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Gefahr im RheinImmer mehr Städte verbieten das Baden – auch Köln ist dabei

Warnhinweise am Rheinufer

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Nach einer Häufung tödlicher Badeunfälle im Rhein haben seit August 2025 immer mehr Städte Badeverbote für den Fluss erlassen. (Archivfoto)

Das Baden im Rhein ist jetzt in über zehn Kommunen in Nordrhein-Westfalen strengstens untersagt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergab. Seit vergangenem Sommer greifen immer mehr Städte zu dieser Maßnahme. So sollen tödliche Unfälle in dem von vielen Schiffen befahrenen Strom verhindert werden. Von den möglichen Bußgeldern wurde bisher aber kaum Gebrauch gemacht.

Die Liste der Städte wird immer länger: Im Vormonat schlossen sich Kleve, Rees und Kalkar an. In Emmerich soll das Verbot wohl bald in der Ratssitzung im Mai beschlossen werden, äußerte eine Sprecherin. Nach dem strikten Verbot in Düsseldorf zogen im letzten Jahr auch Dormagen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Meerbusch und Neuss mit Regelungen nach. Ein seit 1972 bestehendes Badeverbot in Duisburg wurde auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.

Was ist noch erlaubt?

Bis zu den Knöcheln ins Wasser ist gestattet. Aber tiefer nicht. Die Bestimmungen sind durchweg ähnlich streng. „Als Baden im Sinne dieser Verordnung gilt das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als jeweils knöcheltiefem Wasser des Rheins zu Erholungs-, Sport- oder Freizeitzwecken, insbesondere das Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser“, definiert es zum Beispiel die Stadt Rees. Ausgenommen von der Regelung ist in Düsseldorf etwa das kurze Betreten und Verlassen von Wasserfahrzeugen an den vorgesehenen Anlegestellen sowie die Ausübung des Angelsports.

Was droht bei Verstößen?

Bei Zuwiderhandlungen können Bußgelder von bis zu 1.000 Euro fällig werden. Dies gilt nicht nur im Hochsommer oder für eine einzelne Saison. Die strengen Badeverbote wurden von den Kommunen in der Regel für mehrere Jahre ausgesprochen.

Wie viele Verfahren gab es?

Es gab nur sehr wenige Verfahren, und diese ausschließlich in Düsseldorf. Dort wurden im vergangenen Jahr nach der Einführung Mitte August drei Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Mit auffälligen Kontrollen sollte dem neuen Badeverbot am Rhein Nachdruck verliehen werden: In der Landeshauptstadt wurden wegen tödlicher Badeunfälle im Fluss sogar Doppelstreifen aus Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Polizei an besonders beliebten Stellen eingesetzt.

Kontrollmaßnahmen für Badeverbot am Rhein

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren einen beliebten Rheinstrand in Düsseldorf. (Archivbild)

Ermahnungen und Aufklärung

Im benachbarten Neuss heißt es, die Menschen hätten sich einsichtig gezeigt: „Die Bürgerinnen und Bürger waren nach Ansprache durch das Ordnungsamt einsichtig, weshalb es bei den mündlichen Verwarnungen geblieben ist.“ In Köln wurden im letzten Jahr ebenfalls keine Verfahren eröffnet: Da die Regelung hier erst Mitte September wirksam wurde, stand vor dem Herbstbeginn vor allem die Aufklärung im Fokus, wird berichtet. In den Städten Meerbusch, Krefeld und Duisburg wurden keine Zuwiderhandlungen registriert. In Dormagen wurde bisher weder kontrolliert noch jemand bestraft.

Wie wird auf die Verbote aufmerksam gemacht?

An vielen Orten sollen weitere Verbotsschilder installiert werden. So sind am Kölner Rheinufer neue Hinweistafeln vorgesehen. Bisher gibt es in Köln bereits knapp 60 Schilder, die auf das Badeverbot hinweisen. Düsseldorf, Neuss, Meerbusch, Krefeld und Kleve verweisen auf ihre schon existierenden Schilder. In den Orten Dormagen, Rees und Kalkar sollen neue Verbotstafeln aufgestellt werden. In Duisburg laufen dazu die Planungen. Die Kommunen möchten auch über ihre Social-Media-Kanäle für das Thema sensibilisieren.

Warum greifen die Kommunen zu Verboten?

Daten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) belegen den ernsten Hintergrund: Im Rhein in NRW gab es im Vorjahr (2023) bis Ende Juli bereits 10 Todesopfer. Ab Mitte August 2023 traten die ersten kommunalen Badeverbote in Kraft. Im Gesamtjahr 2023 waren es 12 tödliche Badeunfälle am Rhein in NRW. 2022 gab es insgesamt 14 Todesfälle – die höchste Zahl seit Jahren.

Die Verbote sollen Leben bewahren. Trotz Schildern, Warnhinweisen, Social-Media-Kampagnen und direkten Gesprächen hätten immer wieder Personen im Rhein gebadet und die Lebensgefahr unterschätzt, teilte man dazu damals beispielsweise in Düsseldorf mit.

DLRG begrüßt Maßnahmen

„Spätestens im Mai sollten die Menschen auch wieder über andere Medien auf die Gefahren des Schwimmens im Rhein und das geltende Badeverbot hingewiesen werden“, sagte ein Sprecher der DLRG. Das Thema gewinne mit der herannahenden Badesaison an Bedeutung. Die DLRG beabsichtigt, am 13. Mai an der Weser in Bremen eine Bilanz der ehrenamtlichen DLRG-Arbeit aus dem Jahr 2023 vorzustellen und zu Beginn der neuen Saison auf die wesentlichen Gefahren hinzuweisen. Dabei werden die großen Flüsse eine Rolle spielen, wie er ausführte.

Was sind die Gefahren?

Der Rhein gilt nach Einschätzung der DLRG als eines der gefährlichsten Gewässer in Deutschland. Auch die Wasserschutzpolizei betont immer wieder: Starke Strömungen und Strudel, reger Schiffsverkehr und Uferbereiche, die plötzlich abfallen, machen den Fluss unberechenbar – selbst für sehr geübte Schwimmer. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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