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„Vierfach-Gott“ auf Gold-MissionDieser Eiskunstläufer sprengt alle Grenzen

Ilia Malinin auf Eis mit Olympischen Ringen und Schriftzug

Ilia Malinin auf Eis mit Olympischen Ringen und Schriftzug

Er kann, was niemand für möglich hielt.

Ein Name sorgt in der Eiskunstlauf-Szene für Furore: Ilia Malinin! Der 21-jährige Amerikaner, 1,74 Meter groß und mit markanter blonder Frisur, wird von seinen Anhängern ehrfürchtig „Quad-Gott“ oder „Vierfach-Gott“ genannt. Und warum? Weil er etwas geschafft hat, das lange Zeit als undenkbar galt: den vierfachen Axel zu meistern.

Was diesen Sprung so besonders macht? Er ist der einzige, der mit einer Vorwärtsbewegung beginnt. Für eine saubere Rückwärtslandung braucht es unglaubliche 4,5 Rotationen. Als erster und bislang einziger Athlet hat Malinin dieses Meisterstück während eines Wettbewerbs vollbracht – und das im zarten Alter von 17 Jahren bei der Junioren-WM. Seither bricht er einen Rekord nach dem anderen. Das berichtet „t-online“.

Im vergangenen Dezember legte er beim Grand-Prix-Finale in Japan noch eine Schippe drauf und verewigte sich erneut in den Geschichtsbüchern. Der amtierende Weltmeister schaffte es als allererste Person, sieben Vierfachsprünge in einem einzigen Auftritt zu landen – der berühmte Vierfach-Axel war selbstverständlich dabei. Die Belohnung: ein frischer Weltrekord in der Kür mit 238,24 Zählern.

Als die Musik seiner Kür im japanischen Nagoya ausklang, bebte die Arena. Daniel Weiss, einst selbst Eiskunstläufer und heute Kommentator für die „Sportschau“, war hin und weg: „Ein Lauf aus einer anderen Galaxie“. Er stellte die Frage in den Raum: „Wer soll diesen Mann vom Olympia-Sieg noch stoppen?“

Diese Frage ist mehr als angebracht. Immerhin hat der zweifache Weltmeister seit mehr als zwei Jahren keinen Wettkampf verloren. Seine Kombination aus Vierfach-Sprüngen und meisterhafter Kufenbeherrschung macht ihn zum klaren Favoriten für die Olympischen Spiele in Mailand. Der Erwartungsdruck ist enorm, aber Malinin will ihn für sich nutzen. „Es ist eine große Herausforderung, wenn die ganze Aufmerksamkeit, der ganze Fokus auf dir liegt, damit du olympisches Gold gewinnst“, erklärte er im Vorfeld der Winterspiele. Zugleich sei es aber auch „dein Moment, da rauszugehen und das zu tun, was du kannst“.

Selbst Rap-Ikone Snoop Dogg, der als historisch erster Ehren-Trainer das US-Team unterstützt, schaute bei dem Wunderkind im Training vorbei – und war total begeistert. „Er ist eine Zehn von zehn“, befand der Rapper und streckte alle Finger in die Luft. Voller Enthusiasmus ergänzte er: „Und wenn ich fünf weitere Hände hätte, würde ich die auch noch hochhalten“.

Malinins Olympia-Kalender ist prall gefüllt. Los geht es am Samstagabend mit dem Kurzprogramm des Teamwettbewerbs. Schon am Sonntag winkt die Chance auf seine erste Goldmedaille. Weiter geht es am Dienstag mit dem Einzel-Kurzprogramm, ehe drei Tage darauf in der Milano Ice Skating Arena die finale Entscheidung in der Kür fällt.

Die Ironie des Schicksals: Seine Eltern, beide ebenfalls frühere Olympia-Teilnehmer, wollten eigentlich verhindern, dass ihr Sohn den gleichen Weg einschlägt. Sie wussten zu genau um die Härte und den Verzicht, den dieser Sport fordert. Aber Ilia Malinin ist nicht nur in ihre Fußstapfen getreten – er hat den Eiskunstlauf auf den Kopf gestellt und hat schon das nächste Ziel vor Augen: Er glaubt, dass ein Fünffachsprung in der Zukunft machbar ist. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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