In Illinois (USA) wurde ein 42-Jähriger nach einer Entführung und einem Sexualverbrechen zu 120 Jahren Haft verurteilt.
Starbucks-Parkplatz als TatortMann muss für brutale Tat 120 Jahre hinter Gitter

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Im US-Bundesstaat Illinois wurde ein Mann nach einer Entführung und einem Sexualverbrechen zu 120 Jahren Haft verurteilt. (Symbolbild)
Ein 42-jähriger Mann aus Illinois ist nach mehreren Schuldsprüchen wegen schwerer Entführung und schwerer Sexualdelikte zu insgesamt 120 Jahren Haft verurteilt worden. Wie das Magazin „People“ unter Berufung auf Gerichtsunterlagen und Behördenangaben berichtet, wurde Timothy D. (42) von einem Geschworenengericht in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Entführung sowie schwerwiegende sexuelle Straftaten.
Das Strafmaß wurde von Bezirksrichter Tim Berkley am zuständigen Gericht in Madison County festgesetzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ereignete sich die Tat am 11. November 2022 auf dem Parkplatz einer Starbucks-Filiale in Collinsville, Illinois.
DNA überführt ihn: 42-Jähriger muss 120 Jahre hinter Gitter
Den Ermittlern zufolge soll Timothy D. mit einem Messer bewaffnet in das Fahrzeug der Frau eingestiegen sein und sie gezwungen haben, in ein Wohngebiet im rund acht Meilen entfernten Troy zu fahren. Dort soll es zu dem sexuellen Übergriff gekommen sein. Anschließend ließ er die Frau nach Angaben der Behörden im Geschäftsbezirk von Collinsville zurück.
Die Polizei in Collinsville konnte den Tatverdächtigen nach eigenen Angaben mithilfe genetischer Genealogie identifizieren. Dabei werden DNA-Spuren vom Tatort mit genetischen Profilen aus genealogischen Datenbanken abgeglichen, um mögliche Verwandtschaftsbeziehungen zu ermitteln. Laut Ermittlern war Timothy D. zuvor nicht in polizeilichen DNA-Datenbanken erfasst.
Mann wählte Opfer gezielt aus
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Timothy D. bei einer polizeilichen Befragung erklärt haben, er habe den Ort gezielt ausgewählt, weil sich dort viele Frauen aufhielten. Zudem habe er das Opfer ausgesucht, weil sie allein gewesen sei. Die Frau sagte im Prozess aus, der Mann habe während des Übergriffs auf seinen Status als Veteran verwiesen.
Die Verteidigung hatte vor der Urteilsverkündung ein milderes Strafmaß gefordert und dabei auch den Veteranenstatus des Angeklagten angeführt.
Das Gericht verhängte nach Medienberichten und Gerichtsangaben mehrere Einzelstrafen, die sich insgesamt auf 120 Jahre summieren: 80 Jahre für schwere sexuelle Straftaten, 30 Jahre für die Entführung und 10 Jahre für ein weiteres Sexualdelikt. Nach den geltenden Strafvollzugsregelungen in Illinois muss Timothy D. voraussichtlich mindestens 68 Jahre verbüßen.
Die örtlichen Behörden begrüßten das Urteil und erklärten, von dem Verurteilten gehe für lange Zeit keine Gefahr mehr für die Bevölkerung aus. (jag)
