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Irre Kartoffel-AktionBauer kippt Tonnen auf Brüsseler Prachtplatz

Menschen entladen Kartoffeln von einem LKW auf einen Platz

Landwirt Holvoet protestiert mit Kartoffeln, entschuldigt sich beim König.

Ein Bauer und seine Protestaktion ziehen alle Blicke auf sich.

Brüssel erlebt eine krasse Protest-Aktion! Direkt auf dem berühmten Grand Place leerte der Bauer Aurélien Holvoet (32) aus dem wallonischen Ath eine komplette Anhängerladung Kartoffeln aus. Hintergrund der Aktion: In den letzten Tagen zeigten diverse Bauern ihren Unmut über den geplanten Handelspakt der EU mit den Mercosur-Ländern in Südamerika. Die Landwirte befürchten massiv einen unfairen Konkurrenzkampf.

Nach Einschätzung des Bauern könnten es bis zu 20 Tonnen Erdäpfel gewesen sein, die er dort abgeladen hat. Danach packte ihn die Reue, und er versuchte, sich beim Monarchen zu entschuldigen, und zwar mit einem Beutel Kartoffeln. „Ich hatte keine Ahnung, dass ich etwas falsch machte“, erklärte er. Immerhin seien die Knollen kein Abfall, sondern noch zum Verzehr geeignet gewesen. „Ich hoffe, sie sind zu Leuten gegangen, die hungrig sind. Aber ich fürchte, sie sind im Müll“, so der Landwirt. Allerdings kam es zu keiner persönlichen Aushändigung der Kartoffel-Entschuldigung an das Staatsoberhaupt. Das berichtet „FOCUS online“.

Die Aktion hatte für den Landwirt allerdings drastische Folgen. Er wurde mehr als 24 Stunden festgehalten und fühlte sich, „wie ein Verbrecher meiner Freiheit beraubt“. Ihm drohen nun Sanktionen für insgesamt 16 unterschiedliche Vergehen. Schon jetzt musste er eine Summe von 2700 Euro bezahlen. Aber die Unterstützung ist riesig: Eine Spendenkampagne im Internet brachte für ihn circa 30.000 Euro ein. Dieses Geld ist für die Bußgelder gedacht, und was übrig bleibt, soll nach Angaben der belgischen Zeitung „Nieuwsblad“ für einen guten Zweck gespendet werden.

Der kontroverse Pakt mit den Mercosur-Nationen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ist das Resultat von Verhandlungen, die sich über etwa 25 Jahre erstreckten. Mittlerweile haben 21 Mitgliedsländer der EU ihre Zustimmung erteilt. Für das endgültige Inkrafttreten ist nur noch das Votum des Europäischen Parlaments erforderlich. Mit dieser Entscheidung wird in den nächsten Monaten gerechnet. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.