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Einsatz in Altstadt Auf Kopf gekniet? Schlimme Vorwürfe gegen Bonner Polizisten

Ein Streifenwagen fährt nachts zu einem Einsatz.

Am 10. März 2022 soll in Bonn ein Polizeieinsatz eskaliert sein. Ein Polizist soll sich auf den Kopf eines Mannes gekniet haben. Das undatierte Symbolfoto zeigt einen Streifenwagen.

Polizeigewalt in Bonn? Ein Polizist soll sich in der Bonner Altstadt auf den Kopf eines Gewalttäters gekniet haben.

In Bonn wird das Verhalten eines Polizisten überprüft, der sich brutal auf den Kopf eines gefesselten Gewalttäters gekniet haben soll. Der Vorfall soll sich am Bonner Frankenbad in der Altstadt ereignet haben.

Die Polizei habe einen Prüfvorgang angelegt und angekündigt, die Akte zu dem Fall an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten, sagte am Dienstag (22. März 2022) ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sobald die Akte eintreffe, werde man das Vorliegen eines Anfangsverdachts prüfen.

Am Frankenbad: Bonner Polizist soll sich auf Kopf von Mann gekniet haben

Der Bonner „General-Anzeiger“ hatte über den Fall vom 10. März 2022 berichtet. Das Opfer war demnach ein 33-jähriger Mann unter Alkoholeinfluss, der zuvor selbst jemanden brutal attackiert habe.

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Im Moment des Polizeieinsatzes habe er aber offenbar keinen Widerstand geleistet, wie ein Video dokumentiere. Darauf sei zu sehen, wie ein Polizist den Mann plötzlich am Hals packt, zu Boden wirft und sich dann auf seinen Kopf kniet. Später sitze der 33-Jährige mit auf den Rücken gefesselten Händen auf der Erde. Derselbe Polizist reiße ihn erneut um – und setze wieder sein Knie auf den Kopf des Mannes.

Bonns Polizeipräsident: Bei Anfangsverdacht wird sofort ermittelt

Bonns Polizeipräsident Frank Hoever wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass das Video der Polizei trotz wiederholter Anfrage bislang noch nicht zur Verfügung gestellt worden sei. Die Bonner Polizei stehe für uneingeschränkte Offenheit und Transparenz und gehe Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten konsequent nach, betonte Hoever.

Sofern der Anfangsverdacht eines strafbaren Verhaltens durch Einsatzkräfte von der Staatsanwaltschaft bejaht werden sollte, würden die Ermittlungen aus Objektivitätsgründen vom Polizeipräsidium Köln ausgeführt werden.

Die Bonner Polizei bittet eine Zeugin, die im Artikel des General-Anzeigers genannt wird, sich unter 0228 15-0 bei dem Ermittlern des Kriminalkommissariats 23 zu melden. (iri mit dpa)

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