Nach Bank-Einbruch: Gigantischer Überstunden-Aufwand.
Ermittler am LimitNach Sparkassen-Einbruch: Fast 5000 Zwölf-Stunden-Schichten

Copyright: Polizei Gelsenkirchen/dpa
Der verwüstete Tresorraum nach dem Einbruch (Archivbild)
Wahnsinns-Einsatz nach Bank-Einbruch: Diese Zahl an Überstunden leisteten Beamte für die Sparkasse
Die Ermittlungen zum aufsehenerregenden Bank-Einbruch in Gelsenkirchen fordern die Polizei in NRW enorm. Eine aktuelle Zahl des Innenministeriums enthüllt nun die gigantische Dimension der Arbeit. Die Menge der Zusatzschichten ist gewaltig.
Ein enormer Kraftakt nach dem großen Coup in Gelsenkirchen: Um die Verantwortlichen zu schnappen, absolvierten Beamte in NRW insgesamt 4.491 Schichten von je zwölf Stunden. Diese Information stammt laut dpa aus einem Dokument, das dem Düsseldorfer Landtag vom Innenministerium vorgelegt wurde.
Tausende Objekte im zerstörten Tresor
Die Polizei erklärte, dass die Zusatzschichten für folgende Zwecke dienten: „Aufgaben wie die Beweissicherung und Asservierung von Gegenständen im Tresor- und Archivraum, aber auch Zeugen- und Geschädigtenvernehmungen sowie Ermittlungen hinsichtlich eingegangener Hinweise.“
Bereits kurz nach der Tat hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) angekündigt, dass die Ermittlungen pausenlos in drei Schichten laufen würden. Eine riesige Herausforderung war die Arbeit im völlig zerstörten Tresor, wo die Einsatzkräfte zehntausende Objekte prüfen und erfassen mussten.
Sonderkommission „Kernbohrer“ ist den Tätern auf der Spur
Die polizeiliche Besondere Aufbauorganisation (BAO) bestand zwischenzeitlich aus 350 Ermittlern. Diese wurde im März zur Ermittlungskommission „Kernbohrer“ umbenannt. Eine Polizeisprecherin aus Gelsenkirchen bestätigte, dass in dieser Einheit nach wie vor „zahlreiche“ Kollegen tätig sind. Der Fokus liegt auf: „Geschädigtenvernehmung, Auswertung von Spuren und Prüfung von Zeugenhinweisen.“ Weitere Informationen werden „aus taktischen Gründen derzeit nicht“ preisgegeben.
Überstunden auch wegen Terror-Bedrohung
Die SPD-Fraktion im Landtag hatte eine Anfrage bezüglich der Zusatzschichten gestellt. Konkret wollte die Abgeordnete Christina Kampmann erfahren, in welchen Situationen diese spezielle Regelung seit Beginn des Jahres 2024 zum Einsatz kam.
Aus der Antwort des Innenministeriums geht hervor, dass die langen Schichten außer beim Bank-Einbruch nur ein weiteres Mal angeordnet wurden. Dies geschah im Kontext einer möglichen Anschlagsgefahr in Essen im Jahr 2025. In diesem Fall leistete die Polizei 1.781 Zusatzschichten, nachdem im Juli eine Person unter Terrorverdacht in Haft genommen wurde.
Die SPD-Abgeordnete Kampmann verlangt daher Konsequenzen und mahnt an, es müsse „die ernsthafte Prüfung“ geben, „ob für solche wiederkehrenden Sondereinsätze dauerhaft speziell dafür vorgesehenes Personal vorgehalten werden muss, um die reguläre kriminalpolizeiliche Arbeit nicht weiter zu schwächen.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
