Die Hitze-Diskussion um Helene Fischers Köln-Konzerte kocht weiter hoch – und viele EXPRESS.de-Leserinnen und -Leser haben dazu eine klare Meinung.
„Risiko ist einfach zu groß“Helene Fischers Hitze-Konzerte: Leser haben klare Meinung

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Helene Fischer (hier bei ihrem Auftritt im Olympiastadion): Schon vor den Konzerten in Köln gibt es reichlich Diskussionen darüber, ob sie wegen der hohen Temperaturen abgesagt werden sollten, oder nicht.
Ist es einfach zu heiß für Helene? Oder steht der Party – mit Vorsicht und Umsicht – nichts im Wege, trotz extremer Temperaturen? In unserer Umfrage haben knapp 3000 Menschen zu dieser Frage abgestimmt (Stand: 26. Juni, 15.30 Uhr): Rund 84 Prozent finden, die Auftritte der Schlagerkönigin sollten in Köln abgesagt werden, weil die Temperaturen zu krass sind. Rund 16 Prozent halten eine Absage dagegen für Quatsch. Sie denken, die Sicherheitsmaßnahmen des Veranstalters sind ausreichend, sehen die Verantwortung bei den Fans.
Hintergrund: Helene Fischer spielt am Freitag (26. Juni 2026) und am Samstag im Rhein-Energie-Stadion. Erwartet werden bis zu 100.000 Menschen, parallel ist für Köln die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen, laut Prognose sind bis zu 41 Grad möglich.
Das sagen die Leserinnen und Leser zur Konzert-Diskussion
Der Veranstalter hatte zunächst geregelt, dass bis zu 1 Liter Wasser pro Person mitgebracht werden darf – nur in Tetrapacks, so hieß es anfangs. Handfächer und Mini-Ventilatoren sind erlaubt, im Stadion sollen Trinkwasserspender vorhanden sein.
Am Nachmittag lockerte der Veranstalter dann noch einmal die Maßnahme: Inzwischen dürfen auch kleine PET-Flaschen mit rein. In vielen Drogeriemärkten waren die Tetrapaks bereits ausverkauft.
Viele Rückmeldungen, die EXPRESS.de direkt über die App erreicht haben, drehen sich vor allem um das Risiko – und um die Frage, ob eine Absage nicht die vernünftigere Lösung wäre. Ein Leser schreibt: „Das Konzert zu verschieben ist, leider, die vernünftigere Lösung bei solchen Temperaturen. Das Risiko, dass jemand in der Masse umfällt, ist einfach zu groß. Egal ob durch Wärme oder durch zu wenig Flüssigkeit.“
Andere berichten, dass sie wegen der Hitze lieber zu Hause bleiben würden – auch wenn sie sich über die finanziellen Folgen ärgern. „Ein Livestream als Alternative wäre auch nett gewesen, wenn schon das Geld weg ist“, schreibt eine Leserin.
Sollten die Auftritte von Helene Fischer abgesagt werden?
In Köln sind bis zu 41 Grad möglich – und Helene Fischer spielt gleich zwei Konzerte im Rhein-Energie-Stadion. Sollten die Auftritte abgesagt werden?
Fest steht: Das Verschieben einer solchen Mega-Produktion dürfte für den Veranstalter extrem schwer sein – nicht nur finanziell. Die Tour von Helene Fischer ist eng getaktet, schon am 30. Juni gibt es den nächsten Auftritt in den Niederlanden.
„Man sollte auch an Helene Fischer denken“
Ein weiterer Punkt, den viele Leserinnen und Leser ansprechen: Nicht nur Fans, auch Künstler und Personal stehen bei den Temperaturen unter Belastung. „Meiner Meinung nach ist es einfach zu heiß, nicht nur für die Fans. Man sollte auch an Helene Fischer denken, die ihr Programm schmeißen muss, um die Fans zu begeistern“, heißt es in einer Nachricht.
Mehrfach fällt das Stichwort „Sicherheit geht vor“ – auch wenn die teuren Tickets verfallen. „Auch wenn es uns schwerfällt, wir werden nicht zum Konzert gehen. Schade um die teuren Karten“, heißt es. „Schließlich gibt es ja auch eine offizielle Hitzewarnung und man sollte auch an die Rettungskräfte, Mitarbeiter etc. denken.“
Eine Leserin aus dem Umland beschreibt zusätzlich die Anreiseprobleme und die Sorge vor der Hitze im Stadion: „Bei der Rekordhitze werden wir heute nicht zum Konzert fahren. Wir haben die Karten seit November beziehungsweise im November bestellt. Wir kommen aus Solingen.“ Wegen des unzureichenden Zugverkehrs müsse man mit dem Auto fahren – das sei ohnehin großer Stress. Dazu komme die Hitze in der Menschenmenge. „Also wir kommen nicht, wir lassen die Karten verfallen. Natürlich wäre es vom Veranstalter besser, wenn die das Konzert absagen oder verschieben.“
Auch die Verantwortung des Veranstalters wird in den Reaktionen immer wieder betont. Ein Leser schreibt: „Es ist eine überdimensionale Produktion, einen neuen Termin zu finden, ist wahrscheinlich in diesem Sommer nicht mehr möglich. Aber die Gültigkeit der Tickets auf nächstes Jahr zu legen, wäre ein Kompromiss.“ Der Leser überlegt noch, ob er am Samstag zum Konzert gehen soll, „aber was ist es wert?“
„Bei einer Absage müsste ja irgendwer die Kosten tragen“
Auf der EXPRESS-Facebook-Seite gibt es auch einige, die sich dafür aussprechen, dass das Konzert weiterhin stattfindet – trotz der Hitze. „In den südlichen Ländern steht ja das Leben auch nicht im Sommer still“, heißt es in einem Kommentar. „Bei einer Absage müsste ja irgendwer die Kosten dieser Großaktion tragen“, merkt der Nächste an. An anderer Stelle fragt ein User: „Warum? Ja, es ist warm, ja, wir haben Sommer, und alle, die dort hingehen, sind erwachsen. Was soll diese ganze Bevormundung? Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß mit Hitze umzugehen, und gut ist’s.“
Unterm Strich zeigt die Umfrage – und vor allem die Wucht der Reaktionen –, wie sehr die Hitze auch Fans von Helene Fischer spaltet. Viele wollen den Abend im Stadion unbedingt erleben, andere ziehen für sich die Reißleine. Klar ist: Bei diesen extremen Temperaturen wird aus Vorfreude schnell eine Risikoabwägung. (mg)
