Nach den Äußerungen von Kasalla-Frontmann Basti Campmann und OB Torsten Burmester zum Thema „Ballermannisierung“ im Karneval, lassen nun die EXPRESS.de-User und -Userinnen auf Facebook ordentlich Dampf ab.
Nach Kasalla-StatementKölner Ballermann-Debatte eskaliert – „viel Anstand verloren“

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Wird Karneval immer mehr zum Ballermann? Kasalla-Frontmann Basti Campmann hat sich dazu geäußert.
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Ist Karneval noch ein Fest mit Tradition oder wird das Event immer mehr zur Ballermann-Party?
Eskaliert der Fastelovend in Köln? Kasalla-Frontmann Basti Campmann hat sich die kontroversen Kommentare von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bezüglich einer „Ballermannisierung“ Kölns vorgenommen und findet dazu erstaunlich klare Worte.
Karneval in Köln: deutliche Worte auf Facebook
Auch auf der Facebook-Seite von EXPRESS.de wird das Thema heftig diskutiert.
Überraschenderweise stimmt der Musiker dem Politiker teilweise zu. „Auf der Zülpicher Straße und in Teilen der Südstadt ist der Karneval zu einer reinen Saufveranstaltung geworden – das ist definitiv ein Problem“, so die Aussage von Campmann. Das berichtet „t-online“.
Bestimmte Tendenzen beim Feiern auf der Straße und in den Kneipen hält er für „problematisch“. Für Campmann ist die Sache klar: „Die Exzesse beim Karneval sind an einigen Orten außer Kontrolle geraten.“
Auf Facebook gibt es dazu bereits mehr als 160 Kommentare! (Stand, 10. Februar, 12 Uhr) Viele kritisieren die Veränderung des Karnevals:
- „Basti hat vollkommen Recht, denn auch em Fastelovend zeigt sich, dass in den letzten Jahren viel Anstand verloren gegangen ist.“
- „Der Karneval macht seit Jahren eine eklatante Veränderung durch. Das darf aber nicht dem gemeinen Volk in die Schuhe geschoben werden, das frei nach dem Motto ‚Jede Jeck is anders‘, in Teilen eine eigene Feier-Form, entwickelt hat. Selbst das FK und somit auch die Sitzungen der Vereine haben sich gewandelt, und ja, das mag nach aktuellem Verständnis Karneval sein, hät äver met Fasteloovend nix zo dunn. Einer der Gründe, warum ich als Aktivist schon vor Jahren, mein Karnevals-Gen verloren habe.“
- „Karneval hat sich verändert, vom Verhalten der Jecken bis zur Musik. Wenn man die Zülpicher und die Uniwiesen sieht… Wahrscheinlich bin ich zu alt, um das noch zu mögen. Dazu immer mehr Absperrungen und Security. Sicherheit aufgrund der Terrorgefahr. Man muss seine Ecken finden, die es irgendwie und irgendwo auch noch gibt.“
- „Was ich vom Karneval und den Sitzungen mitbekomme, ist Lasertechnik, Großwandbildschirme und Ballermann-Atmosphäre! DAS soll Kölner Karneval sein? Den kenne ich aus meiner aktiven Zeit noch anders! Keine 11 Jahre her! Die Lieder, die ich bis jetzt gehört habe, unterscheiden sich in keiner Weise. Sie unterscheiden sich noch nicht mal in den Gruppen, man erkennt nicht die individuelle Gruppe. Dazu kommt noch der Schlabberlook!“
- „Vielleicht sollten die Musiker mal überlegen, ob sie da eine gewisse Mitschuld tragen. Der Sinn des Fastelovends, gibt es den noch? Zuhören, singen, schunkeln, lachen – das alles zusammen vermisst man doch auf Sitzungen. Hinzu kommt, wer schwaad denn noch Kölsch? Ja, ich weiß, die Sitzungen der großen Gesellschaften sind alle ausverkauft, aber viele möchten auch den stillen Fastelovend. Nicht umsonst bekommt man keine Karten bei den Höösch-Veranstaltungen.“
- „Sogar Brings machen mit ihrer neuen Nummer einen auf Ballermann. Textlich geil wie immer, der Rest könnte auch am Ballermann laufen. Basti hat nicht unrecht.“
Stimmen, die den aktuellen Karneval noch lieben, sucht man vergeblich …
Ballermann oder tolle Feier? Wie ist eure Meinung zum Kölner Karneval? Meldet euch bei uns!


