„Herzzerreißend“: Schwester schildert den Zustand von Natascha Kampusch mit bewegenden Worten.
20 Jahre nach Flucht aus der HölleFamilie macht große Sorge um Natascha Kampusch öffentlich

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Die Österreicherin Natascha Kampusch lebte acht Jahre in den Fängen eines brutalen Peinigers. Das Foto zeigt sie im Jahr 2019.
Aktualisiert
Ihr Schicksal hat die Menschen weltweit bewegt. Für 3.096 Tage befand sich Natascha Kampusch in den Händen ihres Peinigers Wolfgang Priklopil. Im Jahr 1998 wurde das damals zehnjährige Mädchen entführt, ihre Selbstbefreiung folgte 2006.
Aber auch beinahe 20 Jahre danach ist das Martyrium offenbar nicht zu Ende. Jetzt geht ihre Familie mit alarmierenden Neuigkeiten an die Öffentlichkeit. Ausschlaggebend hierfür ist offenbar ein Zusammenbruch.
Natascha Kampusch: Familie mit alarmierenden Nachrichten
Vor allem ihre Schwester, Claudia Nestelberger, wählt gegenüber dem ORF eindringliche Worte, um die Verfassung der mittlerweile 38-Jährigen zu schildern. „Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt“, erklärt Nestelberger. Sie ergänzt: „Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreißend und wir fühlen uns hilflos.“
Der Anlass für diese Maßnahme ist das nahende 20. Jubiläum von Kampuschs Flucht. Wegen vieler Presseanfragen wollten die Verwandten vermeiden, dass Gerüchte über sie entstehen – losgelöst vom Zusammenhang ihrer heiklen Situation. Dies ist eine gezielte Aktion, um die Deutungshoheit zu wahren.
Ernst Berger, der sie seit langer Zeit als Psychiater begleitet, befürwortet ebenfalls den Entschluss zur Transparenz. Er erläutert die Vorgehensweise laut „rtl.de“ so: „So wie wir damals die Entscheidung getroffen haben als Betreuerteam, wir wollen mit Ihnen kooperieren, so sehe ich die Situation jetzt auch.“ Es sei anzunehmen, dass sonstige Medien den Sachverhalt „aus einer völlig anderen Perspektive aufgreifen“ würden, sollte man nichts sagen.
Gleichzeitig zu den jetzigen Ereignissen wird ihre Geschichte wieder aufgegriffen. Eine neue Doku namens „Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit“ wirft einen Blick auf ihr Dasein nach der Selbstbefreiung. Der Beitrag behandelt zudem, wie stark sie unter Anfeindungen in der Öffentlichkeit und Misstrauen gegenüber ihrer Erzählung gelitten hat, obgleich diverse Untersuchungen ihre Schilderungen mehrfach untermauerten. (red)
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