1

Update

Feuer in HürtgenwaldLage entspannt sich zunemend – „Glutnester eindämmen“

Aktualisiert:

Bei Hürtgenwald (Kreis Düren) brennt der Wald. Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und die Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen. 

In der Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein Waldbrand! Und es wird immer dramatischer: Inzwischen brennen mehr als 300 Hektar, der kleine Ortsteil Gey wurde evakuiert.

Zahlreiche Feuerwehren, Löschhubschrauber, Polizei und Bundeswehr sind im Einsatz. Auch Bauern helfen unermüdlich mit.

Seid ihr von der Evakuierung betroffen? Dann meldet euch bei uns!

Hau raus!

Werde Leserreporter/in

Du hast Fragen zu unserem Leserreporter-Programm?

Hier geht's zu den F.A.Q.

Mehr News für dich

Kein Saharastaub – auch in Köln sind die Auswirkungen des Feuers im Hürtgenwald sichtbar und riechen kann man es auch.

Feuer-Inferno in NRW

Kölner melden Brandgeruch – Licht wie bei Sahara-Staub

Wir halten euch auf dem Laufenden:

Sonntag, 16. August

  1. 20.11 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankt den Einsatzkräften und freiwilligen Helfenden für ihren Einsatz gegen die Waldbrände. Die Feuer zeigten, dass Katastrophen nicht an Staatsgrenzen haltmachten. Europa müsse deshalb bei der Brandbekämpfung und im Kampf gegen den Klimawandel zusammenstehen, so Steinmeier. „Mein großer Dank gilt allen Feuerwehrleuten, den Soldaten und den vielen freiwilligen Helfern.“
  2. 19.03 Uhr: Für Sonntagabend ist in Hürtgenwald noch ein Austausch der Einsatzkräfte geplant. Inzwischen reichen etwa 800 Kräfte aus, während die Hubschrauber die Löscharbeiten weiterhin aus der Luft unterstützen. Ob sie auch am Montag eingesetzt werden, ist noch offen.
  3. 17.24 Uhr: Hoffnung auf Niederschlag zu Beginn der Woche: Nach wochenlanger Trockenheit zeichnet sich eine leichte Entspannung für die betroffenen Waldbrandgebiete ab. Wie der WDR meldet, rechnen Meteorologen ab Montag mit einzelnen Regenschauern in der Region, die den Einsatzkräften bei den Löscharbeiten etwas Entlastung bringen könnten.
  4. 15.17 Uhr: Im Tagesverlauf soll eine rund zwei Kilometer lange, sechs Meter breite Trasse von Ost nach West angelegt werden. Sie soll den Einsatzfahrzeugen den Zugang zum Brandgebiet erleichtern und zugleich das Überspringen von Funken eindämmen. Die Kreisverwaltung Düren appellierte erneut, die Straßen in Gey für die Einsatzkräfte freizuhalten. Auf Regen können die Brandbekämpfer unterdessen nicht hoffen: Laut Deutschem Wetterdienst bleibt es am Sonntag trocken. Der Wind soll in der Eifel jedoch nur schwach bis mäßig wehen und damit vergleichsweise günstige Bedingungen bieten.
  5. 14.09 Uhr: Der mehrtägige Einsatz der Feuerwehr Bergisch Gladbach endet nach aktuellem Stand in Kürze. Nachdem zuletzt nur noch geringe Wassermengen sporadisch angefordert wurden, hat die Einsatzleitung am Sonntagmittag mitgeteilt, dass mit dem Rückbau des Wasserfördersystems begonnen werden kann.
  6. 11.49 Uhr: Aufatmen in Hürtgenwald – die Lage entspannt sich zunehmend. „In diesen Stunden geht es vor allem darum, die Glutnester einzudämmen“, teilte der Kreis Düren mit.
  7. 11.03 Uhr: Die Ausfahrten in den Anschlussstellen Düren und Langerwehe auf der Autobahn 4 wieder geöffnet. Sie waren als Rettungszufahrten für die Einsatzkräfte benötigt worden.
  8. 10.01 Uhr: In Hürtgenwald entspannt sich die Lage langsam. Allerdings dauert der Einsatz gegen das Feuer an. Niederschlag würde helfen, ist aber laut Deutschem Wetterdienst bislang nicht in Sicht. Erst in der Nacht zu Montag oder am Vormittag könnte es in der Eifel leichten Regen geben, die Modelle seien hier aber noch nicht eindeutig.
