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Stau-Chaos bis Köln Blanker Horror: Sauerlandlinie A45 noch für Monate voll gesperrt 

Ein Stau hat sich an einer Umleitung auf der Autobahn 45 an der Ausfahrt Lüdenscheid-Mitte gebildet.

Die Sperrung auf der Sauerlandlinie A45 bei Lüdenscheid hat Auswirkungen bis ins Rheinland.

Die A45 bei Lüdenscheid wird wegen eines Brückenschadens für Monate gesperrt bleiben, das Stau-Chaos ist bis ins Rheinland spürbar. Es soll dort nun eine Lösung wie auf der Leverkusener Brücke geben.

Die Sperrung der A45 bei Lüdenscheid war für viele Autofahrer und Spediteure die Hiobsbotschaft der vergangenen Woche – und am Mittwoch (8. Dezember) kam eine schlimme Folge-Nachricht obendrauf. Wie die zuständige  Autobahn GmbH mitteilte, bleibt die A45 für weitere drei bis vier Monate voll gesperrt.

Für die Freigabe zumindest des Pkw-Verkehrs müsse bis dahin eine Not-Verstärkung eingebaut werden. Parallel zu den Arbeiten soll eine Schrankenanlage aufgebaut werden, um den Schwerlastverkehr zukünftig an der Überfahrt der Brücke zu hindern – wie an der Leverkusener Brücke auch.

A45: Sauerlandlinie bei Lüdenscheid für mehrere Monate voll gesperrt

Das Verkehrsministerium in NRW hatte zuvor frühzeitige Notfallpläne gefordert.  „Die aktuelle Situation der Talbrücke Rahmede A45 hat zugleich gezeigt, dass das Land Nordrhein-Westfalen grundsätzlich eine intensivere Abstimmung mit der Autobahn GmbH braucht. Dazu gehören auch bessere Notfallpläne“, teilte das Ministerium mit. 

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In der Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag und Freitag will Nordrhein-Westfalen den Bund daher auffordern, sich künftig bei „unplanmäßigen Sperrungen“ von Autobahnen besser mit den Ländern zur Koordinierung des Verkehrs im nachgeordneten Netz abzustimmen. Es brauche für solche Fälle schnellstmöglich eine Task-Force mit allen Beteiligten, wie kommunalen Vertretern, Rettungsdiensten aber auch Kammern und Verbänden, hieß es.

Auch müssten bei Umleitungsrouten die Sorgen der Anwohner was Lärmschutz, zusätzliche Emissionen und Verkehrssicherheit betrifft genauso berücksichtigt werden, wie die Bedürfnisse der Wirtschaft.

Sperrung der A45: „Gefahr im Verzug“ wegen Schäden an Talbrücke Rahmede

Ein Autobahn-Sprecher teilte mit, dass bei der Talbrücke Rahmede Gefahr im Verzug gewesen und eine unmittelbare Sperrung unumgänglich gewesen sei. „Es blieb daher keine Zeit für umfangreiche Abstimmungen.“ Landesbehörden und Kommunalbehörden habe man „sofort angerufen“. Generell sei auch die Autobahn Westfalen für eine enge Abstimmung mit allen Betroffenen.

Bei einer Kontrolle der Konstruktion auf der wichtigen Autobahnverbindung vom Ruhrgebiet in den Süden Deutschlands hatten Experten am Donnerstag (2. Dezember) bei einem Laserscan eine Verformung von Brückenteilen entdeckt. Sofort stoppten die Verantwortlichen den Verkehr.

Und es ist eng auf dem Kölner Autobahnring, denn als Ausweichrouten stehen für den Lkw-Verkehr derzeit nur die A1, A3 und A4 zur Verfügung.

Marode A45-Brücke: Öffnung nach Vorbild der Leverkusener Rheinbrücke

Die Brücke (samt des Autobahnabschnitts) wird nun für Monate gesperrt bleiben, allerdings haben die Experten bereits eine weitere Verformung entdeckt. 

Bei der Planung der Talbrücke in den 1960er Jahren war man noch von einer täglichen Belastung von etwa 25.000 Fahrzeugen ausgegangen. Inzwischen rollen täglich rund 64.000 Fahrzeuge über das mehr 450 Meter lange Bauwerk - davon etwa 13.000 Lkw.

Die plötzliche Sperrung der auch für den Fernverkehr wichtigen Strecke hatte zunächst für lange Staus und völlig überlastete Umleitungsstrecken im Stadtgebiet von Lüdenscheid gesorgt. Laut Autobahn GmbH und Landesbetrieb Straßen.NRW ist die Umleitungssituation bereits über das Wochenende schrittweise optimiert worden. (smo/dpa)

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