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MallorcaKampf gegen Inflation: Grundsteuer fällt bei vielen Lebensmitteln jetzt komplett weg

Kunden und Kundinnen mit Einkaufstüten gehen durch eine Einkaufsstraße in Palma auf Mallorca.

Kunden und Kundinnen mit Einkaufstüten gehen durch eine Einkaufsstraße in Palma auf Mallorca.

Aufgrund der Inflation und den damit verbundenen Preiserhöhungen in vielen Bereichen hat die spanische Regierung neue Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger eingeführt. So fallen die Steuern für viele Lebensmittel komplett weg.

von Paulina Meissner (mei)

Nicht nur in Deutschland haben die Menschen mit der Inflation zu kämpfen, auch in anderen Ländern stiegen die Preise für alltägliche Produkte zuletzt rapide an. In Spanien und so auch auf der Urlaubsinsel Mallorca wurden nun weitere Maßnahmen zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger ergriffen. Wäre das auch eine Idee für Deutschland?

Bereits im vergangenen Jahr versuchte die spanische Regierung die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten, indem sie unter anderem den Tankrabatt einführt. Grund dafür waren die hohen Spritpreise. Dieser lief zum 1. Januar 2023 zwar aus, jedoch können die Menschen in Spanien nun an anderer Stelle sparen.

Inflation: Spanien senkt Steuern auf Grundnahrungsmittel 

Denn so wie im gesamten Land wurden auch auf Mallorca seit dem Jahreswechsel die Mehrwertsteuersätze für Grundnahrungsmittel gesenkt. Bei Brot, Mehl, Milch, Käse, Eier, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder auch die verschiedenen Getreideprodukte entfällt die IVA (Impuesto sobre el Valor Añadido) seit dem 1. Januar sogar komplett.

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Bislang wurden diese Lebensmittel mit einem Steuersatz von vier Prozent besteuert. Bei anderen Produkten wie etwa Nudeln und Öl wird der Steuersatz von zehn auf fünf Prozent reduziert. Und für Frauen gibt es weitere Vorteile. Denn der Steuersatz für Intimpflegeprodukte wie etwa Tampons und Binden wird seit diesem Jahr ebenfalls auf vier Prozent gesenkt.

Zum Vergleich: In Deutschland liegt der reguläre Steuersatz bei 19 Prozent. Es gibt allerdings Ausnahmen. So wird unter anderem auf Lebensmittel, Bücher und Zeitschriften, Personennahverkehr, Tickets für ein Konzert sowie Theater oder Museen und lebende Tiere lediglich 7 Prozent erhoben.  Auch auf Monatshygieneartikel für Frauen wie etwa Tampons gelten seit 2020 nur noch 7 Prozent, vorher waren es auch hier 19. 

Die Maßnahmen wurden aufgrund der wachsenden Inflation in Spanien ergriffen. Zuletzt waren die Preise für viele Produkte des alltäglichen Lebens um bis zu 30 Prozent gestiegen.

Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, sei mit der Umstellung der Steuersätze viel Arbeit für die Supermärkte und Discounter verbunden. So müssen sämtliche Etiketten neu beschriftet und ausgetauscht werden. Doch ein Grund zur Sorge sei dies für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht. Denn in den Kassensystemen sind die neuen Steuersätze bereits aktualisiert. 

Mallorca: So werden die Bürgerinnen und Bürger entlastet

Damit die Entlastungen auch wirklich bei der Bevölkerung ankommen, hat die spanische Regierung Vorkehrungen getroffen. Man wolle die Preisentwicklungen bei den Herstellern und Händler genau im Blick behalten, damit diese ihre Preise nicht sofort wieder aufschlagen und damit ihre Margen vergrößern.

So wurden laut der „Mallorca Zeitung“ auf den Balearen beispielsweise bereits vor der Umstellung der Steuersätze Preise registriert, um sie dann nach der Einführung der Entlastungs-Maßnahmen genau vergleichen zu können. Sollten bei Unternehmen wiederholt gezielte Preiserhöhungen festgestellt werden, so seien sogar Geldstrafen möglich. 

Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 30. Juni dieses Jahres. Sollte sich die Inflations-Lage in Spanien vor diesem Zeitpunkt wieder entspannten, so kann die spanische Regierung die Erleichterung bereits zum 1. Mai wieder zurücknehmen.(mei)