  1. 6.26 Uhr: Vorsichtiges Aufatmen in Hürtgenwald. Befürchtungen, eine Gewitterfront mit Böen könnte das Feuer neu entfachen, hätten sich nicht bewahrheitet. „Die Lage hat sich gebessert, aber das Feuer ist noch lange nicht aus“, sagte ein Sprecher des Kreises Düren der dpa. Unter anderem müssten zahlreiche Glutnester bekämpft werden. Die Löscharbeiten würden voraussichtlich noch mehrere Tage dauern.
  1. Samstag, 15. August
  2. 21.03 Uhr: Die Bewohner des Ortsteils Gey in Hürtgenwald dürfen in ihre Häuser zurück. Das hat der Landrat des Kreises Düren am Samstagabend entschieden. Die 1800 Bewohner hatten in der Nacht auf Freitag wegen des Waldbrandes in der Nordeifel das Gebiet verlassen müssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundstücke herangerückt.
  3. 20.33 Uhr: Vorsichtiges Aufatmen beim Großbrand in Hürtgenwald in der Eifel – und zugleich neue Sorgen im nur rund 20 Kilometer entfernten Monschau. Dort wütet eine gigantische Feuerwalze.
  4. 18.42 Uhr: Beim Kampf gegen den größten Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen im Hürtgenwald in der Eifel gibt es offensichtlich weitere Fortschritte. Am frühen Abend wurde der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbekämpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren zur Begründung. Wann die rund 2000 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können, blieb weiter offen. Die Einsatzkräfte wollen unter anderem abwarten, ob eine mögliche Unwetterzelle mit stärkerem Wind am Abend das Feuer wieder anfachen könnte, wie der Kreis mitteilte.
  5. 17.12 Uhr: Rund um das Großfeuer im Hürtgenwald ist aktuell und auch in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen zu erwarten. „Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus – auch für die folgenden Tage nicht“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Am Nachmittag hatte es in Hürtgenwald leicht geregnet. „Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen“, sagte die Sprecherin. Allerdings hätten sich bisher über der Eifel auch keine Gewitter gebildet, so dass es nicht zu stärkeren Böen komme. Brandbekämpfer hatten befürchtet, dass stärkerer Wind oder gar Böen das Feuer wieder anfachen könnten. Möglicherweise könne eine lokale Gewitterzelle am Abend das Wetter rund um den Brandherd beeinflussen, hieß es vor Ort.
  6. 16.35 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach am Samstag bei einem Besuch in Hürtgenwald von einer „ersten Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann“.
  7. 16.33 Uhr: Auch in Köln ist der Brandgeruch wahrnehmbar. Zudem herrscht eine ungewöhnliche Lichtstimmung, die an Sahara-Staub erinnert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Wetterlage bestätigt.
  8. 15.37 Uhr: Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. „Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht“, sagte Reul am Samstag bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. „Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem.“
  9. 14.20 Uhr: Der Dürener Landrat Ralf Nolten hat sich zuversichtlich über die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald geäußert. Er habe die Hoffnung, „dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle“, sagte er. Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. „Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können“, sagte Nolten. „Aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff.“ Er sei „sehr, sehr zuversichtlich“, dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus. Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. „Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten.“ Er wisse natürlich: „Jeder schläft gern zu Haus im eigenen Bett, und ich teile die große Hoffnung, dass es dann auch heute Abend das eigene Bett sein wird, aber ob das so ist, können wir im Augenblick definitiv noch nicht entscheiden, sondern wir müssen die nächsten Lageberichte von 15, 17 Uhr abwarten.“
