Riesen-Aufregung am Rhein-Herne-Kanal! Eine Person soll ins Wasser gestürzt sein. Aber die ganze Suchaktion war eine Farce.
Üble Lüge in NRW-StadtFalscher Alarm legt 60 Retter lahm

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Ein Fake-Notruf hat am Samstag (8. August 2026) einen Großeinsatz am Rhein-Herne-Kanal (Archivfoto eines Einsatzes, bei dem ein vermisstes Kind gesucht wurde) ausgelöst.
Ein Alarm, der alles auf den Kopf stellt: Am Samstagabend um 18.21 Uhr erreichte die Feuerwehr in Herne eine dramatische Nachricht, die sofort für Hochbetrieb sorgte. Es hieß, ein Mensch sei von einer Brücke in den Rhein-Herne-Kanal gesprungen, habe noch mehrere Schwimmzüge gemacht und sei dann untergegangen.
Wegen der zahlreichen tragischen Badeunfälle in letzter Zeit wurde keine Sekunde gezögert. Schnell lief ein Großeinsatz an, auch dank einer provisorischen Wache für die Cranger Kirmes ganz in der Nähe.
Großeinsatz in Herne, dann die schockierende Entdeckung
Für anderthalb Stunden wurde der Kanal bei Crange komplett durchkämmt. Spezialtaucher gingen ins Wasser und ein Helikopter suchte aus der Luft – alles in der Hoffnung, eine Person zu finden. In der Spitze waren rund 60 Kräfte im Einsatz. Doch parallel zur aufwendigen Suche machte die Polizei eine schockierende Entdeckung: Der ganze Einsatz war grundlos. Es befand sich niemand in Notlage im Rhein-Herne-Kanal. Das berichtet „WDR“.
Die Nachforschungen brachten die Beamten schnell auf die Spur eines Verdächtigen, der für die Polizei bereits ein alter Bekannter ist. Ein 18-Jähriger aus Dorsten wird beschuldigt, den Alarm ausgelöst zu haben. Einem Sprecher zufolge hat dieser schon öfter mit solchen Falschinformationen für Ärger gesorgt. Nun wurde gegen den jungen Mann Anzeige erstattet.
René Bonn von der Feuerwehr Herne bekräftigte: „Im Rahmen der parallel durchgeführten polizeilichen Ermittlungen ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass der Notruf böswillig und ohne tatsächliches Einsatzgeschehen abgesetzt worden war.“
Die ganze Aktion bekommt einen besonders faden Beigeschmack angesichts der erschreckenden Statistik dieses Sommers in NRW. Laut DLRG gab es bis Ende Juli schon 50 Todesfälle beim Baden – einige davon ereigneten sich genau im Rhein-Herne-Kanal. Das große Aufatmen, dass diesmal niemand verletzt wurde, ist spürbar, aber die Wut über die sinnlose Aktion überwiegt.
Die Feuerwehr Herne betont, welch gefährliche Konsequenzen solche Scherze haben. Ein solcher Fehlalarm blockiert massiv Personal und Material. „Bei einem tatsächlichen Notfall können diese Einsatzkräfte und Einsatzmittel dadurch an anderer Stelle fehlen, wo sie dringend benötigt werden“, mahnt René Bonn. (red)
