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Vermisst, gefunden, wieder ausgesetztDrama um Kater Georgy – „muss etwas schief gelaufen sein“

Eine Katze sitzt vor ihrem Fressnapf.

Copyright: Carmen Görmar

Kater Georgy aus Köln-Porz wird seit dem 22. April 2026 vermisst. 

Seit fast einer Woche wird Kater Georgy vermisst. Der Fall hat sich zu einem Drama entwickelt. Denn er wurde gefunden, dann aber wieder freigelassen. Sein unklares Schicksal hat seine Besitzerin bereits ins Krankenhaus gebracht. 

Verzweifelte Suche nach Kater Georgy! Der vierjährige Stubentiger aus Köln-Porz wird seit dem 22. April 2026 schmerzlich vermisst. Nicht zu wissen, was mit ihrem Georgy passiert ist – für die Großeltern von Carmen Görmar (24) ist das ein Albtraum. 

„Ich habe ihn damals mit acht Monaten für sie aus dem Tierheim geholt, als ihre alte Katze gestorben war“, erzählt die 24-Jährige am Dienstag (28. April) gegenüber EXPRESS.de. „Der ganze Stress ist meiner Oma so auf den Körper geschlagen, dass wir sie gestern Morgen in die Notaufnahme bringen mussten.“ 

Kölner Kater vermisst, gefunden und jetzt wieder verschwunden

Der Fall von Kater Georgy: kurios! Am 22. April gegen 23.30 Uhr wurde die Polizei wegen einer Katze zu einem Kiosk am Habsburgerring gerufen. „Die Einsatzkräfte haben das Tier eingefangen und an die Besatzung der Tierrettung der Feuerwehr übergeben“, so eine Polizeisprecherin. 

Wie Georgy von seinem Zuhause in der Nikolausstraße in Porz zu den circa acht Kilometer entfernten Ringen gekommen ist: unklar. Doch der Freigänger wurde gesund und munter gesichert. Eigentlich eine schöne Nachricht. Doch Georgy, der gechipt und bei der Tierschutzorganisation Tasso registriert ist, wurde von den Einsatzkräften weder zurück zu seinen Besitzern, noch ins Tierheim gebracht.

„Nach Rücksprache mit Tasso bekamen wir die Info, dass die Katze schon mal abgängig war und vermutlich als Freigänger einzustufen sei“, erklärt Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet auf EXPRESS.de-Nachfrage. „Als Heimatadresse wurde uns die Nikolausstraße angegeben, die nur wenige 100 Meter vom Fundort entfernt ist.“ 

Die Besatzung des Tiertransporters habe laut Laschet zudem mehrere Kontaktversuche zu den Besitzern über eine Telefonnummer unternommen, welche die Polizei ermittelt habe. „Aber ohne Erfolg“, so der Wehrsprecher. „Die Besatzung entschied sich daher, die Katze in der Nähe der Nikolausstraße auszusetzen.“ 

Eine Katze hat die Vorderpfoten um den Hals einer schlafenden Frau gelegt.

Copyright: Carmen Görmar

So süß: Kater Georgy schlief bis zu seinem Verschwinden am liebsten am Hals seiner Besitzerin, Oma Inge.

Dabei handelt es sich allerdings um die Nikolausstraße in Lindenthal. Dass es sich bei der Heimatadresse eigentlich um die gleichnamige Straße in Porz handelte, sei ihnen nicht bekannt gewesen, erklärt Laschet. 

„Man setzt doch kein Fundtier aus, sondern bringt es ins Tierheim“, ärgert sich Tasso-Sprecherin Lisa Frankenberger. „Das Tier war bei Tasso vermisst, es wurde gefunden, man konnte die Halterin ermitteln  – soweit vorbildlich. Doch dann muss etwas schief gelaufen sein!“

„Er ist eigentlich immer bei ihnen, wie ihr bester Freund“

Auch Carmen Görmar kann es nicht fassen. Zumal vor allem ihre Oma Inge (74) sehr leidet, dass ihr geliebter Kater erneut vermisst wird. „Ihr geht es nicht so gut, sie ist weiter im Krankenhaus“, so die Enkelin. Georgy liebe es, bei ihrer Oma am Hals zu schlafen. „Das ist sein absoluter Lieblingsplatz“, erzählt sie. Jetzt fehlt der alten Dame ihr schwarz-weiß-getigerter Schatz. 

Kater Georgy würde mit Oma Inge und Opa Bernd (81) auch immer spazieren gehen oder nebenher laufen, wenn ihr Opa Fahrrad fährt, so Enkelin Carmen: „Er ist eigentlich immer bei ihnen, wie ihr bester Freund.“

Ein Plakat mit der Überschrift "Gesucht!" und zwei Katzenfotos hängt an einem Stromkasten.

Copyright: Carmen Görmar

Enkelin Carmen Görmar hat zusammen mit ihrem Opa Bernd Suchplakate in der Innenstadt aufgehangen.

Gemeinsam mit ihrem Opa hat die 24-Jährige am Habsburgerring und im Umkreis Flyer mit Fotos von Georgy und Kontaktnummern von Tasso beziehungsweise dem „Team für Tiere Köln“ aufgehangen und auch verteilt. Unermüdlich, auch am Dienstag. „Ich will jetzt noch weitere Flyer ausdrucken lassen“, erklärt Carmen. 

Das „Team für Tiere Köln“ hat die Suchaktion nach Georgy auch auf Facebook gepostet. Dort gibt es weitere Informationen, wonach der Kater gesehen worden sein soll.

Eine Zeugin hat einen Tag später, am 23. April gegen 12.30 Uhr, einen circa 35 Jahre alter Mann mit blonden Haaren gesehen, der ein Katze im Arm in Richtung Limburger Straße trug. Die Katze soll Georgy geähnelt haben, aber ob er es wirklich war?

„Georgy ist total zutraulich, der springt auch zu jedem ins Auto“, erzählt Carmen. Sie hofft, dass dies dem geliebten Kater ihrer Großeltern nicht zum Verhängnis geworden ist und Oma Inge und Opa Bernd ihn bald wieder in ihre Arme schließen können. 

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