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Update

Waldbrand wütet im Kreis DürenLage dynamisch – Feuer weiter außer Kontrolle – Wind dreht sich

Aktualisiert:

Bei Hürtgenwald (Kreis Düren) brennt der Wald. Ein erster Ortsteil wurde evakuiert. Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen. 

In der Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein Waldbrand! Und es wird immer dramatischer: Inzwischen brennen rund 300 Hektar, der kleine Ortsteil Gey wurde evakuiert.

Zahlreiche Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen unermüdlich mit.

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Waldbrand im Kreis Düren

Kölner Feuerwehr hilft in Hürtgenwald – Warnung auch für Köln

Der aktuelle Stand im Kurz-Überblick:

  1. Feuer: Seit Freitag brennen rund 300 Hektar Wald in Hürtgenwald. Ein kontrolliertes Gegenfeuer am Ortsrand von Gey soll eine weitere Ausbreitung verhindern. Die Lage ist auch am Nachmittag noch nicht unter Kontrolle.
  2. Evakuierung: Inzwischen mussten knapp 2000 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie fanden Unterkunft bei Familie, Freunden und in Notunterkünften. Das Feuer ist 150 bis 200 Meter von der Siedlung entfernt.
  3. Einsatzkräfte: Technisches Hilfswerk, Malteser, DRK und die Bundeswehr unterstützen die Feuerwehren vor Ort.

Wir halten euch auf dem Laufenden:

  1. 15.49 Uhr: Die Lage ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Die Lage ist dynamisch, da sich Wind dreht“, hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung. Wie eine Sprecherin des Landkreises Düren an Nachmittag sagte, konzentrierten sich die Einsatzkräfte aktuell weiterhin darauf, ein Übergreifen der Flammen auf den in der Nacht geräumten Ortsteil Gey zu verhindern. „Das ist jetzt das, worauf sich alle konzentrieren“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
  2. 15.46 Uhr: Die Rauchschwaden sind weithin zu sehen. Auch bei der Reit-WM in Aachen blicken Zuschauer und Zuschauerinnen besorgt in den Himmel.
  3. 15.28 Uhr: Der Fliegerhorst Nörvenich unterstützt bei der Brandbekämpfung. Hubschrauber können dort tanken. Zudem wird vom taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ zusätzliches Personal für den Flugbetrieb eingesetzt.
  4. 14.21 Uhr: Friedrich Merz (CDU) dankt den Einsatzkräften via X. Der Bundeskanzler teilte mit, dass er über die Entwicklung laufend unterrichtet werde. „Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz“, schrieb Merz.
  1. 13.34 Uhr: Am Waldrand wird eine zweite Schneise gebaggert. Im Wald auflodernde Flammen werden von den Löschhubschraubern direkt gelöscht.
  2. 13.24 Uhr: Die Feuerwehr hat ein kontrolliertes Gegenfeuer am Ortsrand von Gey gezündet, berichtet die „Aachener Zeitung“. So soll dem Feuer die Nahrung entzogen und die Ausbreitung des Waldbrandes gestoppt werden.
  3. 12.51 Uhr: Ein gerade erst in Dienst gestelltes Spezialfahrzeug des Landesbetriebs Wald und Holz, der sogenannte „Fire Fighter“, ist zur Unterstützung angerückt.
  4. 12.41 Uhr: Der Dürener Reiterverein und umliegende Vereine und Höfe mit ehrenamtlichen Helfern unterstützen beim evakuieren gefährdeter Pferde.
  5. 12.38 Uhr: Laut Landrat Ralf Nolten (CDU) ist das Feuer näher an den Ortsteil Gey gerutscht. Eine Kreissprecherin spricht von rund 150 bis 200 Metern. Solange die Flammen nicht in die Baumkronen schlagen, seien die Meterangaben allerdings noch nicht entscheidend, so Nolten. Löschzüge würden versuchen, „den nassen Riegel vorzuschieben“.
  6. 12.37 Uhr: Jetzt erreicht der Brandrauch auch das Bonner Stadtgebiet! Die WarnApp Nina wurde entsprechend ausgelöst. Bonn liegt rund 70 Kilometer von Hürtgenwald entfernt.
  7. 12.30 Uhr: Experten aus ganz Deutschland sind inzwischen vor Ort und beraten, wie das Feuer gestoppt werden kann.
  8. 12.29 Uhr: Die Feuerwehr befürchtet, dass die Flammen in Kürze am Ortsrand von Grey durch den Wald brechen könnten. Die dort liegenden, verdörrten Felder sollen jetzt gegrubbert werden. Dabei wird der Boden umgepflügt, damit sich die Felder nicht entzünden.
Ein Hubschrauber ist vor einer Rauchwand in der Luft, auf dem Boden stehen zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.

Copyright: AFP

Einsatz in Hürtgenwald: Unzählige Kräfte sind vor Ort.

