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Feuer-Drama im „Todeswald“Großbrand wütet, wo US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg fielen

Die Fundstätte eines vermissten amerikanischen Soldaten mit einem Helm und Fotos.

Copyright: picture alliance / dpa

Die Fundstätte eines vermissten amerikanischen Soldaten liegt in Vossenack im Hürtgenwald (Archivfoto). Dort kämpften 1944/45 am Ende des zweiten Weltkrieges die Amerikaner gegen die deutsche Wehrmacht. 

Westlich von Köln liegt der Hürtgenwald, ein Ort blutiger Schlachten aus dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt lodern dort die Flammen und eine neue Gefahr bedroht den geschichtsträchtigen Boden.

Ein riesiger Waldbrand ist am Donnerstag (13. August) im Hürtgenwald ausgebrochen. Die Gegend war Schauplatz einer der opferreichsten Schlachten während des Zweiten Weltkriegs. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Bundeswehr bekämpft die Flammen. Dieser Ort westlich von Köln hat eine sehr düstere Vergangenheit.

In der Nordeifel tobte im Herbst und Winter 1944/45 eine der blutigsten Auseinandersetzungen des Krieges in Europa. Auf einem Areal von rund 140 Quadratkilometern zwischen Aachen, Düren und der Rur wollte die US-Armee von Belgien aus vorstoßen. Das Ziel war, den Rhein und Köln zu erreichen.

Der Wald wurde für die GIs zur "Todesfabrik"

Für unzählige amerikanische Soldaten wurde der Forst zu einem Ort des Schreckens. Sie gaben ihm den Namen „Death Factory“ – Todesfabrik. Der Vormarsch der Amerikaner geriet im September 1944 ins Stocken, was an Versorgungsproblemen und den massiven deutschen Befestigungen des Westwalls lag. Die Wehrmacht nutzte die gewonnene Zeit, um ihre Stellungen im Hürtgenwald zu verstärken: Es wurden Bunker gebaut, schwere Artillerie positioniert und heimtückische Minenfelder angelegt.

Die Region südöstlich von Aachen war für die US-Einheiten eine enorme Prüfung. Mit den steilen Hängen, schmalen Tälern und dichten Wäldern der Eifel waren die amerikanischen Truppen nicht vertraut. Das unwegsame Terrain machte den Einsatz von Panzern und Flugzeugen nahezu unmöglich, was den Vormarsch zu einem zähen und opferreichen Unterfangen machte. Ihre technische und numerische Überlegenheit schwand mit jedem Meter, den die US-Soldaten tiefer in den Wald vordrangen.

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Auch der weltbekannte Schriftsteller Ernest Hemingway war als Kriegsberichterstatter bei den amerikanischen Truppen dabei. Es wird angenommen, dass er seine Erlebnisse mit dem sinnlosen Sterben später in seinem Roman „Über den Fluss und in die Wälder“ verarbeitete. Der US-Armee gelang es erst Anfang März 1945, den Rhein zu erreichen.

Die Gefahr im Hürtgenwald war aber auch nach dem Ende der Kampfhandlungen nicht vorbei. Im Erdreich sind unzählige Minen und andere Munitionsreste verblieben. Aus diesem Grund ist das Areal für den Kampfmittelräumdienst bis heute eine gewaltige Aufgabe. (red)

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