In einem Seniorenheim in Dormagen ist es so heiß, dass die Feuerwehr mehrere Bewohner aus dem Gebäude holen musste. Eine Person war in der Nacht gestorben – ob die Hitze ursächlich war, steht noch nicht fest.
Großeinsatz in DormagenHitze-Alarm: Feuerwehr muss Heim evakuieren

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Rettungswagen stehen vor einem Seniorenheim in Dormagen. Das Gebäude wird wegen der Hitze evakuiert.
In Dormagen sind wegen gefährlicher Hitze-Entwicklung zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheims aus dem Gebäude gebracht und medizinisch versorgt worden.
In der Nacht sei ein Bewohner gestorben, ob die Hitze ursächlich war, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Stadt im Rhein-Neuss-Kreis auf dpa-Anfrage. Man habe sich am Morgen zu umfassenden vorsorglichen Maßnahmen entschieden.
160 Senioren wohnen in dem Heim in Dormagen
Seit 7 Uhr waren Kräfte in dem überhitzten Gebäude im Einsatz, in dem rund 160 Seniorinnen und Senioren leben, wie es aus dem Umfeld des Feuerwehr-Einsatzes hieß. Der Stadt-Sprecher schilderte nach einer Krisensitzung, es sei zu enormen Temperaturen bis 35 Grad gekommen. Mehrere Krankenwagen standen vor der Einrichtung bereit, wie ein dpa-Reporter schilderte.
Derzeit wird laut Stadt-Sprecher weiter geprüft, wer außerhalb des Gebäudes betreut werden muss. Bisher handele es sich um zehn Personen. „Wer medizinisch versorgt werden muss, den holen wir raus.“ Bei anderen Bewohnern könne es ausreichen, von oberen Etagen in die unteren, kühleren Bereiche zu wechseln. In einer Cafeteria habe man externe Klimageräte aufgebaut.
Bei der Seniorenresidenz war niemand erreichbar. Laut Homepage verfügt sie über insgesamt 172 Pflegeplätze.
Krefeld: Mehrere Menschen kollabieren in Altenheim
Fünf Senioren sind in einem Altenheim in Krefeld wegen der Hitze kollabiert, Dutzende weitere Bewohner mussten von der Feuerwehr auf andere Zimmer verlegt werden.
Mitarbeiter des Altenheims hatten am Freitagabend den Rettungsdienst gerufen, da mehrere Bewohner stark unter der Hitze litten, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot aus. Zuvor hatte die Rheinische Post über den Vorfall berichtet.
Alle Bewohner der im Dachgeschoss liegenden Station seien von Ärzten untersucht worden. Fünf von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Knapp 40 Senioren konnten auf andere Zimmer in kühleren Stockwerken verteilt werden. Einsatzkräfte stellten zur Abkühlung auch Ventilatoren auf. Eine Klimaanlage gab es in dem Gebäude nicht, hieß es von der Feuerwehr weiter. Insgesamt dauerte der Einsatz knapp sechs Stunden. (dpa)
