Kult-Festival vor dem Aus: Gericht stoppt „Hai in den Mai“ nach 30 Jahren kurz vor Start
Aus für Kult-FestivalGericht stoppt „Hai in den Mai“ nach 30 Jahren kurz vor Start

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Die Festivalveranstalter scheiterten vor Gericht (Archivbild)
Ein Schock für Tausende Elektro-Fans! Dem Kult-Festival „Hai in den Mai“ in Ostwestfalen droht nach 30 Jahren das endgültige Aus. Der Start war für diesen Donnerstag geplant, aber ein Gerichtsbeschluss aus Minden durchkreuzt nun alle Pläne der Organisatoren.
In einem Eilverfahren kassierten die Richter am Dienstag den Antrag der Veranstalter. Die knappe Begründung: Es mangelt an einer notwendigen „Befreiung“ nach dem Naturschutzrecht. Ohne diese ist die Genehmigung für das Festival geplatzt.
Behörden verlangen knallharte Prüfung
Auslöser für das ganze Drama ist eine Auflage der zuständigen Ämter. Diese hatten eine umfassende Prüfung zum Artenschutz gefordert. Für die Veranstalter ein Ding der Unmöglichkeit: Eine derartige Untersuchung sei zeitlich vor dem Start des Festivals nicht mehr zu schaffen, so ihre Argumentation.
Der Streit eskalierte und landete vor Gericht. Dort argumentierten die Organisatoren mit dem Bestandsschutz für ihr Festival, das seit 1997 Tausende Besucher nach Stemwede an der Grenze zwischen NRW und Niedersachsen anzieht. Doch das Gericht wischte das vom Tisch: Auf einen Bestandsschutz könne man sich nicht berufen. Die Begründung des Kreisumweltamtes, dass das Festival massive Auswirkungen auf die Natur habe, überzeugte die Richter.
Fans kämpfen mit Petition für ihr Festival
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Mehr als 22.000 Menschen hatten sich zuvor in einer Online-Petition für den Fortbestand des Festivals eingesetzt. Der Rechtsweg ist aber noch nicht ausgeschöpft: Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden (Az.: 3 L 540/26).
Festival auch wegen Drogen in den Schlagzeilen
Allerdings war das Festival in der Vergangenheit nicht nur positiv in den Nachrichten. Immer wieder kam es zu Polizeieinsätzen. Beamte fanden bei Kontrollen von Besuchern wiederholt illegale Substanzen. Außerdem erwischten sie Autofahrer, die sich berauscht ans Steuer gesetzt hatten.
Ob die Party also doch noch steigen kann, steht in den Sternen. Für die Organisatoren und die riesige Fangemeinde ist die Gerichtsentscheidung ein herber Dämpfer. (dpa/red)
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