  10. 13.15 Uhr: Die Düsseldorfer Staatskanzlei kündigt an, dass sich am Nachmittag NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) im Brandgebiet ein Bild der Lage machen und sich auch mit Einsatzkräften treffen wolle.
  11. 12.09 Uhr: Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen geht nicht davon aus, dass wegen des großen Waldbrands weitere Ortsteile evakuiert werden müssen. „Im Moment sagt man definitiv „nein“ und ich gehe davon aus, dass es so bleibt“, sagte Cranen (parteilos) der dpa. Wann die Menschen im evakuierten Ortsteil Gey wieder in ihre Häuser könnten, könne er nicht sagen. „Im Moment ist es wichtig, dass die Fahrzeuge durch Gey können, ohne gestoppt zu werden, und dafür ist es gut, dass es noch leer ist.“ Die Sicherheit der Menschen bleibe das Wichtigste.
  12. 10.52 Uhr: Die Feuerwehr ist „sehr zufrieden“ mit den Ergebnissen der bisherigen Brandbekämpfung im Hürtgenwald. Feuerwehrsprecher Peter Berndgen sagte der Deutschen Presse-Agentur, für die weiteren Arbeiten hänge nun wieder viel von der Wetterentwicklung ab. „Wir haben einen frischen böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein.“ Es gelte aber: „Grundsätzlich starten wir sehr positiv in den Tag.“ Man wolle mit der Brandbekämpfung jetzt immer mehr zur Mitte des Waldbrands vorstoßen. „Was denn möglich ist unter den Rahmenbedingungen: Wir sind auf einer Munitionsverdachtsfläche.“ Im Hürtgenwald liegen noch viele Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, weil dort Ende 1944 eine große Schlacht im Zuge des Vorrückens der Alliierten stattgefunden hatte.
  13. 9.45 Uhr: Angesichts des anhaltenden Waldbrands in Nordrhein-Westfalen hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die aktuelle Lage informiert. In einem Telefonat habe der Dürener Landrat Ralf Nolten den Bundeskanzler am Samstagmorgen über den Stand in den Brandgebieten unterrichtet, teilte der Landkreis mit. Merz habe sich in dem Gespräch „ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedankt“. Der Bund habe zudem weitere Löschhubschrauber zur Verfügung gestellt, erklärte der Landkreis Düren. Damit stünden nun zehn Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.
  14. 9.07 Uhr: Mehrere Löschhubschrauber sind bei der Bekämpfung des großen Waldbrandes in Hürtgenwald (Kreis Düren) wieder im Einsatz. Wie schon am Freitag sollen die Hubschrauber auch am Samstag große Mengen an Löschwasser über den Flammen abwerfen, teilte der Kreis mit. Insgesamt seien nun 1.400 Kräfte im Einsatz. Die Brandlage sei derzeit statisch, nachdem sich der Brandherd in der Nacht nicht vergrößert habe.
  15. 8.55 Uhr: Beim größten Waldbrand in der NRW-Geschichte steht nach ununterbrochenen Löscharbeiten keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. „Die Nacht war gut“, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) am Morgen. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. Die Bundeswehr habe in der Nacht weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen sollte nicht auf andere Bereiche. Die Anzahl der Bergepanzer sei auch von zwei auf vier erhöht worden. Der Landrat geht davon aus, dass heute die gleiche Zahl an Hubschraubern wie am Vortag im Einsatz sein wird. Nolten hofft, dass die Löscharbeiten so weit vorankommen können, dass es kein offenes großes Feuer mehr in dem Wald wütet. Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: „Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“, verdeutlichte der Landrat.
  16. 8.33 Uhr: Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel können die Einsatzkräfte auch am Samstag nicht mit Regen rechnen. Für Nordrhein-Westfalen sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) keinen flächendeckenden Regen voraus. Laut einer Meteorologin soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf und 28 Kilometern pro Stunde. Die Hitze könnte wie bereits in den vergangenen Tagen den Einsatzkräften wieder einiges abverlangen: Für Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD mit Höchstwerten zwischen 29 und 34 Grad.
