Deutschland.

In den Niederlanden eskalierte die Lage zu Silvester. Im Nachbarland waren Böller und Raketen zu diesem Jahreswechsel zum letzten Mal erlaubt gewesen. In etlichen Städten musste die Polizei wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. Es gab mindestens einen Toten. Beamte wurden mit Molotowcocktails und Gehwegplatten beworfen. In Amsterdam stand eine Kirche in Brand. (dpa)