  1. 12.09 Uhr: Der Brandrauch zieht immer weitere Kreise. Die WarnApp „Nina“ wurde zunächst für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ausgelöst, inzwischen gilt es für den gesamten Kreis. Es wird vor Geruchtsbelästigung und Rauchniederschlag gewarnt und empfohlen, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Auch Teilgebiete des Kreises Euskirchen sowie Erftstadt sind betroffen.
  2. 12 Uhr: Der Kreis Düren hat für Spontanhilfe ein Formular auf seiner Webseite eingerichtet. Wer Hilfe sucht oder Hilfe anbietet, kann sich registrieren. Alle Angebote werden dort gebündelt und koordiniert.
  3. 11.49 Uhr: Die Feuerwehr Köln hat inzwischen rund 70 Kräfte und 18 Fahrzeuge an die Einsatzstelle entsandt. Darunter auch eine Drohne sowie geländefähige Erkundungsfahrzeuge (Grenadiere), die erstmals im Einsatz sind.
  4. 11.35 Uhr: Wasserwerfer sind im Einsatz, um das Feuer von der Seite einzudämmen.
  5. 11.33 Uhr: Die Stadt Düren fordert die Bewohner im südwestlichen Stadtteil auf, geschlossene Räume aufzusuchen. Es kommt zu Rauchgeruch und Rauchniederschlag, gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.
  6. 11.32 Uhr: Die Feuerwalze steht offenbar kurz vor dem Ortsteil Gey. Laut „Bild“ sind es nur noch zehn Meter bis zu den verlassenen Häusern.
  7. 11.31 Uhr: Laut der Stadt Düren sind aktuell keine weiteren Maßnahmen, insbesondere Evakuierungen, vorgesehen.
  8. 11.26 Uhr: Weltkriegsmunition erschwert die Löscharbeiten. Im 2. Weltkrieg war der Hürtgenwald Schauplatz schwerer Kämpfe. „Das Gelände ist doch sehr schwierig, und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten, Landrat des Kreises Düren. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“
  9. 10.59 Uhr: Der Kreis Düren hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Wer Unterstützung benötigt, kann sich für Hilfsangebote und/oder Auskünfte an den Kreis Düren wenden: 02429 3090.
  10. 10.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst dankt allen Einsatzkräften. Auf X schreibt er: „Unser Land hält zusammen.“
  1. 10.27 Uhr: Die Feuerwehr spricht inzwischen von einem „Red Flag Day“. Grund sind die wechselnden Winde und die niedrige Luftfeuchtigkeit. Laut „WDR“ wurden weitere 150 Feuerwehrleute wurden – zusätzlich zu den aktuellen 200 – angefordert.
  2. 10.13 Uhr: Löschhubschrauber holen Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. Landwirte helfen und besorgen Wasser. Auch Forstarbeiter sind im Brandeinsatz.
  3. 10.12 Uhr: Die Notunterkünfte in der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim, die für Betroffene eingerichtet worden waren, müssen jetzt ebenfalls wegen des Ascheregens evakuiert und nach Düren verlegt werden. Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, sind erste Busse vor Ort eingetroffen.
  4. 10.11 Uhr: Auf der A4 sind die Ausfahrten Düren und Langerwehe ab sofort gesperrt. Die Ausfahrten würden als Rettungszufahrten für Einsatzkräfte benötigt, so die Autobahn GmbH. Die Auffahrten an beiden Anschlussstellen sind aber frei.
  5. 9.52 Uhr: Die Flammen sind nur noch 200 Meter vom evakuierten Ortsteil Gey entfernt .
  6. 9.48 Uhr: Vier NRW-Wasserwerfer mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen sind auf dem Weg zum Einsatzort. Außerdem zwei NRW-Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehältern, sogenannten Bambi Buckets.
  7. 9.46 Uhr: Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stehen zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei unter der Abteilungsführung der Kölner Polizei zur Verfügung.
  8. 9.29 Uhr: Die Feuerwehr holt größere Hubschrauber der Bundespolizei mit mehr Traglast. Wehrsprecher Peter Berndgen: „Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser.“
  9. 8.28 Uhr: Wie der Kreis Düren aktuell bekannt gibt, stehen im Hürtgenwald inzwischen rund 300 Hektar in Flammen. Das entspricht etwa 420 Fußballfelder. Ein Krisenstab ist einberufen worden. Landrat Ralf Nolten, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und Bürgermeister Stephan Cranen sind seit der Nacht vor Ort.
  10. 8 Uhr: Die Evakuierung des kleinen Ortsteils Gey ist abgeschlossen.
  11. 7.42 Uhr: Pionierpanzer der Bundeswehr rücken an, um die Wege für die Einsatzkräfte im Wald freizuräumen. Schneisen wurden gezogen und sollen die Ausbreitung des Feuers eindämmen.
Zwei Räumungspanzer der Bundeswehr stehen auf einer Wiese.

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

Räumungspanzer der Bundeswehr stehen in Hürtgenwald bereit.

  1. 7.35 Uhr: Drei Löschhubschrauber sind im Einsatz.
  2. 6.07 Uhr: „Wir sind mit Fahrzeugen und 65 Kräften im Einsatz“, erklärt ein Sprecher der Kölner Feuerwehr gegenüber EXPRESS.de. Ein Einsatzstab der Polizei Köln koordiniert die polizeilichen Maßnahmen.
  3. 4 Uhr: Die Gemeinde Hürtgenwald ordnet die sofortige Evakuierung des Ortsteils Gey an – rund 1800 Menschen sind betroffen. Die Flammen bewegen sich auf Gey zu. Der Appell: „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit!“ In der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim wurde eine Notunterkunft eingerichtet.
  4. 22 Uhr: Es brennen rund 25 Hektor eines Waldgebietes bei Hürtgenwald (Kreis Düren) in der Nähe der Ortsteile Großhau und Gey. Die Gemeinde rief eine Großschadenslage aus, die B399 wird gesperrt.
Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht am Freitagmorgen (14. August 2026) über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Bereits am Donnerstagnachmittag bat der Kreis Düren um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Das EU-Waldbrandmodul, das durch mehrere NRW-Feuerwehren getragen wurde, wurde in die Gemeinde Hürtgenwald beordert. Bei diesem Einsatz besteht das Modul aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen. Die Kräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz.

Am späten Donnerstagabend hatte die Gemeinde Hürtgenwald die Großschadenslage ausgerufen. In der Nähe von Großhau und Gey brannte zu dem Zeitpunkt ein Waldgebiet von rund 25 Hektar. Ein Übergreifen der Flammen auf die Orte könne nicht vollständig ausgeschlossen werden, hieß es. (iri)

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