  17. 7.31 Uhr: Mehrere Hubschrauber sollen am Morgen wieder in Hürtgenwald (Kreis Düren) eintreffen und die Löscharbeiten unterstützen. Die Piloten würden um 06.00 Uhr mit Tagesanbruch die Starterlaubnis bekommen und dann in Richtung des Waldbrandes fliegen, erklärte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar. Er rechnet damit, dass wieder fünf bis sechs Hubschrauber im Einsatz sein werden. In Hürtgenwald müssen die Helikopter dann noch für den Einsatz ausgerüstet werden. Teils muss ein sogenanntes „Bambi Bucket“, ein Sack zum Transport des Wassers, an den Maschinen befestigt werden. Nach einem Erkundungsflug und einer Lagebesprechung sollen sie dann Löschwasser über dem brennenden Wald abwerfen. Nachts konnten die Piloten nicht fliegen.
  18. 6.20 Uhr: Der Waldbrand bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. „Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen“, sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. „Wir konnten die Flanken halten.“ Dies sei auch nur dank des Wetters möglich gewesen, führte der Kreisbrandmeister weiter aus. Es sei kaum ein Wind gegangen. Zeitweise soll es sogar komplett windstill gewesen sein. Die Flammen haben demnach noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Meter zum Ortsteil Gey.
  19. 1.05 Uhr: Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel hat die Feuerwehr ihre Einsatzzentrale verlegt. Der Wind habe sich gedreht und den ganzen Qualm des Waldbrandes zu den Einsatzkräften getragen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Zentrale sei nun an der Schule aufgebaut worden.
  20. Freitag, 14. August
  21. 23.08 Uhr: Hunderte Feuerwehrkräfte kämpfen auch in der Nacht weiter gegen den großen Waldbrand. Die Feuerwehr stelle sich auf einen tagelangen Einsatz ein, sagte der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der dpa. Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlagen nach seinen Angaben auch in der Nacht Schneisen im Bereich der evakuierten Ortschaft Gey. Damit soll ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden. In besonders gefährdeten Bereichen sei der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt worden. Viele zusätzliche Löschzüge würden in diese Bereiche geführt. Auch Wege seien erweitert und Gegenfeuer gelegt worden. Die Hoffnung sei, über Nacht die Situation stabil zu halten. „Im Moment würde ich sagen, gibt es so eine leichte Tendenz zu einer statischen, heißt also einer stabilen Lage, was uns natürlich sehr freut“, sagte der Sprecher.
  22. 22.46 Uhr: Mittlerweile ist es dunkel geworden. Laut Bürgermeister Stephan Cranen ist die Lage grundsätzlich unverändert, der Wind und das Wetter seien weiterhin entscheidende Faktoren. Die Löschhubschrauber waren bis 22 Uhr im Einsatz. „Die Nacht wird entscheidend“, so Cranen gegenüber der „Aachener Zeitung“.
  23. 22.03 Uhr: Löschhubschrauber bekämpfen das Feuer aus der Luft, Wasserwerfer der Polizei sollen das Feuer von der Seite aus eindämmen. Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden.
  24. 21.15 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als „verheerend“ bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. „Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung.“ Dobrindt dankte allen Einsatzkräften für ihren „großen und engagierten Einsatz“.
Fahrer von Traktoren warten in Hürtgenwald-Kleinhau auf die Befüllung ihrer Fässer mit Wasser, um damit die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrands im Hürtgenwalds zu unterstützen.

