Der Rekord ist gefallen: Unfassbare 41,3 Grad – das gab es an einem Juni-Tag seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen noch nie.
Hitze-RekordUnfassbare 41,3 Grad! Deutschland schwitzt am heißesten Juni-Tag aller Zeiten
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Auf diesen Rekord hätten wir gerne verzichtet: Mit 41,3 Grad ist am Freitag (26. Juni 2026) die bislang höchste Temperatur in Deutschland überhaupt registriert worden. Bisher lag die Höchstmarke bei 41,2 Grad, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen.
Wie der Deutsche Wetterdienst am Nachmittag bestätigte, wurde der Rekordwert gegen 17 Uhr an einer Wetterstation in Saarbrücken gemessen. Dort war das Thermometer zuvor bereits auf 40,9 Grad geklettert.
Hitze: Mehrere Rekorde geknackt
Da der vorläufige Wert um 17 Uhr gemessen wurde, könnte die Temperatur im Laufe des Tages sogar noch höher liegen. Besonders heiß war es laut Wetterdienst außerdem in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und Kitzingen in Bayern mit jeweils 40,7 Grad am Nachmittag. Das alles sind vorläufige Werte - sie können vom Wetterdienst im Nachhinein noch korrigiert werden.
Mit dem Wert fallen einige Rekorde: Neben der bisher höchsten jemals gemessenen Temperatur auch der Juni-Rekord für Deutschland. Bisher hatte der bei 39,6 Grad gelegen, gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt. Im Saarland hatte der bisherige Allzeit-Rekord bei 40,2 Grad Celsius gelegen. Dieser wurde am 25. Juli 2019 in Neunkirchen-Wellesweiler registriert.
Seit Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen bis an und über die 40-Grad-Marke und lässt die Menschen kräftig schwitzen. Auch die Straßen leiden unter dem sogenannten Blow-up-Effekt. Die Belastung ist auch deshalb so groß, weil die Temperaturen aktuell nachts keine wirkliche Abkühlung bringen.
Extreme Wetterlagen die diese sind wegen der Klimakrise hierzulande häufiger geworden - und dürfte noch weiter zunehmen. Zahlen des Wetterdienstes belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat.
Durch die extreme Hitze verschärft sich auch die Wassersituation dramatisch. So gilt in Köln seit Mitte Juni ein Verbot der Wasserentnahme aus Bächen und anderen fließenden Gewässern im gesamten Stadtgebiet.
Wann wird es wieder kühler?
Und auch am Wochenende ist zunächst keine Abkühlung in Sicht. Am Samstag rechnet der Wetterdienst mit Temperaturen zwischen 36 und 41 Grad, lokal können sie sogar auf 42 Grad steigen. Und auch nachts kühlt es teilweise nur wenig ab. In der Nacht zum Sonntag sind im Nordwesten und Norden einzelne Gewitter mit Unwetterpotential möglich. Die Tiefstwerte liegen laut Vorhersage zwischen 25 und 18 Grad.
Am Sonntag drohen dann Gewitter, Sturmböen, Hagel und Starkregen. Die Hitzewelle verlagert sich dann etwas in den Osten: In der Lausitz kann es bis zu 41 Grad werden, im Osten und Südosten generell zwischen 39 und 41 Grad - im Rest von Deutschland zwischen 32 und 38 Grad.
Erst am Montag kommt etwas Abkühlung nach Deutschland. Es werde „nicht mehr so heiß wie zuvor“ bei Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, lokal seien bis zu 30 Grad möglich. (dpa)

