Nach dem Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen richten Betroffene schwere Anschuldigungen gegen die Mitarbeitenden.
Wut-Anklage in GelsenkirchenKunden entsetzt: „Sie haben uns nachgeäfft“
Aktualisiert
Nach dem Sparkassen-Coup in Gelsenkirchen stehen zahlreiche Kunden und Kundinnen vor dem finanziellen Aus. „Mein ganzes Geld ist weg“, jammert Frank, der am Mittwochmorgen (31. Dezember 2025) vor der ausgeraubten Filiale ausharrte.
Seine gesamte Rente, über ein Jahrzehnt mühselig angesammeltes Bargeld, ist futsch. Der Pensionär hatte vor, sich mit dem Gesparten eigentlich größere Träume zu verwirklichen. Ihm fehlt nun ein Betrag, den er mit einem „guten Mercedes“ aufwiegt.
Sparkassen-Führung brach ihr Wort
Von der Katastrophe erfuhren Frank und seine Gattin Ilona am Montagmorgen beim Shoppen. Unverzüglich hasteten sie zum Geldinstitut und standen plötzlich mitten in einer erregten Menschenansammlung mit Polizeibeamten.
Aber nicht allein der finanzielle Schaden macht das Ehepaar rasend. Es sind die unglaublichen Vorkommnisse, die sich laut ihrer Schilderung in der Bank ereigneten. Ilona erzählt von Angestellten, die „noch schön ein Meeting gemacht, sind mit Brötchentüten in der Hand dorthin“. Manche sollen von einer Empore herab die verzweifelten Menschen beobachtet haben.
Die Krönung der Frechheit: „Eine Dame hat die Leute nachgeäfft. Das ist sehr makaber gewesen.“ Die Atmosphäre sei dann komplett umgeschlagen, nachdem die Sparkassen-Führung ihr Wort brach, um 11.30 Uhr erneut zu öffnen. „Das war hausgemacht von der Sparkasse“, sagte Ilona laut „FOCUS online“.
Ehepaar bestreitet Schilderung von Tumulten
Das Paar widerspricht vehement der Behauptung, die Kunden hätten die Schalterhalle gestürmt. „Dass die Menge den Vorraum gestürmt hat, stimmt so gar nicht“, macht Ilona deutlich. Zwar sei ein Mann „ein bisschen lauter und wütend“ aufgetreten, doch man habe ihn umgehend hinausbefördert. Aus reiner Verzweiflung seien die Rufe „Wir wollen rein“ entstanden, da es keinerlei Auskünfte gab.
Frank, der zwei Stunden ausharren musste, bis er seine vom Automaten geschluckte Karte zurückbekam, bekräftigt: „Es war nicht so, dass die Leute randaliert haben.“ Der gesamte Austausch fand ausschließlich mit Sicherheitsleuten und der Polizei statt; von der Sparkasse selbst zeigte sich niemand.
Bei dem Einbruch wurden mehr als 3000 Schließfächer aufgebrochen. Für die Geschädigten ist es ein absolutes Mysterium, wie die Einbrecher das bewerkstelligen konnten. Die Sicherheitsmaßnahmen beschreibt Frank als eigentlich solide: eine 50 Zentimeter starke Panzertür, Videoüberwachung und Zutritt nur per Scheckkarte. „Aber für die war es ein einfaches Spiel. Sie kommen durch die Wand und keiner kriegt es mit“, äußert er sprachlos. Unter den Kunden macht sich Misstrauen breit. Die allgemeine Stimmung fasst Ilona so zusammen: „Viele fragen sich, ob sich die Bank seit Jahrzehnten ausgeruht hat“.
Ängste der Kunden und Kundinnen sind gewaltig
Die Leute standen auch am Mittwoch vor geschlossenen Türen, lediglich Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes erteilen Informationen. Die Ängste sind gewaltig. Eine Kundin berichtet, dass sie in ihrem Schließfach Geld für ihr Begräbnis aufbewahrt hatte – dieses ist ebenfalls fort.
Viele rätseln, auf welche Weise sie den Inhalt ihrer Fächer belegen sollen, um die Versicherungssumme von höchstens 10.300 Euro zu erhalten. Der in den sozialen Netzwerken verbreiteten Anschuldigung, es gehe um Schwarzgeld, widerspricht das Paar energisch. Frank erläutert, dass er aufgrund mickriger Zinsen und Abhebungsgrenzen sein Geld lieber sofort griffbereit haben wollte. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