Copyright: Harald Tittel/dpa

Fahrer von Traktoren warten in Hürtgenwald-Kleinhau auf die Befüllung ihrer Fässer mit Wasser, um damit die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrands im Hürtgenwalds zu unterstützen.

  1. 20.40 Uhr: Rund 200 frische Einsatzkräfte sind am Abend im Hürtgenwald eingetroffen, um Feuerwehrleute im Waldbrandgebiet nach einem 24-Stunden-Einsatz abzulösen. Insgesamt 46 Fahrzeuge von Einheiten aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Oberbergischen Kreis hätten sich auf den Weg gemacht, teilte die Lagedienstführung der Feuerwehr Leverkusen mit. Auch Kräfte von Hilfsorganisationen unterstützen die Feuerwehren. Die Bereitschaftskräfte sollen bis Samstagmorgen vor Ort eingesetzt werden. Auch Feuerwehren aus Coesfeld und Gelsenkirchen wurden mit insgesamt 37 Fahrzeugen und 165 Einsatzkräften zur Unterstützung in das Waldbrandgebiet verlegt.
  2. 20.18 Uhr: Florian Maul lebt schon sein ganzes Leben in Gey. Um halb vier wurde er am Freitagmorgen wie andere Anwohner der mittlerweile evakuierten Ortschaft von der Feuerwehr aus dem Schlaf gerissen. „Ich glaube, die sagten, wir sollten in 10 bis 15 Minuten raus sein“, schildert er gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, wie er die Evakuierung erlebt hat.
  3. 19.37 Uhr: Einsatzleiter Wilfried Thelen erklärt das Feuer: „Es ist beides, eine Mischung aus Bodenfeuern und Gipfelfeuern, die sich immer wieder ausbreitet oder dann auch immer wieder in den Boden hineinläuft oder das Feuer unter den Boden weiterkriecht und wegläuft. Die spontanen Helfer sind ein Gamechanger bei diesem Einsatz. Gerade die Landwirte oder die Forstwirte. All diese Helfer, die spontan helfen mit ihren Maschinen, mit ihren Grubbern, mit ihren Ackergeräten, die helfen uns ungemein. Die Herausforderung, die wir im Moment haben, oder die Vorbereitung, die wir im Moment treffen, ist die, dass bei Dunkelheit die Helikopter nicht mehr fliegen können. Wir bereiten uns jetzt schon logistisch und personell darauf vor, Vorkehrungen zu treffen, damit wir dann das Feuer zumindest abschirmen können, damit wir ein weiteres Ausbreiten verhindern können.“
  4. 19.21 Uhr: Wie Landrat Ralf Nolten am frühen Abend bestätigte, hat es bislang fünf Verletzte gegeben. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte Nolten. Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme.
  5. 19.13 Uhr: Nach Angaben von Landrat Ralf Nolten sind zurzeit etwa 400 Kräfte unterwegs. „Je nachdem, wie sich die Wetterlage entwickelt, wie der Wind sich entwickelt, werden wir dann an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht heute angreifen. Das bedeutet auch, Gey ist im Augenblick aus unserer Sicht sicher, solange eben kein entsprechender Windwechsel, kein starker Wind aufkommt. Und das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, warum wir im Augenblick bei der Räumung bleiben.“
  6. 19:01 Uhr: Einsatzleiter Wilfried Thelen, stellvertretender Kreisbrandmeister, sagte am Abend dieser Zeitung: „Die Ortslage Gey ist evakuiert worden. Und aus Sicherheitsgründen werden wir diese in dieser Nacht auch nicht wieder beziehen lassen. Wir haben jetzt gerade unseren Bereitstellungsraum auflösen müssen, weil auch der durch die sich ändernde Wetterlage in Gefahr gerät. Das heißt, wir sortieren uns neu, sortieren die Kräfte neu und planen dann das weitere Vorgehen. Wir haben den Kräfteeinsatz bis Montagmorgen um sieben grob geplant und bewerten dann die Lage neu und müssen dann eventuell neue Kräfte anfordern.“
Einwohner des Ortsteils Straß beobachten die Entwicklung des Brandes aus der Ferne.

Copyright: Costa Belibasakis

Einwohner des Ortsteils Straß beobachten die Entwicklung des Brandes aus der Ferne.

