Eine Reise mit der Fähre wurde für 27 Hunde zum tödlichen Verhängnis.
Tragödie auf der Fähre27 Jagdhunde qualvoll erstickt

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Mann mit Hund und Jagdbeute im Wald.
Am 1. November bot sich in Palmas Hafen ein entsetzlicher Anblick. In einem Fahrzeug, das mit einer Fähre aus Barcelona kam, fand man 27 verendete Jagdhunde. Von den 36 Tieren an Bord überstanden lediglich neun die Tragödie; man fand sie in einem Zustand nahe der Bewusstlosigkeit.
Das Unglück geschah Ende Oktober 2025. Ein Spediteur aus Katalonien wurde von einer Gruppe Jäger aus Mallorca engagiert, um ihre 36 Hunde für einen Jagdausflug nach Litauen und retour zu transportieren. Die Rückreise endete in einem Desaster. Die Guardia Civil stellte bei ihren Ermittlungen fest, dass die Belüftung und der Sauerstoffgehalt im Laderaum für so viele Tiere absolut nicht ausreichten. Außerdem fehlte es an der erforderlichen Betreuung auf der Seereise. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Jäger-Verband ist erschüttert: „Ein schwerer emotionaler Schlag“
Wegen eines möglichen Verstoßes gegen Tierschutzgesetze ermittelt die Guardia Civil jetzt gegen die Spedition und den verantwortlichen Fahrer. Die Chefin des Jagdverbands der Balearen, Marta Lliteres, sprach den Eigentümern der Hunde, die laut ihr „zutiefst betroffen“ seien, ihre Solidarität aus. „Für jeden Jäger sind seine Hunde nicht einfach nur Arbeitstiere, sondern unzertrennliche Gefährten“, führte sie aus. Sie bezeichnete den Tod der Tiere als einen „besonders schwerer emotionaler Schlag“.
In einer Erklärung unterstreicht der Verband, dass die Hundebesitzer „keinerlei Verantwortung“ für das Geschehene haben. Die Auswahl einer spezialisierten Firma sei bewusst erfolgt, mit dem Ziel, „bestmöglichen Bedingungen von Sicherheit und Wohlbefinden zu gewährleisten“.
Auch die beschuldigte Spedition hat sich zu den Vorkommnissen geäußert. Der Transport sei „unter Anwendung derselben Protokolle und Vorsichtsmaßnahmen“ wie bei jeder anderen Fahrt abgelaufen. Zuvor habe es niemals „zu einem Vorfall und zu keiner Beeinträchtigung der transportierten Tiere“ geführt.
Die Firma gibt an, der Lkw sei extra für die Beförderung lebendiger Tiere umgerüstet worden. Der Laster verfüge über einzelne Boxen sowie Lüftungsanlagen, um „geeignete Sicherheits- und Tierschutzbedingungen während der Fahrt“ sicherzustellen. (red)
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