Für Millionen war er der TV-„Arzt, dem die Frauen vertrauen“, aber das grelle Scheinwerferlicht ist für ihn heute eine Tortur. Der Darsteller Sigmar Solbach (79) erklärt, wieso er öffentliche Auftritte verabscheut und was ihm emotional zu schaffen macht.
TV-Star Sigmar Solbach rechnet ab„Seelisch weh“ tut ihm die Show-Welt

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Sigmar Solbach mit seiner Frau Claudia auf dem roten Teppich (Archiv).
Eine deutliche Aversion gegen das Showbusiness hat Sigmar Solbach entwickelt, den viele als „Dr. Stefan Frank“ in Erinnerung behalten. „Rote Teppiche sind nicht meine Welt. Da habe ich eine Phobie entwickelt. Diese Selbstdarstellung bereitet mir körperliche Schmerzen“, offenbarte er gegenüber der „Bild“-Zeitung, wie von der dpa gemeldet wird. Stattdessen verbringt er seine Zeit lieber beim Segeln oder im Kreis von Freunden.
„Mit Egos angefüllte“ Orte sind eine Qual
Besonders unerträglich findet der Darsteller Events, wo die Inszenierung der eigenen Person im Vordergrund steht. „Ich bekomme Atemnot, wenn ich mich in Räumen befinde, die mit Egos angefüllt sind. Wie bei Filmbällen“, so Solbach.
Ein solches Umfeld setzt ihm emotional stark zu. „Diese Schwingungen von Menschen, die nach Aufmerksamkeit buhlen, die wichtig sein und gesehen werden wollen, tun mir seelisch weh“, erläuterte der TV-Star.
Absage an das Fernsehen
Selbst mit dem Medium, das ihm zu Ruhm verhalf, hat er mittlerweile gebrochen. „Gedreht habe ich schon lange nicht mehr, obwohl ich das körperlich locker schaffen würde“, meinte Solbach. Um seine körperliche Verfassung zu belegen, nennt er ein erstaunliches Detail: „Ich habe dreimal mit dem Segelschiff den Atlantik überquert.“
Die Ursache für seine Fernseh-Zurückhaltung: unzureichende Drehbücher und mangelnde Einflussmöglichkeiten. „Aber mir haben die Bücher nicht gefallen. Und Regisseure und Schauspieler haben bei TV-Filmen kaum noch Mitspracherechte.“
Seine Passion hat er stattdessen auf der Bühne gefunden. Dort spürt er den unmittelbaren Draht zu den Zuschauern. „Ich spiele lieber Theater. Zu spüren, wie die Menschen dir zuhören, wie du ihnen direkt etwas vermitteln kannst, ist das schönste Geschenk.“ (red)
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