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Schwere SchädenUnwetter treffen NRW – Ozon-Alarm in Köln

Schwere Hitzegewitter mit Regen und Hagel zogen am Freitagabend über das Ruhrgebiet.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Schwere Hitzegewitter mit Regen und Hagel zogen am Freitagabend über das Ruhrgebiet.

Aktualisiert:

In der Nacht zu Samstag gab es in NRW die ersten Hitzegewitter.

Die ersten Hitzegewitter sind in der Nacht zu Samstag über das Ruhrgebiet gezogen! Für große Abkühlung haben sie nicht gesorgt.

Aber für Schäden: Unter anderem wurde Duisburg schwer getroffen.

DWD warnt vor Hagelschlag und Überflutungen

Gegen 21 Uhr zogen Gewitterzellen mit Orkanböen über das Gebiet hinweg. Die Schäden im Stadtteil Hamborn sind erheblich. Mehrere Autos wurden von herabfallenden Bäumen begraben. Ein riesiger Ast bohrte sich durch mehrere Etagen eines Mehrfamilienhauses. Die Bewohner mussten in der Nacht evakuiert werden. Angaben zu Verletzten lagen zunächst nicht vor.

Auch im Stadtteil Marxloh gab es Schäden durch umgestürzte Bäume. Dort riss ein Baum die Oberleitung einer Straßenbahn ab und blockierte die Strecke. Trotz des Unwetters geht die Hitze auch am Samstag weiter.

Am Samstagmittag traf es das Sauerland. Dort gilt die amtliche Warnung vor starkem Gewitter noch bis 16.30 Uhr. Hagelschlag und Überflutungen sind möglich. Bislang liegen noch keine Informationen über Schäden vor.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch in Köln erneut vor extremer Hitze. Aktuell gilt die Warnung bis Samstagabend, 19 Uhr. Auch hier kann es im Laufe der Nacht zu heftigen Gewittern kommen.

Ozon-Alarm in Köln

Neben extremer Hitze und Unwettern steigen auch die Ozon-Werte. In Nordrhein-Westfalen wurde am Samstag eine Ozonkonzentration oberhalb der Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Das teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima mit.

In Köln wurden im Stadtteil Chroweiler entsprechend hohe Werte gemessen. Auch in Duisburg, Bottrop, Düsseldorf, Hürth, Mönchengladbach, Mülheim und Niederzier wurde die Alarmschwelle überschritten.

Ozon kann Symptome wie Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit verursachen. Diese Beschwerden treten vorwiegend bei empfindlichen Personengruppen auf, zu denen etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung zählen. Auch Menschen mit Arbeitsplätzen im Freien, Sportler (aufgrund der erhöhten Atemfrequenz), Säuglinge und Kleinkinder (wegen ihres höheren Atemvolumens) sind besonders gefährdet.

Hitze trifft Seniorenheim in Krefeld

Fünf Senioren sind in einem Altenheim in Krefeld wegen der Hitze kollabiert, Dutzende weitere Bewohner mussten von der Feuerwehr auf andere Zimmer verlegt werden.

Mitarbeiter des Altenheims hatten am Freitagabend den Rettungsdienst gerufen, da mehrere Bewohner stark unter der Hitze litten, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot aus.

Alle Bewohner der im Dachgeschoss liegenden Station seien von Ärzten untersucht worden. Fünf von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Knapp 40 Senioren konnten auf andere Zimmer in kühleren Stockwerken verteilt werden. Einsatzkräfte stellten zur Abkühlung auch Ventilatoren auf. Eine Klimaanlage gab es in dem Gebäude nicht, hieß es von der Feuerwehr weiter. Insgesamt dauerte der Einsatz knapp sechs Stunden. (mt/dpa)

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