  1. 18.47 Uhr: Am frühen Abend befand sich das Feuer nach Angaben des Kreises Düren immer noch 150 bis 200 Meter von Gey entfernt. Die Anwohner aus Gey könnten in der Nacht nicht in ihre Häuser zurückkehren, teilte der Kreis mit. Sie sollten die Anlaufstelle aufsuchen oder bei Verwandten, Bekannten oder Freunden unterkommen.
  2. 18.11 Uhr: NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat sich bestürzt über das Ausmaß des Waldbrandes im Hürtgenwald geäußert. „Ich komme ja aus der Region hier, bin hier aufgewachsen und kenne diesen Wald. Und das ist schon bitter, wenn man das hier sieht, was der Brand alles weggefressen hat in einer Dimension, wie ich das nie mir hätte vorstellen können“, sagte Krischer.
  3. 18 Uhr: Nach Einschätzung des Waldbrandexperten Ulrich Cimolino ist Deutschland nur bedingt auf größere Vegetationsbrände vorbereitet. Eine Stärke sei das flächendeckende Feuerwehrsystem. „Wir schaffen es, sehr viele Feuer klein zu halten, weil wir Feuerwehr in der Fläche haben“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) der Deutschen Presse-Agentur. Schwierig werde es bei dynamischen Lagen: Kämen etwa Wind als treibender Faktor und die Topographie zusammen, könnten Brände schnell eskalieren. Vegetationsbrände seien anders als andere Brände, dafür brauche es geschulte Einsatzkräfte. Defizite sieht der Experte vor allem bei der Ausbildung. Es gebe keine nennenswerten zentralen Aus- und Fortbildungsstätten, die Taktik und Technik weiterentwickelten.
  1. 17.31 Uhr: Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht bekannt. Auch aus diesem Grund hat die Polizei Köln inzwischen ein Hinweisportal freigeschaltet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Brandbekämpfung.
  2. 16.51 Uhr: Eine Entspannung im Kampf gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, die ist nicht in Sicht. Dürens Landrat Ralf Nolten (CDU) ging nach eigenen Angaben von einem längeren Einsatz aus. „Wir sind noch lange nicht durch“, sagte er vor Ort.
  3. 15.49 Uhr: Die Lage ist weiterhin nicht unter Kontrolle. „Die Lage ist dynamisch, da sich Wind dreht“, hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung. Wie eine Sprecherin des Landkreises Düren an Nachmittag sagte, konzentrierten sich die Einsatzkräfte aktuell weiterhin darauf, ein Übergreifen der Flammen auf den in der Nacht geräumten Ortsteil Gey zu verhindern. „Das ist jetzt das, worauf sich alle konzentrieren“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
  4. 15.46 Uhr: Die Rauchschwaden sind weithin zu sehen. Auch bei der Reit-WM in Aachen blicken Zuschauer und Zuschauerinnen besorgt in den Himmel.
  5. 15.28 Uhr: Der Fliegerhorst Nörvenich unterstützt bei der Brandbekämpfung. Hubschrauber können dort tanken. Zudem wird vom taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ zusätzliches Personal für den Flugbetrieb eingesetzt.
  6. 14.21 Uhr: Friedrich Merz (CDU) dankt den Einsatzkräften via X. Der Bundeskanzler teilte mit, dass er über die Entwicklung laufend unterrichtet werde. „Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz“, schrieb Merz.
  1. 13.34 Uhr: Am Waldrand wird eine zweite Schneise gebaggert. Im Wald auflodernde Flammen werden von den Löschhubschraubern direkt gelöscht.
  2. 13.24 Uhr: Die Feuerwehr hat ein kontrolliertes Gegenfeuer am Ortsrand von Gey gezündet, berichtet die „Aachener Zeitung“. So soll dem Feuer die Nahrung entzogen und die Ausbreitung des Waldbrandes gestoppt werden.
Am Straßenrand legen Einsatzkräfte ein sogenanntes Gegenfeuer und setzen Vegetation kontrolliert in Brand. So soll dem eigentlichen Feuer die Nahrung entzogen werden, wenn es die Stelle erreicht.

Copyright: Costa Belibasakis

Am Straßenrand legen Einsatzkräfte ein sogenanntes Gegenfeuer und setzen Vegetation kontrolliert in Brand. So soll dem eigentlichen Feuer die Nahrung entzogen werden, wenn es die Stelle erreicht.

  1. 12.51 Uhr: Ein gerade erst in Dienst gestelltes Spezialfahrzeug des Landesbetriebs Wald und Holz, der sogenannte „Fire Fighter“, ist zur Unterstützung angerückt.
  2. 12.41 Uhr: Der Dürener Reiterverein und umliegende Vereine und Höfe mit ehrenamtlichen Helfern unterstützen beim evakuieren gefährdeter Pferde.
  3. 12.38 Uhr: Laut Landrat Ralf Nolten (CDU) ist das Feuer näher an den Ortsteil Gey gerutscht. Eine Kreissprecherin spricht von rund 150 bis 200 Metern. Solange die Flammen nicht in die Baumkronen schlagen, seien die Meterangaben allerdings noch nicht entscheidend, so Nolten. Löschzüge würden versuchen, „den nassen Riegel vorzuschieben“.
  4. 12.37 Uhr: Jetzt erreicht der Brandrauch auch das Bonner Stadtgebiet! Die WarnApp Nina wurde entsprechend ausgelöst. Bonn liegt rund 70 Kilometer von Hürtgenwald entfernt.
  5. 12.30 Uhr: Experten aus ganz Deutschland sind inzwischen vor Ort und beraten, wie das Feuer gestoppt werden kann.
  6. 12.29 Uhr: Die Feuerwehr befürchtet, dass die Flammen in Kürze am Ortsrand von Grey durch den Wald brechen könnten. Die dort liegenden, verdörrten Felder sollen jetzt gegrubbert werden. Dabei wird der Boden umgepflügt, damit sich die Felder nicht entzünden.
Ein Hubschrauber ist vor einer Rauchwand in der Luft, auf dem Boden stehen zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.

