Bei Hürtgenwald (Kreis Düren) brennt der Wald. Ein erster Ortsteil wurde evakuiert. Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen.
Waldbrand wütet im Kreis DürenJetzt brennen schon 300 Hektar – Bundeswehr rückt an

Copyright: Federico Gambarini/dpa
Ein Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter unterstützt die Löscharbeiten beim Waldbrand im Hürtgenwald.
Aktualisiert:
In der Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein Waldbrand! Und es wird immer dramatischer, denn die Flammen bedrohen den Ortsteil Gey, in dem gut 1800 Menschen leben. Gey müsse „sofort evakuiert“ werden, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Freitagmorgen (14. August) mit.
Der Waldbrand breitet sich aus, bewegt sich auf den kleinen Ortsteil zu. Die Gemeinde appellierte: „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit!“ Eine Anlaufstelle für die Betroffenen wurde in der Grundschule und im Sport- und Schützenheim eingerichtet. Inzwischen ist die Evakuierung von Gey abgeschlossen.

Copyright: Federico Gambarini/dpa
Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht am Freitagmorgen (14. August 2026) über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).
Zahlreiche Feuerwehren kämpfen weiter gegen Flammen und Glutnester. Insgesamt rund 300 Kräfte. Inzwischen sind auch Löschhubschrauber im Einsatz. Bauern helfen seit Stunden unermüdlich beim Löschen. Die Bundeswehr ist am Morgen angerückt, um mit Panzern die Wege für die Einsatzkräfte im Wald freizuräumen. Schneisen wurden gezogen und sollen die Ausbreitung des Feuers eindämmen.
Wie der Kreis Düren aktuell bekannt gibt, stehen im Hürtgenwald inzwischen rund 300 Hektar in Flammen. Ein Krisenstab ist einberufen worden. Landrat Ralf Nolten, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und Bürgermeister Stephan Cranen sind seit der Nacht vor Ort.
Mehr News für dich
Unfalldrama in Köln
Person auf Baustelle tödlich verunglückt

Copyright: Federico Gambarini/dpa
Pionierpanzer der Bundeswehr fahren Freitagmorgen (14. August 2026) zu einem Waldbrand im Hürtgenwald in der Nähe des Ortsteils Gey.
Die Kölner Wehr unterstützt ebenfalls die Löscharbeiten. „Wir sind mit Fahrzeugen und 65 Kräften im Einsatz“, sagte ein Sprecher Freitagfrüh (14. August) gegenüber EXPRESS.de. Die Polizei Köln hat als größere Behörde die polizeilichen Maßnahmen übernommen. Sprecher Sascha Wallmeroth: „Wir unterstützen in den Bereichen der Evakuierung und halten durch Verkehrsmaßnahmen die Einsatz- und Rettungswege frei.“
Auch das EU-Waldbrandmodul, bestehend aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen, ist bei Hürtgenwald im Einsatz. Die Kräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz.
Am späten Donnerstagabend hatte die Gemeinde Hürtgenwald die Großschadenslage ausgerufen. In der Nähe von Großhau und Gey brannte zu dem Zeitpunkt ein Waldgebiet von rund 25 Hektar. Ein Übergreifen der Flammen auf die Orte könne nicht vollständig ausgeschlossen werden, hieß es. (iri)
Weitere Informationen folgen.

