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Darknet-König auf Malle gekascht!Deutscher soll von der Insel aus krumme Geschäfte gesteuert haben

Handschellen, Ketten und verschiedene Gegenstände

Copyright: IMAGO / Rüdiger Wölk

Handschellen, Ketten und verschiedene Gegenstände

Razzia auf der Sonneninsel! Ein Deutscher, der Kopf einer riesigen illegalen Darknet-Seite sein soll, sitzt jetzt hinter Gittern.

Ein Riesen-Erfolg für die Polizei auf Mallorca! Ermittler aus Spanien und vom LKA Baden-Württemberg haben gemeinsam zugeschlagen. In der Ortschaft Calvià wurde der vermutete Betreiber von „CrimeNetwork“ dingfest gemacht. Über dieses kriminelle Portal im Darknet sollen Tausende Kunden verbotene Produkte und Services erworben haben. Bereits im Mai wurde auf der Insel ein anderer Deutscher verhaftet, der einen betrügerischen Web-Shop unterhalten hatte.

Der Fall rollte schon seit Januar 2023. Auslöser war ein internationales Gesuch um Rechtshilfe von den Behörden in Baden-Württemberg. Ein deutscher Staatsangehöriger geriet ins Visier der Fahnder. Er stand unter dem dringenden Verdacht, das Portal CrimeNetwork zu leiten. Laut den Ermittlern zählte es zu den bedeutendsten deutschsprachigen Marktplätzen für verbotene Deals im Darknet. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Versteckspiel mit den Fahndern

Die Fahnder schafften es, den Aufenthaltsort des Verdächtigen auf Mallorca zu ermitteln. Der Mann soll aber während der andauernden Untersuchungen massive Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben. So wechselte er mehrfach die Wohnung, was seine Ortung und Beobachtung deutlich komplizierter machte. Die Ermittler blieben ihm trotzdem auf den Fersen. Sie konnten die von ihm verwendeten Apparate und seine Kommunikationskanäle ausfindig machen.

Sein Portal hatte eine riesige Auswahl an verbotenen Waren im Sortiment. Darunter fielen der Verkauf von Rauschgift, gefälschten Papieren, geklauten Bankinformationen, Werkzeugen und Paketen für Phishing-Angriffe sowie illegaler Zugriff auf diverse Online-Dienste.

Alte Masche mit 100.000 Kunden

Bei CrimeNetwork handelte es sich offenbar um den Nachfolger eines kriminellen Portals mit demselben Namen. Jene Seite war am 12. Februar 2024 durch eine gemeinsame Operation des Bundeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main stillgelegt worden. Zum Zeitpunkt ihrer Stilllegung hatte das Vorgänger-Portal über 100.000 angemeldete Mitglieder.

Die Bezahlung der Deals erfolgte mittels eines Treuhandsystems. Bei Transaktionen mit Kryptogeld agierten die Betreiber als Vermittler und erhielten für jeden gelungenen Abschluss eine Gebühr.

Zugriff auf Mallorca und in Deutschland

Mit den richterlichen Genehmigungen in der Tasche erfolgte der Zugriff. Auf Mallorca durchkämmten die Einsatzkräfte zwei Anwesen, die mit dem Beschuldigten in Verbindung gebracht wurden.

Dabei beschlagnahmten sie eine Menge Computer, Speichermedien und andere für die Untersuchung wichtige Objekte. Laut Polizei gibt es deutliche Anzeichen, dass der Verhaftete wirklich am Betrieb und der Administration des Portals mitgewirkt hat.

An der Aktion waren neben der spanischen Polizei auch Beamte des Bundeskriminalamts und der Polizei aus Baden-Württemberg beteiligt.

Parallel dazu schlugen die Behörden auch in Deutschland zu: Es gab drei weitere Razzien und vier Festnahmen von Personen, die ebenfalls mit den Taten zu tun haben sollen.

Der Server von CrimeNetwork wurde vom Netz genommen. Wer die Seite jetzt aufruft, landet auf einem Portal der deutschen Behörden, das mit einem Video über die Gefahren von Cyberkriminalität informiert.

Der auf Mallorca geschnappte Mann wurde einem Richter präsentiert und sitzt nun in Untersuchungshaft, während das internationale Verfahren mit Deutschland läuft. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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