Copyright: AFP

Einsatz in Hürtgenwald: Unzählige Kräfte sind vor Ort.

  1. 12.09 Uhr: Der Brandrauch zieht immer weitere Kreise. Die WarnApp „Nina“ wurde zunächst für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ausgelöst, inzwischen gilt es für den gesamten Kreis. Es wird vor Geruchtsbelästigung und Rauchniederschlag gewarnt und empfohlen, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Auch Teilgebiete des Kreises Euskirchen sowie Erftstadt sind betroffen.
  2. 12 Uhr: Der Kreis Düren hat für Spontanhilfe ein Formular auf seiner Webseite eingerichtet. Wer Hilfe sucht oder Hilfe anbietet, kann sich registrieren. Alle Angebote werden dort gebündelt und koordiniert.
  3. 11.49 Uhr: Die Feuerwehr Köln hat inzwischen rund 70 Kräfte und 18 Fahrzeuge an die Einsatzstelle entsandt. Darunter auch eine Drohne sowie geländefähige Erkundungsfahrzeuge (Grenadiere), die erstmals im Einsatz sind.
  4. 11.35 Uhr: Wasserwerfer sind im Einsatz, um das Feuer von der Seite einzudämmen.
  5. 11.33 Uhr: Die Stadt Düren fordert die Bewohner im südwestlichen Stadtteil auf, geschlossene Räume aufzusuchen. Es kommt zu Rauchgeruch und Rauchniederschlag, gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.
  6. 11.32 Uhr: Die Feuerwalze steht offenbar kurz vor dem Ortsteil Gey. Laut „Bild“ sind es nur noch zehn Meter bis zu den verlassenen Häusern.
  7. 11.31 Uhr: Laut der Stadt Düren sind aktuell keine weiteren Maßnahmen, insbesondere Evakuierungen, vorgesehen.
  8. 11.26 Uhr: Weltkriegsmunition erschwert die Löscharbeiten. Im 2. Weltkrieg war der Hürtgenwald Schauplatz schwerer Kämpfe. „Das Gelände ist doch sehr schwierig, und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten, Landrat des Kreises Düren. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“
  9. 10.59 Uhr: Der Kreis Düren hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Wer Unterstützung benötigt, kann sich für Hilfsangebote und/oder Auskünfte an den Kreis Düren wenden: 02429 3090.
  10. 10.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst dankt allen Einsatzkräften. Auf X schreibt er: „Unser Land hält zusammen.“
  1. 10.27 Uhr: Die Feuerwehr spricht inzwischen von einem „Red Flag Day“. Grund sind die wechselnden Winde und die niedrige Luftfeuchtigkeit. Laut „WDR“ wurden weitere 150 Feuerwehrleute wurden – zusätzlich zu den aktuellen 200 – angefordert.
  2. 10.13 Uhr: Löschhubschrauber holen Wasser aus umliegenden Talsperren und aus einem großen Becken. Landwirte helfen und besorgen Wasser. Auch Forstarbeiter sind im Brandeinsatz.
  3. 10.12 Uhr: Die Notunterkünfte in der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim, die für Betroffene eingerichtet worden waren, müssen jetzt ebenfalls wegen des Ascheregens evakuiert und nach Düren verlegt werden. Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, sind erste Busse vor Ort eingetroffen.
  4. 10.11 Uhr: Auf der A4 sind die Ausfahrten Düren und Langerwehe ab sofort gesperrt. Die Ausfahrten würden als Rettungszufahrten für Einsatzkräfte benötigt, so die Autobahn GmbH. Die Auffahrten an beiden Anschlussstellen sind aber frei.
  5. 9.52 Uhr: Die Flammen sind nur noch 200 Meter vom evakuierten Ortsteil Gey entfernt .
  6. 9.48 Uhr: Vier NRW-Wasserwerfer mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen sind auf dem Weg zum Einsatzort. Außerdem zwei NRW-Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehältern, sogenannten Bambi Buckets.
  7. 9.46 Uhr: Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stehen zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei unter der Abteilungsführung der Kölner Polizei zur Verfügung.
  8. 9.29 Uhr: Die Feuerwehr holt größere Hubschrauber der Bundespolizei mit mehr Traglast. Wehrsprecher Peter Berndgen: „Je mehr Wasser wir jetzt da reinbekommen, umso besser.“
  9. 8.28 Uhr: Wie der Kreis Düren aktuell bekannt gibt, stehen im Hürtgenwald inzwischen rund 300 Hektar in Flammen. Das entspricht etwa 420 Fußballfelder. Ein Krisenstab ist einberufen worden. Landrat Ralf Nolten, Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und Bürgermeister Stephan Cranen sind seit der Nacht vor Ort.
  10. 8 Uhr: Die Evakuierung des kleinen Ortsteils Gey ist abgeschlossen.
  11. 7.42 Uhr: Pionierpanzer der Bundeswehr rücken an, um die Wege für die Einsatzkräfte im Wald freizuräumen. Schneisen wurden gezogen und sollen die Ausbreitung des Feuers eindämmen.
Zwei Räumungspanzer der Bundeswehr stehen auf einer Wiese.

