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Tragödie in Crans-MontanaAugenzeugen packen aus: So wurde die Bar zur Flammen-Hölle

Feuerwehrausrüstung in einem offenen Fach

Feuerwehrausrüstung bereit, doch Bar fehlten Löscher (Symbolbild).

Nur einen Tag vor der Katastrophe feierten zwei Teenager in dem Unglücks-Lokal.

Die Schreckensnacht von Crans-Montana – die beiden Schüler Flavio Casella und Fabio Falletta (beide 18) erlebten sie aus allernächster Nähe mit. Einem riesigen Zufall haben sie es zu verdanken, dass sie Silvester nicht im Club „Le Constellation“ verbrachten. „Wir wollten dort eigentlich etwas trinken, aber dann hat uns eine Schweizer Gruppe mit in eine andere Bar genommen“, berichtet Casella. Dieser Zufall war ihre Rettung.

Als die zwei jungen Italiener später doch wieder zu der Bar wollten, die sie eigentlich besuchen wollten, erlebten sie eine Szene des Schreckens. „Mädchen haben geschrien und nach dem Krankenwagen gerufen“, schildert Casella die furchtbaren Momente. Wegen des extremen Rauchs und intensiven Gasgeruchs war an Helfen nicht zu denken. Der Schock sitzt immer noch tief: „Wir versuchen, nicht darüber nachzudenken. Wir hätten dort drinnen sein können. Das ist schwierig.“ Das berichtet „FOCUS online“.

Gravierende Sicherheitsmängel im Club

Die beiden waren extra zum Partymachen nach Crans-Montana gereist und kannten das Lokal vom Abend davor. Im Nachhinein betrachten sie die Sicherheitslage dort mit großer Sorge. Oben habe es zwar eine große Zone für Raucher gegeben, denn der Club war laut Falletta für seine Wasserpfeifen berühmt. „Aber unten war es eng und es gab kaum Platz.“ Falletta erinnert sich auch an die seltsame Deckenverkleidung, die an Dämmmaterial aus einem Musikstudio erinnerte. Laut Fachleuten könnte exakt dieses Material den verheerenden „Flashover“ verursacht haben.

Zwei weitere Beobachtungen der Freunde sind extrem beunruhigend. „Es gab keine Feuerlöscher“, meint Falletta. Er habe jedenfalls keinen einzigen entdeckt. Und Casella nennt noch einen weiteren lebensgefährlichen Mangel: „Wir haben außer dem Haupteingang keine anderen Auswege gesehen.“ In dem engen Kellergeschoss wurde die einzige Treppe bei der Massenpanik vor dem Feuer anscheinend zu einer Todesfalle. Andere Überlebende berichteten sogar, sie hätten mit Tischen die Fenster zertrümmern müssen, um sich nach draußen zu retten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.