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Rhein-Herne-KanalErneut tödlicher Badeunfall: Teeanager stirbt, Bruder in Lebensgefahr

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Tragödie in Gelsenkirchen: Innerhalb weniger Tage sterben zwei Jugendliche nach Badeunfällen im Rhein-Herne-Kanal.

Binnen weniger Tage ist erneut ein Jugendlicher nach einem Badeunglück im Rhein-Herne-Kanal gestorben. Ein 14-jähriger Junge erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus, knapp zwei Tage nach dem schrecklichen Vorfall am Sonntagabend, wie die Polizei in Gelsenkirchen bestätigte.

Sein 19 Jahre alter Bruder befindet sich weiterhin in akuter Lebensgefahr.

Zweiter tödlicher Unfall innerhalb von 24 Stunden

Die Schreckensserie hatte bereits am Samstag begonnen: Nur einen Tag zuvor war unweit der späteren Unfallstelle ein 16-Jähriger bei einem Badeunglück tödlich verunglückt. Der Jugendliche geriet beim Schwimmen plötzlich in Schwierigkeiten und ging unter. Rettungskräfte konnten ihn nur noch bewusstlos aus dem Kanal bergen, in der Nacht verstarb er im Krankenhaus.

Das Schwimmen im Kanal ist aufgrund der erheblichen Gefahr durch Frachtschiffe streng verboten. Doch dieses Verbot wird regelmäßig missachtet. Die Polizei in Gelsenkirchen kündigte nun an, ihre Patrouillen an der Unglücksstelle zu intensivieren.

Am Sonntagabend wurden die beiden Brüder gegen 22.10 Uhr als vermisst gemeldet. Ein Wettlauf gegen die Zeit begann. Nach rund 20 Minuten konnten Taucher die beiden aus dem Kanal holen. Die exakten Hintergründe des Unglücks sind laut Polizei noch unklar und werden ermittelt.

„Diese schrecklichen Unglücke sind erschütternd“, so die Worte von Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze, die den Angehörigen und Freunden ihr tiefes Mitgefühl aussprach.

Stadt warnt: „Kanal ist kein Badegewässer“

In einer Mitteilung der Stadt Gelsenkirchen heißt es unmissverständlich: „Der Kanal ist kein Badegewässer, sondern eine stark befahrene Wasserstraße mit vielen Gefahren.“ Es wird betont, dass Binnenschiffe Schwimmern nicht ausweichen können und einen gewaltigen Sog erzeugen, der sogar erfahrene Personen unter die Wasseroberfläche ziehen kann. Die Polizei appelliert eindringlich an alle: „Kein noch so heißer Tag ist es wert, ihn gegen das Leben einzutauschen.“

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt immer wieder vor den Gefahren: Sprünge in trübe Gewässer, Strömungen in Flüssen, Selbstüberschätzung und Kreislaufprobleme im kühlen Nass führen schnell zu lebensgefährlichen Notlagen.

Allein am letzten sommerlichen Wochenende zu Pfingsten (Samstag bis Montag) kamen in Deutschland mindestens elf Menschen bei Badeunglücken ums Leben. „Diese Zahlen sind alarmierend – und sie dürfen sich in den kommenden heißen Tagen nicht wiederholen“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. (dpa/red)

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