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

Räumungspanzer der Bundeswehr stehen in Hürtgenwald bereit.

  1. 7.35 Uhr: Drei Löschhubschrauber sind im Einsatz.
  2. 6.07 Uhr: „Wir sind mit Fahrzeugen und 65 Kräften im Einsatz“, erklärt ein Sprecher der Kölner Feuerwehr gegenüber EXPRESS.de. Ein Einsatzstab der Polizei Köln koordiniert die polizeilichen Maßnahmen.
  3. 4 Uhr: Die Gemeinde Hürtgenwald ordnet die sofortige Evakuierung des Ortsteils Gey an – rund 1800 Menschen sind betroffen. Die Flammen bewegen sich auf Gey zu. Der Appell: „Nehmen Sie nur die nötigsten persönlichen Gegenstände mit!“ In der Grundschule Straß und dem Sport- und Schützenheim wurde eine Notunterkunft eingerichtet.
  4. 22 Uhr: Es brennen rund 25 Hektor eines Waldgebietes bei Hürtgenwald (Kreis Düren) in der Nähe der Ortsteile Großhau und Gey. Die Gemeinde rief eine Großschadenslage aus, die B399 wird gesperrt.
Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht am Freitagmorgen (14. August 2026) über den Ortsteil Gey (Aufnahme mit Drohne).

Bereits am Donnerstagnachmittag bat der Kreis Düren um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Das EU-Waldbrandmodul, das durch mehrere NRW-Feuerwehren getragen wurde, wurde in die Gemeinde Hürtgenwald beordert. Bei diesem Einsatz besteht das Modul aus zwölf Fahrzeugen mit 32 Einsatzkräften von den Feuerwehren Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen. Die Kräfte sind speziell für den Einsatz zur Vegetationsbrandbekämpfung geschult und waren bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz.

Am späten Donnerstagabend hatte die Gemeinde Hürtgenwald die Großschadenslage ausgerufen. In der Nähe von Großhau und Gey brannte zu dem Zeitpunkt ein Waldgebiet von rund 25 Hektar. Ein Übergreifen der Flammen auf die Orte könne nicht vollständig ausgeschlossen werden, hieß es. (iri/mit dpa)

Eine große Rauchwand ist von Deutschland in Richtung des großen Waldbrands in Belgien im Gebiet Hohes Venn zu sehen.
Belgische Feuerwalze
Monschauerin: „Blick auf Hohen Venn hat uns wirklich Angst gemacht“